Das richtige Affiliate-Programm finden

Für einen Blogbetreiber ist Affiliate-Marketing ein oftmals aufwendiger, aber in der Regel lukrativer Weg, um Geld zu verdienen.

Der Blogbetreiber – also der Affiliate  – bindet einen Banner oder einen Textlink zum Angebot eines Unternehmens in seine Internetpräsenz ein und erhält eine Provision von üblicherweise 5-10 Prozent, wenn über diesen Link ein Kauf getätigt wurde (es gibt übrigens auch bei Geldschritte.de ein Affiliate-Programm).

Der Erfolg von Affiliate-Marketing steht und fällt mit der Auswahl eines passenden Affiliate-Programms. Doch wie findet man dieses?

Ein thematisch passendes Affiliate-Programm

Wenn auf dem Fashionblog Werbung für Finanzprodukte gemacht wird, dann ist eines klar: Der Blogbetreiber hat sich wenige Gedanken darüber gemacht, welches Affiliate-Programm zu seinem Content passt. Leider lässt er sich dadurch Umsätze entgehen.

Wer sich vorher überlegt, welche Produkte die eigene Zielgruppe ansprechen könnten, wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch ein passendes Affiliate-Programm auswählen, bspw. die neueste Handy-Flatrate auf dem Smartphone-Blog.

Cross-Marketing anwenden

Durch die Kenntnis der eigenen Zielgruppe kann man aber auch erfolgreich das so genannte Cross-Marketing anwenden. Heißt konkret, der Content unterscheidet sich zwar thematisch von dem Affiliate-Programm, ist aber für die Leser gleichermaßen interessant.

Ein Beispiel wäre ein Blog über exklusive Weine, der Bannerwerbung für hochwertige Urlaubsreisen macht. Dies funktioniert, denn die Zielgruppe würde wohl auf beides ähnlich gut ansprechen. Doch stellen Sie sich einmal auf dem Blog über exklusive Weine Bannerwerbung für einen Partyurlaub auf Mallorca vor. Damit wäre nicht nur das Thema, sondern auch die Zielgruppe verfehlt, und der Erfolg mit Sicherheit dementsprechend gering.

AGBs der Affiliate-Programme besser ganz genau untersuchen! (Bildnachweis: Kapungo (https://www.flickr.com/photos/kapungo) - flickr/Creative Commons Licence)

AGBs der Affiliate-Programme besser ganz genau untersuchen! (Bildnachweis: Kapungo (https://www.flickr.com/photos/kapungo) – flickr/Creative Commons Licence)

Affiliate-Programme unter die Lupe nehmen

AGBs sind nicht nur dazu da, schnell weggeklickt zu werden. Es ist wichtig, sie genau durchzulesen. Gerade bei Affiliate-Programmen drohen einige Fallstricke. Bei manchen Affiliate-Programmen dürfen bestimmte Marken-Begriffe nicht im Text genannte werden, andere verlangen für die Einbindung ihres Banners einen gewissen Aufbau des Blogartikels, im Finanzumfeld beispielsweise mit Muster-Rechenbeispielen.

Ein Affiliate-Programm ist in der Bilanz nicht mehr lukrativ, wenn eine saftige Abmahnung wegen Nicht-Einhaltung der AGBs in den Briefkasten flattert.

Affiliate-Netzwerke vergleichen

Auch die Affiliate-Netzwerke – also die Plattformen, die Affiliates und werbende Unternehmen zusammenbringen – unterscheiden sich sehr. Dieselben Affiliate-Programme können abhängig von dem Netzwerk, über das sie laufen, ganz unterschiedlich lukrativ sein, weil sich beispielsweise aus teilweise nicht nachvollziehbaren Gründen die Stornoquoten erheblich unterscheiden.

Ein weiterer Faktor ist die Dauer der Bestätigung eines Leads und/oder der Vergütung. Neben der Information über Erfahrungsberichte im Internet hilft hier am Ende nur ausprobieren und gegebenenfalls wieder abmelden!

Cookie-Lifetime überprüfen

Ein Affiliate-Programm misst über Cookies, ob durch einen Link auf Ihrer Website ein Verkauf zustande kam und ob Sie somit eine Provision erhalten. Die Cookie-Lifetime ist eine wichtige Kennziffer, die besagt, wie lange Ihnen ein Kunde zugeordnet wird.

Amazon.de bietet mit seinem Partnernet beispielsweise nur eine Cookie-Laufzeit von 24 Stunden. Das heißt, klickt jemand auf Ihre Amazon-Werbefläche, kauft aber nicht innerhalb eines Tages, sondern erst übermorgen, wird Ihnen dieser Kauf nicht zugeordnet.

Bei einer Cookie-Lifetime gilt also: Je länger, desto besser!

Gibt es weitere Kriterien, nach denen Sie ein Affiliate-Programm aussuchen, und wieso?

(Beitragsbildnachweis: FreeDigitalPhotos.net)

Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.
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Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.

3 Comments

  • Florian

    21. Dezember 2014

    Hallo Gordon,

    netter Artikel, wo ich dir auch nur zustimmen kann. Man sollte sich vorher wirklich ausführlich damit beschäftigen, wie man seine Seite monetarisieren kann. Dann genau das ist letzten Endes der springende Punkt! Wenn die Monetarisierung nicht stimmt und das Partnerprogramm nicht das bringt, was möglich ist, verschenkt man Geld!

    Grüße

  • Dominik

    18. März 2015

    Hallo Gordon,

    ich suche mir meist zuerst ein Produkt aus, dass ich bewerben möchte. Dann erst den Shop, der dieses Produkt vertreibt und dann das Affiliate-Netwerk. Das Produkt muss stimmen, der Shop muss gut aufgebaut sein und die passende Provision bieten und bei den gängigen (großen deutschen) Affiliate-Netzwerken kann man meiner Meinung nach eh nichts falsch machen.

    Gruß,
    Dominik