Lohnt sich eine Facebook-Seite überhaupt noch?

Ende August aktualisierte das in Deutschland 26 Millionen Nutzer starke Netzwerk Facebook seinen Algorithmus „EdgeRank“. Viele Unternehmen erlebten seitdem einen drastischen Rückgang bei der Anzahl von Personen, die durch die eigenen Beiträge erreicht werden. Somit wurden natürlich auch die Likes, Shares und Kommentare weniger.

Was schafft da Abhilfe?

Das Netzwerk bietet uns – natürlich ganz uneigennützig *hüstel, hüstel* – durch Facebook-Werbung eine Möglichkeit, dennoch von vielen Menschen wahrgenommen zu werden. Doch als Unternehmer stellt sich dann auch die Frage, ob sich Facebook, also dieser Kanal, den man bisher „so nebenbei“ gepflegt hat, überhaupt noch lohnt.

Schließlich verbringt man eine nicht unerhebliche Zeit damit, auf Facebook zu posten oder bezahlt sogar Mitarbeiter dafür. Wenn nun auch noch Werbekosten hinzukommen, stellt sich schnell die Frage nach dem Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Nicht ganz aus Facebook aussteigen

Facebook Timeline / Chronik für FanpagesTrotz dieser schwieriger gewordenen Situation würde ich es einem Online-Marketer auch bei gesunkenen Beitragsviews kaum empfehlen, komplett aus Facebook auszusteigen. Internetnutzer erwarten eine Präsenz bei Facebook geradezu. Es kommt ihnen spanisch vor, wenn eine Website, die Produkte im Online-Bereich vertreibt, nicht auch auf diesem Kanal vertreten ist.

Es gibt aus meiner Sicht aufgrund der gesunkenen Views durch EdgeRank nun zwei Möglichkeiten für im Netz aktive Unternehmen, Facebook effektiv einzusetzen – entweder in der Minimalversion mit möglichst wenig Aufwand oder mit voller Power, um den Anforderungen von EdgeRank besser zu entsprechen.

Die richtigen Schritte für mehr Reichweite

Wählt man die Volle-Power-Variante, sollte man seine Ressourcen in die Optimierung folgender Faktoren zu stecken:

 1. Durch Nutzerengagement wird die Quantität und Qualität der Likes, Kommentare und Shares erhöht.

Dies funktioniert beispielsweise, indem man die Content-Strategie auf Facebook den Nutzungsvorlieben der eigenen Follower so gut wie möglich anpasst. Also im Klartext: Mögen Ihre Nutzer Videos, sollten Sie Ihnen auch möglichst oft Beiträge in diesem Medium präsentieren. Diskutieren Ihre Nutzer gerne, sollten Sie Diskussionsstoff bieten. Und und und…

2. Shares und Kommentare werden von EdgeRank stärker gewichtet, da sie einem höheren Nutzerengagement entsprechen.

Also sollte eine Facebook-Strategie darauf abzielen, diese Art der Interaktionen zu steigern. Siehe Punkt 1.

3. Wie bei einer Website gilt auch bei Facebook: Umso aktueller der Status, umso höher ist das Ranking.

Hier ein Geheimtipp: „Sharing is Caring“ – es macht Sinn, öfter einmal gute Beiträge anderer Seiten zu teilen. Erstens hat man dann eine neue Statusaktualisierung und verbessert so sein Ranking, zweitens freuen sich die Betreiber dieser geteilten Seite und sharen dann vielleicht ebenfalls Ihren Content.

4. Nutzer nicht abschrecken

Wenn Follower der eigenen Seite anfangen, Ihren Content zu verstecken, dann wertet EdgeRank Ihre Seite ab. So einfach ist das. Also schrecken Sie Ihre Nutzer beispielsweise nicht durch Werbe-Spam etc. ab.

 

Ein Fazit zu der Frage, ob sich Facebook noch lohnt, habe ich bereits weiter oben gezogen. Ja, es macht immer Sinn, eine Facebook-Seite zu unterhalten, vor allem im Online-Bereich. Aber es macht keinen Sinn, diese ständig zu pflegen, ohne sich Gedanken darüber zu machen, welche Ergebnisse dadurch erzielt werden.

Nehmen Sie Ihr Facebook-Engagement in Zeiten von EdgeRank auf jeden Fall stärker unter die Lupe als jemals zuvor!

Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.
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Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.

2 Comments

  • Sven

    3. Februar 2015

    Hallo Gordon,

    ein sehr guter Beitrag. An sich ist der Traffic von Facebook bei mir konstant geblieben. Aber ich habe auch andere Quellen jetzt stärker ins Visier genommen. Der Zeitfaktor ist doch erheblich, den man auf Facebook verbringt.

    Ja, dass Teilen anderer Beiträge hat nachgelassen. Ich teile hier deine Meinung, dass mehr geteilt werden müsste und so die eigene Seite davon profitieren kann. Das ist schon ein Problem der Blogs geworden. Denn auch hier funktioniert dieses Prinzip normalerweise sehr gut.

    Ich fange schon mal an und teile diesen Artikel 😉