Tracking-Einmaleins: So tracken Sie spielend leicht Ihre Traffic-Quellen (Teil 1)

Als Online-Marketer sollten Sie sich in Sachen Besucherquelle längst nicht nur auf „Tante Google“ verlassen. Google liefert als die Suchmaschine in Deutschland ohne Zweifel einen wichtigen Teil zu Ihrem täglichen Besucheraufkommen. Aber es sollte nicht der einzige Teil sein!

Für jeden Online-Marketer, der an Effektivität interessiert ist, stellt sich aber früher oder später die Frage:

Welche der von mir angezapften Traffic-Quellen bringt denn überhaupt etwas? Und wieviel?

In diesem Artikel gebe ich Ihnen ein kleines Tracking-Einmaleins an die Hand. Sie lernen, wie Sie grundlegend sehen können, woher Ihre Besucher stammen. Aber außerdem stelle ich Ihnen eine sehr einfache Möglichkeit vor, den Traffic aus speziellen, unterschiedlichen Kanälen wirklich exakt zu tracken.

Woher kommen meine Besucher generell?

Die einfachste Methode herauszufinden, woher Ihre Besucher zu welchen Anteilen stammen, ist die, ein Statistik-Tool wie Google Analytics einzusetzen. 

Google Analytics bietet nicht nur „einfache“ Besucherzahlen an, sondern Sie erfahren auch gleichzeitig etwas über die Quellen Ihres Traffics, die Dauer der Besuche, das Verhalten auf Ihrer Webseite und vieles, vieles mehr.

Das Beste daran ist natürlich, dass Google Analytics kostenlos ist und insbesondere in WordPress-Blogs spielend leicht eingebunden werden kann. Hier auf GeldSchritte nutze ich dazu z.B. das kostenlose Plugin Google Analytics for WordPress von Yoast (mit dem man Google Analytics auch gleich rechtssicher machen kann, indem man die IP-Übermittlung anonymisiert, so wie es in Deutschland vom Datenschutz gefordert wird).

Zur Verdeutlichung eines Teils der umfangreichen Statistiken aus Google Analytics hier mal ein Screenshot der Besucherquellen von GeldSchritte vom 01.08.2012 bis 28.08.2012:

Google Analytics (GeldSchritte August 2012)

Unter „Besucherquellen“ und „Übersicht“ werden Sie im unteren Bereich Ihres Google Analytics Accounts eine ähnliche Ansicht finden.

Sie sehen oben also schön aufgelistet, wie viele Besucher den Weg auf Ihre Webseite gefunden haben und wie sich grundsätzlich die Herkunft der Besucher prozentual aufteilt (1).

Weiter unten können Sie sich dann genauere Statistiken anzeigen lassen – in diesem Fall habe ich bei den „Durch Verweise zustande gekommenen Zugriffen“ auf „Quelle“ geklickt und sehe z.B., dass YouTube auf Platz 1 der verweisenden Webseiten liegt (2)!

Das verschafft Ihnen also schonmal einen sehr guten Überblick.

Reicht Ihnen nicht?

Wie effektiv ist welcher Traffic-Kanal genau?

Eine aktuelle Baustelle in meinem Traffic-Sortiment, auf die ich mich künftig etwas mehr konzentrieren möchte, ist das soziale Netzwerk XING.

In den letzten Tagen habe ich dort mein Profil überarbeitet und aktualisiert. Derzeit sieht mein Profil also folgendermaßen aus:

XING Profil von Gordon Kuckluck

Wie Sie sehen können, habe ich im „Über mich“-Bereich deutlich eine Grafik platziert, die angeklickt werden kann. Damit möchte ich die Besucher meines XING-Profils auf mein E-Book „Die Kuck(l)uck-Taktik“ hinweisen, so dass Sie zu „richtigen“ Leads werden, also E-Mail-Lesern.

Damit hätte ich also eine neue Traffic-Quelle für GeldSchritte erschlossen: Das soziale Netzwerk XING.

Nur…

Woher weiß ich jetzt, ob oder gar wie viele Besucher wirklich von XING auf GeldSchritte landen? Und woher weiß ich, wie viele dann auch noch tatsächlich das E-Book anfordern?

Hier ein wirklich sehr simpler Tipp:

Ich habe in WordPress bereits eine Seite mit mehr Informationen über mein kostenloses E-Book „Die Kuck(l)uck-Taktik“ angelegt. Diese Seite habe ich jetzt exakt kopiert und ein zweites Mal veröffentlicht, nur unter einem leicht veränderten Permalink. Die erste Variante der Seite trägt den Permalink (die URL) „http://www.geldschritte.de/die-kuckluck-taktik“ am Ende. Die jetzt angelegte Kopie hat stattdessen „die-kuckluck-taktik-xing“ am Ende stehen.

Der Inhalt beider Varianten ist allerdings exakt gleich.

Verlinkt mit der Grafik auf dem oben gezeigten Screenshot meines XING-Profils, habe ich aber nur die Variante mit dem „xing“ hinten dran!

Achtung, wichtiger Hinweis:
Um sogenannten Duplicate Content (doppelten Inhalt) zu vermeiden und möglichen Abstrafungen von Google vorzubeugen, sollten Sie alle Duplikate der kopierten Seite auf „noindex“ stellen! Mit einem leistungsstarken Theme, wie dem Headway Theme, ist das kein Problem. Sie finden die entsprechende Einstellmöglichkeit unterhalb des Editors zu jeder Seite und jedem Artikel.

In Google Analytics kann ich nun ganz einfach die einzelnen Seiten herausfiltern – so auch „die-kuckluck-taktik“ sowie „die-kuckluck-taktik-xing“-Variante.

Dazu gehe ich auf „Content“ und „Website-Content“ sowie „Alle Seiten“ in der linken Sidebar meines Google Analytics Kontos.

Jetzt gebe ich auf der rechten Seite in das Suchfeld die Endung der gewünschten Seite ein, also in diesem Beispiel „die-kuckluck-taktik“. Ich bekomme nun die exakte Zahl der Aufrufe, die Besuchszeit und noch einiges mehr angezeigt (hier natürlich noch nicht viel, da die Seite erst kürzlich angelegt wurde).

Spezielle Content-Seite in Google Analytics suchen

Ich sehe also, wie viele generell die Info-Seite über das E-Book aufgerufen haben. Das kann ich z.B. immer mal als Vergleichswert heranziehen und interessehalber spezieller Traffic-Quellen wie eben XING gegenüberstellen.

Suche ich jetzt nach der Variante „die-kuckluck-taktik-xing“, dann kann ich sehen, wie oft eben diese exakte Seite aufgerufen wurde.

Und da ich diesen Permalink wirklich nur auf XING verlinkt habe und nirgendwo anders einsetze, müssen folglich auch alle Besucher von XING stammen!

So sehe ich exakt, ob und wenn ja wie viel Traffic über XING auf dieses spezielle Angebot von mir kommt.

Selbstverständlich lässt sich das Prinzip hinter diesem Vorgehen auf jedes beliebige soziale Netzwerk, wo ein ähnlicher Link oder eine ähnliche Grafik platziert werden kann, übertragen. Und so lassen sich unterschiedliche, einzelne Traffic-Quellen und -Kanäle auf die Effektivität hin genau unter die Lupe nehmen.

Das ist gerade das Schöne am Online-Marketing!

Im Offline-Marketing wissen Sie oft nicht, welche Marketingstrategie oder Werbemaßnahme zur Interessenten- und Kundenbeschaffung nun wirklich welchen exakten Erfolg bringt.

Das ist im Online-Marketing durch solch im Grunde einfache Tracking-Methoden ganz anders! Sie wissen genau, welcher Kanal wie viel Besucher bringt und welche Traffic-Quelle somit wie effektiv ist!

Aber… Haben wir nicht noch eine Kleinigkeit übersehen?

Wir wissen jetzt, dass wir Besucher auf dieser speziellen Seite hatten. Die XING Profil-Besucher haben also die Grafik als Einstieg in unsere Webseite genutzt. Super!

Nur: Woher wissen Sie denn jetzt, wie viele dieser Besucher auch wirklich das kostenlose E-Book angefordert und nicht nur die Seite besucht haben und dann auf Nimmerwiedersehen verschwunden sind? Wie viele der XING Profil-Besucher werden durch diese Profil-Grafik-Taktik am Ende auch zu tatsächlichen Leads?

Das greifen wir in einem Folgeartikel auf. Seien Sie gespannt!

Sie werden sehen: Es ist gar nicht so schwer, wie Sie denken! 🙂

Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.
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Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.

18 Comments

  • Thomas

    29. August 2012

    Sehr interessanter Artikel, danke Gordon.
    Es ist schon toll was man nicht alles mit Analytics machen kann und ich merke immer wieder wichtig die Auswertung der gesammelten Daten ist.

    Die neue Aufmachung von Geldschritte.de ist die übrigens sehr gut gelungen. Wirkt modern, aufgeräumt und sehr ansprechend auf mich =)

    Viele Grüße, Thomas

  • Olli

    29. August 2012

    Sag mal Gordon, es gibt doch wegen Analytics ständig Diskussionen bzgl.Datenschutz. Aber es gibt wohl irgendwie eine Lösung, wo man bei Analytics die Ips nicht speichert, was etwas datenschutzkonformer wäre. Kannst du da was zu sagen?
    Ich überlege schon die ganze Zeit auf Piwik umzurüsten, aber ehrlich gesagt bin ich bisher zu bequem dazu gewesen, und würde es auch gerne vermeiden, wenn es geht.
    beste Grüße
    Olli

    • Gordon Kuckluck

      29. August 2012

      Hallo Olli,

      hast Du den Artikel überhaupt gelesen? 😉

      Darin verlinke ich das Plugin, das ich nutze. Dort kannst Du – wie geschrieben – die IP anonymisieren.

      Viele liebe Grüße
      Gordon

  • Olli

    29. August 2012

    Das mit dem Plugin hab ich ehrlich gesagt überlesen, weil ich auf allen meinen Seiten Thesis einsetze und da hast du ja auch ohne Plugin die Möglichkeit Analytics einzubinden.

  • Csaba

    29. August 2012

    Hallo Gordon!

    Wenn Du die Landingpage für Deinen Ratgeber kopierst, dann produzierst Du selber Duplicate Content…für die Besucher solltes Du dann aber noch dazu schreiben das man dann eine Seite auf „noindex“ stellen sollte, um Probleme mit DC zu vermeiden…

    Viele werden das vielleicht nachmachen und achten dann nicht darauf, verlieren sogar Rankings wegen DC und wissen nicht warum…

    • Gordon Kuckluck

      29. August 2012

      Hallo Csaba,

      ah, wichtiger Punkt! Ich hatte das bei mir gemacht, habe es aber vergessen im Artikel zu erwähnen!

      Ich hole das schnell nach, vielen Dank!

      Beste Grüße
      Gordon

  • Stephan

    29. August 2012

    Hallo Gordon,

    sehr informativer Artikel. Bin schon gespannt auf dein Auswertung. Hast du vor bei deiner Auswertung auch mal einen Vergleich zwischen den generierten Leads über Xing und anderen Netzwerken (Google+, Facebook, …) zu ziehen? Wäre bestimmt seh interessant!

    Grüße Stephan

    P.S. Warum schreibst du neuerdings deine Leser eigentlich mit „Sie“ an und nicht mehr mit „Du“? Marketingtechnische Gründe? 😉

    • Gordon Kuckluck

      29. August 2012

      Hallo Stephan,

      im Folgeartikel werde ich keine Auswertung meiner eigenen Aktion bringen. So war das nicht gemeint. Ich werde generell zeigen, wie man so etwas mit Google Analytics tracken kann.

      Einen Vergleich zu anderen Social Networks ziehe ich auch nicht, weil es darum auch nicht geht. Es geht darum zu zeigen, wie man seinen Traffic tracken kann. Ich zeige das beispielhaft an XING und auf andere Netzwerke oder Traffic-Quellen kann das dann jeder selbst übertragen.

      Zum P.S.: Das liegt an der neuen Ausrichtung von GeldSchritte und der klaren Zielgruppe von Selbständigen und kleineren Unternehmen. Im B2B-Bereich ist es einfach üblich auf das förmlichere siezen zurückzugreifen. Das ändert ja nichts daran, dass wir uns hier in den Kommentaren noch duzen können 😉 🙂

      Viele liebe Grüße
      Gordon

  • Kirsten Erlenbruch

    2. September 2012

    Hallo Gordon,

    mal wieder ein hervorragender Artikel. Ich bin schon ziemlich lange auf XING und mache da irgendwie gar nichts. Die Idee mit der Grafik und dem Link ist wirklich gut. Das werde ich auch mal ausprobieren. Bin gespannt ob und was es bringt.

    Und danke für den Hinweis mit dem Duplicate Content – das hätten die meisten wohl übersehen (ich wahrscheinlich auch).

    Liebe Grüße
    Kirsten

  • Kevin Zalokar

    8. September 2012

    Hallo Gordon

    Bin heute zufällig über Deinen Blog gestolpert und stehen geblieben ;-). Der Artikel ist echt erstklassig geschrieben. Mittlerweile bin auch schon etwas länger auf Xing und nutze es auch konsequent als Traffic-Quelle und für den Lead-Aufbau.

    Hier noch ein kleiner Tipp am Rande für Xing: Denn Personen welche Geburtstag haben, schicke ich eine persönliche Nachricht mit dem Verweis auf eine extra angefertigte Webseite.

    Dort wünsche ich ihnen nochmals „persönlich“ per Video alles Gute und mit dem Hinweis, dass ich ein Geschenk für sie habe in Form eines Videokurses. Diesen können sie abrufen, sobald sie sich mit ihrer email angemeldet haben.

    Ich habe damit bisher ausschliesslich positive Erfahrungen sammeln können. Wichtig ist natürlich, dass die Qualität des Geschenkes stimmt, da Xing ein sehr hohes Niveau hat im Vergleich zu Facebook oder Twitter.

    Ich werde garantiert noch öfters bei Dir vorbei schauen 😉

    Wünsche Dir noch ein schönes Wochenende!

    Freundliche Grüsse
    Kevin

  • Regina

    14. September 2012

    Auf Xing bin ich ja vor kurzem auch gekommen und habe mal mein Profil aufpoliert und wie du auch eine Grafik mit Link zu meinem Gratis E-Book.

    Das mit dem Tracking werd ich jetzt mal nachholen um den überblick nicht zu verlieren was bei den 3 Trillionen Traffic wegen ja immer wieder passiert.

    LG

    Regina

  • Florian

    16. September 2012

    Die Idee mit XING ist echt klasse. Musste gar nicht, dass man sowas da integrieren kann :D.

    Aber ich kann auch nur jedem XING empfehlen. Das ist 100 mal besser, als facebook, was karriere und berufliches betrifft.

    Grüße
    Flo

  • Stefan [GVW]

    7. Oktober 2012

    Hi Gordon,

    das was du in diesem Post beschreibst kann man auch direkt in Google Analytics abfragen – ohne dass man eine Kopie einer Seite erstellen muss.

    Dazu geht man über „Content“ zunächst auf die Seite deren Trafficquellen man analysieren möchte. Anschließend wählt man unter dem Dropdown „Sekundäre Dimension“ Folgendes aus: Besucherquellen -> Quelle.
    Schon hat man die Anzeige wie die Besucher auf diesen Artikel gekommen sind 🙂

    LG,
    Stefan

  • Marc

    14. Oktober 2012

    Hey super Idee. Ich melde mich auf Xing auch an, um so weitere Besucher zu generieren. Viele Tipps, wie man mehr Besucher auf seine Seite holt, wiederholen sich mit der Zeit. Man hört dann immer wieder das gleiche. Das ist mal ein völlig neuer Ansatz. Vielen Dank dafür.
    LG Marc