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Die größten WM-Skandale & Fehlentscheidungen der Geschichte

Die Fußball-Weltmeisterschaft ist das größte Ereignis, das dieser Sport zu bieten hat. Nicht nur in aktueller Ausführung, sondern generell. Sie erzeugt Emotionen, sie ist sportlich bedeutungsvoll und sie ist der Traum von vielen Spielern. 

Durch die enorme Bedeutung ist es auch unweigerlich der Fall, dass Weltmeisterschaften Skandale hervorbringen. Nicht nur Tore und Platzverweise sowie spektakuläre Spielverläufe prägen diese Turniere, eben auch die Geschichten drumherum. Seien es Handspiele wie die „Hand Gottes“ von Maradona, kontroverse Schiedsrichterentscheidungen oder viele andere Themen. 

Wenn Sie sich nun mit dem Turnier in Kanada, Mexiko und den USA bei Sportytrader beschäftigen, dann stoßen Sie vermutlich auch auf Kontroversen und Nebengeräusche. Es geht auch darum, welche Momente die Spieler unsterblich machen und dafür sorgen, dass ganze Fußballnationen in Aufruhr versetzt werden. 

Die Hand Gottes und andere berüchtigte Handspiele

Die Hand Gottes gilt als der legendärste Skandal der WM-Geschichte. Es war im Viertelfinale von 1986 in Mexiko, als Diego Maradona gegen England den Ball mit der Faust ins Tor beförderte und der tunesische Schiedsrichter Ali Bin Nasser den Treffer anerkannte. Minuten später folgte das Jahrhunderttor des argentinischen Superstars, doch die Diskussion um das erste Tor hält bis heute an. In den darauffolgenden Jahrzehnten sollten insbesondere diese Handspiele für Debatten sorgen:

  • Bei der WM 2010 in Südafrika verhinderte Uruguays Luis Suárez im Viertelfinale gegen Ghana in der letzten Minute der Verlängerung mit beiden Händen ein Tor auf der Linie und sah die Rote Karte. Die Black Stars scheiterten sowohl beim darauffolgenden Elfmeter als auch im anschließenden Penaltyschießen. Nach wie vor sehen viele Fußballinteressierte dieses Foul als eines mit Kalkül.
  • Ein Jahr zuvor legte sich Thierry Henry in der entscheidenden Qualifikationspartie gegen Irland den Ball gleich zweimal per Hand zurecht und bereitete so das spielentscheidende Tor vor. Auf diese Weise löste Frankreich das Ticket für die Weltmeisterschaft in Südafrika, während Irland vergeblich eine Wiederholung forderte.

Wenn bei Phantomtoren der Ball (nicht) über der Linie war

Die Einführung der Torlinientechnik erfolgte schrittweise ab dem Jahr 2012. Zuvor entschieden nicht selten wenige Zentimeter und das Auge des Schiedsrichters über Sieg oder Niederlage, wobei zwei Szenen dafür sinnbildlich stehen.

  • Beim Finale der WM 1966 zwischen England und Deutschland sprang Geoff Hursts Schuss von der Latte auf die Linie. Ob der Ball beim Wembley-Tor auch wirklich dahinter war, ist auch nach sechs Jahrzehnten umstritten. Auf jeden Fall gewannen die Three Lions am Ende mit 4:2.
  • Das Wembley-Tor wiederholte sich bei der WM 2010, wobei abermals England und Deutschland aufeinandertrafen. Diesmal setzte sich die DFB-Auswahl im Achtelfinale mit 4:1 durch, doch Frank Lampards Schuss landete klar hinter der Linie. Dieses nicht gegebene, reguläre Tor beschleunigte die Einführung der Torlinientechnik erheblich.

Als es bei Skandalspieler zur Eskalation auf dem Platz kam

Als es bei Skandalspieler zur Eskalation auf dem Platz kam

Und dann gibt es die eine oder andere Begegnung, die zumindest auf globaler Ebene weniger für ihr Ergebnis als für ihre Härte in die Geschichte eingegangen ist. Zwei davon fanden im Zuge der WM 2006 in Deutschland statt, wobei etwa die Schlacht von Nürnberg zwischen Portugal und den Niederlanden dazu zählt. Damals verteilte der russische Schiedsrichter Walentin Iwanow vier Rote und sechzehn Gelbe Karten und er sorgte für einen bis heute gültigen Negativrekord.

Zwei Wochen später kam es beim Finale zum ebenso unvergessenen Kopfstoß von Zinédine Zidane gegen Marco Materazzi. Daraufhin sah Frankreichs Kapitän in seinem letzten Karrierespiel die Rote Karte, ehe die Bleus in Unterzahl im Elfmeterschießen gegen Italien scheiterten.

Zu einem der brutalsten Auftritte der WM-Historie, der Schlacht von Santiago, kam es 1962 in Chile. Damals kam es im Vorrundenspiel zwischen dem Gastgeber und Italien zu Faustschlägen, gebrochenen Nasen und mehreren Polizeieinsätzen.

Es kam auch zu Absprachen und Manipulationsvorwürfen

Dazu kommen Skandale, die nicht durch eine Fehlentscheidung, sondern durch eine kühle Berechnung entstanden. Dazu zählt unter anderem die Schande von Gijón bei der WM 1982. Damals spielten Deutschland und Österreich ein 1:0 derart passiv herunter, dass beide Teams in die zweite Runde aufstiegen und Algerien trotz starker Leistungen ausschied.

Die Zuschauer im El Molinón reagierten mit Pfiffen und Empörung, und seither werden zwecks Verhinderung von Absprachen die letzten Gruppenspiele zeitgleich angepfiffen. Nicht minder umstritten ist außerdem das 6:0 des Gastgebers Argentinien gegen Peru von vor vier Jahren zuvor bei der WM 1978. Dieser Kantersieg gelang der Albiceleste ausgerechnet in der benötigten Höhe und sicherte ihr den Einzug ins Finale. Wenig überraschend weckte auch dieses Resultat einen Manipulationsverdacht.

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