Pinterest - Roxanne Ready auf flickr/Creative Commons)

Sie möchten Pinterest nutzen? So geht’s!

Ich sage es gleich vorweg: Pinterest ist eine tolle Plattform, aber nicht für jedes Unternehmen gleichermaßen lukrativ. Schließlich lebt Pinterest von Fotos und Grafiken – Sie sollten in diesen Bereichen etwas zu bieten haben, damit Ihre Posts gepinnt und geliked werden und Besucher schließlich auf Ihre Website klicken.

Auch ist Pinterest aus meiner Sicht im deutschen Markt noch nicht so ganz angekommen, was sich aber momentan ändert. Das erst vor vier Jahren gegründete Unternehmen konnte in den vergangenen Jahren sehr beachtliche Wachstumssprünge verzeichnen: Laut der Berliner Morgenpost haben sich die Nutzerzahlen von Pinterest innerhalb von 12 Monaten verdoppelt.

Auch in Deutschland ist die Nutzung 2013 um ganze 158 % gestiegen. Also wäre jetzt ein perfekter Zeitpunkt, um von nun an auch Pinterest für das eigene Online-Marketing zu nutzen. Und so geht’s:

Schaufenster: 12th St David - flickr / Creative Commons

Nutzen Sie Grafiken und Bilder auf Pinterest, um Ihr „Schaufenster“ zu schaffen. (Bildnachweis: 12th St David – flickr/Creative Commons)

Pinterest ist Ihr virtuelles Schaufenster!

Ein kleiner Online-Shop namens Tiny Hands steht für eine Pinterest-Erfolgsgeschichte: Die Gründerin Mei Pak erreichte über geschicktes Marketing auf der Pinterest-Seite ihres Unternehmens ein gigantisches Publikum und schaffte es auf diese Weise, dass ihr Geschäft außerordentlich schnell wuchs.

Die Lehre aus dieser Erfolgsgeschichte ist, dass Sie Ihr Angebot auf Pinterest so darstellen sollten, wie Sie es normalerweise in einem Ladengeschäft tun würden. Sie können das Flair Ihres Produktes auf visuelle Art und Weise verbreiten und ein Ambiente kreiren, das Ihre Marke widerspiegelt, was auf Facebook und Twitter nur schwer möglich ist.

Es geht um Pins, nicht um Likes

Auf anderen Social-Media-Kanälen sind viele Likes eine Bestätigung, dass man alles richtig gemacht hat. Nicht so auf Pinterest! Das Ziel sollte es sein, dass möglichst viele Nutzer Ihren Content „pinnen“ und somit auf der eigenen Seite „verewigen“.

Doch wie erreichen Sie das? Setzen Sie auf Bilder, die Ihr Produkt in den Mittelpunkt stellt. Versehen Sie Ihre Bildunterschrift mit passenden Keywords, durch die es gefunden werden kann. Als Dienstleister können Sie auch mit witzigen oder innovativen Visual Statements oder Infografiken punkten. Und vergessen Sie nicht regelmäßig zu messen, was ankommt und was nicht!

Pinterest ist mobil

Es wird gesagt, dass etwa 75 Prozent aller Pinterest-Nutzer die Plattform über mobile Geräte nutzen. Das heißt rein technisch gesehen: Horizontale Bilder sind vertikalen vorzuziehen.

Die Bildunterschrift sollte zudem nicht zu ausführlich sein, sodass sie beim schnellen, mobilen Scrollen nicht „stört“.

Regelmäßigkeit punktet

Auch Pinterest will – so wie jeder andere Social-Media-Kanal – mit einer gewissen Regelmäßigkeit gepflegt werden. Es macht keinen professionellen Eindruck, wenn Sie nur hin und wieder ein Bild hochladen.

Zielgruppe beachten

So verlockend ein Social-Media-Auftritt auf Pinterest und die damit verbundenen Möglichkeiten auch sein mögen, fragen Sie sich, ob Sie Ihre Zielgruppe auch tatsächlich auf Pinterest finden werden. Natürlich können Sie sich über das soziale Netzwerk auch eine neue Zielgruppe erschließen, doch muss dies auch realistisch sein.

Und auch bei Pinterest gilt wie bei Social Media generell: Ohne klares Bekenntnis zur Nutzung der Plattform sollte man es sich gut überlegen, dort als Unternehmen überhaupt vertreten zu sein – sonst verliert man schnell das Vertrauen der Nutzer.

(Beitragsbildnachweis: Roxanne Ready – flickr/Creative Commons)

Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.
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Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.

2 Comments

  • Patrick

    2. Januar 2015

    Hallo Gordon,

    du schreibst es: Pinterest lohnt sich nicht für alle Branchen!!!

    Wobei man sicherlich auch mit etwas Einfallsreichtum und Kreativität auch hier einiges reissen kann und so die Leute unterhalten kann, oder nicht?

    Für meinen Onlineshop, der auch nicht ganz einfach für Pinterest ist, habe ich auch schon überlegt mich dort anzumelden, doch ich bin mir nicht sicher, ob es mir gelingen wird regelmäßig interessante Fotos zu liefern :).

    • Gordon Kuckluck

      5. Januar 2015

      Ja, mit dem nötigen Engagement und Einfallsreichtum, ist es sicherlich für (fast) alle Branchen interessant. Da aber in der Regel ja hausgehalten werden muss, mit den eigenen Ressourcen, sollte man diese immer auf Kanäle bündeln, die am vielversprechendsten sind.