Kreatives Marketing mit Domainendungen und Landingpages

www.schuhe-guenstig-kaufen-in-berlin.de Was fällt Ihnen zu diesem Domainnamen ein?

Zunächst einmal weiß man, worum es geht. Es geht um Schuhe. Genauer: Es geht um günstige Schuhe. Und: Man kann die günstigen Schuhe auch kaufen. Man weiß sogar wo: in Berlin.

Eigentlich ist das doch ein ganz guter Domainname, könnte man denken. Bei der letzten Domainabfrage war dieser Domainname sogar noch frei. Habe ich selbst ausprobiert. Also gleich reservieren, bevor es ein anderer tut!

Aber halt! Gibt es da vielleicht einen Haken?

Ja, und sogar mehrere. Der wichtigste ist: Einen Domainnamen wie www.schuhe-guenstig-kaufen-in-berlin.de kann sich kein Mensch merken! Also besser noch mal von vorne anfangen. Aber wie?

Schauen wir uns doch mal an, wie man zu so einem Domainnamen kommt. Der Grundgedanke ist ja ganz richtig. Nehmen wir einmal an, ich hätte ein traditionsreiches Schuhgeschäft mit dem Namen Holunder-Schuhe von meinen Eltern oder Großeltern geerbt und habe die Absicht, es weiter zu führen. Allerdings laufen mir gerade die Kunden weg, deshalb möchte ich die Möglichkeiten des Internets nutzen und einen Online-Shop für meine Sonderangebote einrichten.

Aber unter welchem Namen mache ich das? Holunder-schuhe-sale.de findet kein Mensch. Ja, man sucht diesen Begriff noch nicht einmal.

Um Kunden im Internet auf mich aufmerksam zu machen, sollte ich mir zuerst einmal überlegen, nach welchen Begriffen meine Zielgruppe überhaupt sucht.

Einerseits suchen meine potentiellen Kunden Schuhe, andererseits möchten sie natürlich nicht viel Geld dafür ausgeben. Deshalb werden Sie wahrscheinlich den Suchbegriff „Schuhe“, „günstige Schuhe“ oder „Schuhe günstig“ eingeben. (Das Problem mit Umlauten und Domainnamen, die Umlaute enthalten, möchte ich hier einmal außen vor lassen. Das wäre ein eigenes Thema.)

Sobald ich aber versuche, einen Domainnamen wie www.guenstige-Schuhe.de zu registrieren, stelle ich fest: Dieser Domainname ist bereits belegt. Also erweitere ich den Domainnamen einfach. Aber auch Schuhe-guenstig-kaufen.de ist bereits belegt. Also mache ich weiter und schon bin ich bei einem Wortungetüm wie www.schuhe-guenstig-kaufen-in-berlin.de gelandet.

Keine so gute Idee, denke ich mir. Aber selbst wenn ich nach ähnlichen starken Schlagworten wie zum Beispiel guenstige-damenschuhe.de, schuh-basar.de etc. suche, stelle ich leider immer wieder fest: Die wirklich guten Suchbegriffe sind praktisch alle bereits vergeben.

Was tun?

Ganz einfach: Werden Sie kreativ!

Kreative und spielerische Domainnamen

Kreatives Marketing mit Domainnamen fängt mit der Wahl der Domainendung an. Es mag banal klingen, aber es gibt nicht nur .de und .com-Domains. Gerade andere europäische Domainendungen wie .it, .es, .be oder exotische Domainendungen bieten fantastische Möglichkeiten für kreative Namensfindungen – insbesondere in Verbindung mit deutschen oder englischen Suchbegriffe.

Sie werden feststellen: gute Suchbegriffe, die unter einer .de oder .com-Domain bereits vergeben sind, können Sie oft unter einer anderen für Sie interessanten Domainendung registrieren. Es lohnt sich, bei einem Domainanbieter das Angebot alternativer Domainendungen einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Darüber hinaus können Sie auch interessante Wortspiele bilden, wie:  …-her-dam.it, …-nimm.es, …-mach.es , …-do.it, …- just.be … , die sich wunderbar mit gefragten Suchbegriffen kombinieren lassen. Und das Beste ist: die meisten dieser Domainendungen sind frei verfügbar. Das heißt: Jeder – auch Sie – kann einen Domainnamen mit dieser Endung registrieren.

Noch mehr kreative Möglichkeit versprechen die neuen Domainendungen, die sogenannten gTLDs (generische Domainendungen), von denen die ersten voraussichtlich 2014 auf den Markt kommen werden. Domainendungen wie .shop, .sale oder .buy eignen sich ideal für den Namen eines Online-Shops oder auch für Landingpages. Auch diese Domainendungen werden frei verfügbar sein. Allerdings sollte man frühzeitig die Augen offen halten, welcher Hosting-Provider die entsprechenden Domainendungen in sein Programm aufnehmen wird. Die Anmeldung zu einem kostenlosen Newsletter ist da keine schlechte Idee.

Bildnachweis: Fotolia, Lizenz: Host Europe GmbH

Bildnachweis: Fotolia, Lizenz: Host Europe GmbH

Es lohnt sich, wenn Sie die Suche nach einem griffigen Domainnamen am besten gleich mit einer Keyword-Analyse beginnen, zum Beispiel mit dem Keyword-Analysetool von Google Adwords. Auf diese Weise stellen Sie sehr schnell fest, mit welchen Suchbegriffen Sie bei Google gute Rankingergebnisse erzielen können. Diese Suchbegriffe sollten Sie in Ihrem Domainnamen auch verwenden.

Marketing über Landingpages

Wenn man einen griffigen Domainnamen registriert hat, sollte man ihn natürlich auch nutzen! Allerdings muss man nicht für jeden griffigen Domainnamen, den man gefunden und registriert hat, gleich eine eigene Webseite gestalten. Gerade wenn man Marketing- und Promotion-Aktionen plant, kann man dieselben Ziele auch mit Landingpages erzielen. Landingpages sind – wie der Name sagt – Seiten, auf denen ein Kunde „landet“. Entweder weil er auf diese Domain über eine Anzeige aufmerksam geworden ist oder aber durch Werbe- und Aktionsbanner bzw. Links in einem Newsletter auf diese Seite gelenkt wurde.

Die einzige Aufgabe einer Landingpage ist es, den Kunden „noch neugieriger“ zu machen. Das können attraktive Darstellungen von Produkten und/oder Dienstleistungen sein oder weitere Informationen zum Thema. Nicht zu vergessen: die Call-to-Action-Elemente. Schließlich möchten Sie den Kunden nicht nur abholen, sondern auch „ankommen lassen“. Das heißt zu Ihren Produkten, Angeboten und Dienstleistungen führen.

Landingpages haben aber noch weitere Vorteile: Sie lassen sich zum Beispiel in puncto Gestaltung, Thematik und Kundenansprache ganz individuell auf die Marketingaktion abstimmen. So können Sie problemlos eine ganz Reihe unterschiedlicher Landingpages anlegen und dabei unterschiedliche Kundengruppen gezielt auch zu ganz unterschiedlichen Angeboten führen.

Damit Sie mit Landingpages auch Ihr SEO-Ranking verbessern können, sollten diese idealerweise unter der Domain Ihrer Hauptseite angelegt werden.

Es gibt aber auch Ausnahmen! Zum Beispiel wenn es sich bei Ihrer Hauptseite um eine schlecht besuchte Imageseite handelt, womöglich mit einem sehr unpraktischen Domainnamen wie unser Beispiel „Holunder-Schuhe.de“. In diesem Fall macht es mehr Sinn, wenn Sie unter einem markanten Domainnamen – beispielsweise schuhe-herdam.it – eine neue Landingpage oder gar eine neue Website anlegen, die eigenständig rankt.

Haben Sie hingegen ein ganzes Netz aktionsbezogener Landingpages mit eigenständigen Domainnamen angelegt und möchten den im Verlauf der Aktion aufgekommen Traffic für das Ranking Ihrer Hauptseite nutzen, sollte Sie unbedingt permanent http redirects (301) dorthin einrichten. Außerdem ist es wichtig, dass Sie parallel auch den Content von Ihren Landingpages auf Ihre Hauptseite umziehen.

Mit Site-Builder-Systemen wie zum Beispiel dem Homepage-Baukasten von Host Europe können Sie attraktive Landingpages schnell und einfach selbst gestalten – spezielle Programmierkenntnisse sind dafür nicht erforderlich.

Wolf-Dieter Fiege

Wolf-Dieter Fiege gehört zum Blog- und Onlineredaktionsteam von Host Europe. Neben Hosting-Themen beschäftigt er sich vor allem mit innovativen Formen des Content-Aufbaus und SEO-Optimierungen.

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Wolf-Dieter Fiege

Wolf-Dieter Fiege gehört zum Blog- und Onlineredaktionsteam von Host Europe. Neben Hosting-Themen beschäftigt er sich vor allem mit innovativen Formen des Content-Aufbaus und SEO-Optimierungen.

3 Comments

  • Geldpirat

    5. Oktober 2013

    hallo,

    der Artikel ist im oberen Teil wirklich gut und informativ. Den Sprung von der Landingpage zum Homepage-Baukasten-System finde ich wenig glücklich. Gerade Landingpages überzeugen doch durch ihre Einzigartigkeit und perfekte Anpassung an das zu verkaufende Produkt. Ein Baukasten kann so etwas niemals leisten.

  • Wolf-Dieter Fiege

    7. Oktober 2013

    Hallo Geldpirat,

    Du hast Recht. Die meisten Baukastensysteme eignen sich nur bedingt für attraktive Landingpages, da einem die Templates nur eingeschränkte Möglichkeiten für individuelle Anpassungen bieten. Ich möchte hier keine Werbung machen, aber es gibt auch Baukastensysteme, wie das von mir beschriebene, die sehr viel flexibler sind und deshalb gerne auch von Designagenturen genutzt werden. Mit einem solchen Baukastensystem kann man überzeugende Landingpages auch günstig selbst gestalten. Ein gutes grafisches Auge sollte man natürlich haben.

  • Carsten Todt

    3. November 2013

    Oftmals ist günstig, die Wichtigkeit von sprechenden URLs zunächst zu verdeutlichen. Noch immer sind noch lange nicht alle URLs sprechend. Danach kann man mit weiteren Dingen fortfahren. Alte URLs muss man dann notfalls auf die neuen weiterleiten.