SEO und die verbrannte Domain

Möchte man bei den Suchmaschinen sehr gut ranken, ist es manchmal eine gute Möglichkeit, wenn man sich eine Domain kauft, die bereits bekannt ist. Das erspart eine Menge Arbeit und auch Zeit.

Doch leider werden auch sogenannte verbrannte Domains angeboten, die dann leider genau das Gegenteil bewirken. Der Sinn, dass mit SEO ein Erfolg für das Unternehmen eintritt, bleibt auf der Strecke.

An eine verbrannte Domain kommt man meist nur, wenn man sich zu wenig informiert hat oder es liegt schlicht und ergreifend Unwissenheit vor. Mit einer solchen Domain ist ein Ranking bei den Suchmaschinen nicht möglich oder wenn, dann nur mit einem enormen Aufwand. Die besten Produkte, Dienstleistungen und Inhalte können diese Domain nicht mehr retten.

Was genau bedeutet das für SEO?

Erwischt man eine verbrannte Domain und versucht SEO zu betreiben, wird dieser Versuch ins Leere laufen. Eine solche Domain war bereits registriert und sie wurde missbraucht. Beispielsweise wurde Spamming betrieben oder sogar der Linkkauf.

Grob gesagt, mit dieser verbrannten Domain wurde sich nicht an die Richtlinien der Suchmaschinen gehalten, und das betrifft vor allem die von Google. Google ist die Bedeutendste in Deutschland.

Unerlaubte SEO Maßnahmen, also Black Hat, wurde mit dieser Domain betrieben.

Wie erkennt man eine verbrannte Domain?

Bevor es an den Kauf einer Domain geht, sollte diese überprüft werden und das geht mit einer Whois-Abfrage. Hier werden Informationen bereitgestellt, wer diese Domain auf technischer Ebene betreut und auch wer der Inhaber ist.

Es gibt verschiedene Whois-Tools (whois.domaintools.com), die auch verraten, ob die Domain schon einmal registriert war. Einfach bei Whois Lookup den Namen der Domain eingeben und die Infos werden angezeigt.

Oft wird zudem nicht nur eine Domain mit einer Endung registriert, sondern gleich mehrere, damit der Name nicht von anderen gebucht wird. Auch das wird bei der Whois-Abfrage angezeigt.

Spurensuche nach verbrannten Domains

War die Domain der Begierde noch nie registriert, ist alles gut und der Weg frei für eigene SEO Maßnahmen.

Sollte dies nicht der Fall sein, ist zu überlegen, ob sie es wirklich wert ist. Möchte man unbedingt diese Domain haben, sind viele Schritte der Recherche vorzunehmen:

  • Zunächst muss überprüft werden, ob die Domain bei Google überhaupt indexiert ist. Wird sie noch genutzt, ist sie auch indexiert. Ist sie schon länger nicht mehr online gewesen, sind die Seiten wahrscheinlich herausgenommen. Ist sie nicht zu finden, kann es jedoch sein, dass sie einfach nur geparkt ist und voll mit Werbung.
  • Ist die Domain noch im Gebrauch, sollte man den Verkäufer kontaktieren und sich die Statistiken der Besucher zeigen lassen. Ist hier ein deutlicher Abfall der Zahlen zu sehen, kann dies ein Indiz für eine Abstrafung sein. Sollte eine Statistik nicht vorliegen, können die Daten umfangreicherer SEO Tools weiterhelfen.
  • Die einfachste Möglichkeit der Recherche ist die Eingabe des Domainnamens in die Suchmaske. Ist diese jemals negativ aufgefallen, sind garantiert Informationen darüber zu finden. Werden hier Spam-Vorfälle erwähnt, sollte ein großer Abstand zu dieser Domain genommen werden.
  • Auch auf archive.org kann nach der Domain geschaut werden. Dies ist ein Webseiten-Archiv und es können Informationen zu früheren Zeiten eingesehen werden. Wichtig hierbei ist, dass man sich die Texte anschaut, denn die Darstellung ist nicht immer korrekt.

Verbrannte Domain gekauft – was jetzt?

Sollte es dennoch geschehen sein und eine verbrannte Domain ist gekauft, gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit und Hoffnung. Google bietet die Eventualität, dass ein sogenannter Reconsideration Request eingereicht werden kann. Die Domain wird geprüft und eine eventuelle Abstrafung mit viel Glück aufgehoben.

Über die Google Webmaster Tools erfolgt die Anfrage. Es ist erst sinnvoll, wenn die Probleme mit dieser Domain beseitigt wurden. Um das zu erreichen, ist ein Experte hinzuzuziehen, denn die Kenntnis über eine „Reinigung“ hat nicht jeder. Und natürlich machen auch erst danach eigene SEO Maßnahmen Sinn.

(Bildquelle: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de)

Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.
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