BackupBuddy: Die richtigen Einstellungen

Kürzlich hatte Martin in den Kommentaren nach den wichtigsten Einstellungen zu BackupBuddy gefragt.

Da ich passenderweise ohnehin gerade ein kleines Problem mit BackupBuddy oder vielmehr meinem Hoster, All-Inkl, und BackupBuddy hatte, passt es gut, dass ich in diesem Artikel Martins Frage beantworten und das Problem schildern kann.

BackupBuddy: Die Einstellungen

An dieser Stelle möchte ich nicht weiter darauf eingehen, was BackupBuddy überhaupt ist und kann. Das hatte ich an anderer Stelle schon getan. Hier konzentrieren wir uns also wirklich nur auf die Einstellungen.

Hier mal ein Screenshot meiner Einstellungen hier auf GeldSchritte.de:

BackupBuddy: Die wichtigsten Einstellungen

  1. Hier sollte deine E-Mail-Adresse hin, sofern du bei Backups nach Zeitplan (siehe unten) per Mail benachrichtigt werden willst.
  2. Sollte auch klar sein: Ein Passwort, das z.B. sicherstellt, dass wirklich nur du auf deinem Webspace später Backups installieren kannst.
  3. Bei diesen Einstellungen hilft es, wenn man mal mit der Maus über die kleinen Fragezeichen fährt. Dort steht ein kleiner Erklärungstext dazu, was die jeweilige Funktion macht oder bedeutet. So wie dargestellt, ist es bei mir eingestellt. Insbesondere die Funktion „Enable backing up all tables in your database (not just WordPress‘)“ (also dass alle Tabellen in der Datenbank, nicht nur die WordPress-Tabellen gesichert werden), ist interessant, wenn man wirklich vollständige Backups will.
  4. Hier habe ich nichts geändert und insbesondere bei „Alternative Zip System“ sollte man normalerweise (siehe unten) auch nichts ändern.

Ganz unten kann man dann noch einzelne Ordner des Webspaces von der Sicherung ausschließen. Da ich aber vollständige Backups möchte (samt aller Ordner, nicht nur der WordPress-Ordner), habe ich hier nichts geändert.

Das war’s. Von den Einstellungen her also keine große Sache.

BackupBuddy: Zeitplan

Interessant und praktisch wird die Nutzung des BackupBuddys freilich erst, wenn man einen automatisierten Zeitplan aufstellt, nach dem das Plugin die Backups automatisch und ohne weiteres Zutun durchführen soll.

Um einen neuen Zeitpunkt für die Erstellung eines Backups einzurichten, geht man einfach auf „Zeitplan“ im BackupBuddy-Plugin.

Hier mal ein Screenshot meiner Zeitpläne:

BackupBuddy Zeitplan

Du siehst, dass ich einmal ein reines Datenbanken-Backup eingerichtet habe, das täglich durchgeführt wird und einmal ein vollständiges Backup mit sämtlichen Ordnern, das einmal monatlich durchgeführt wird.

Ganz unten könnte ich jetzt noch neue Backups planen. 

Dazu einfach einen Namen vergeben (so dass du nachher weißt, welches Backup hier angelegt wurde), den Typ auswählen (Datenbank-Backup oder vollständig), das Intervall festlegen und den Termin für das erste (und danach automatisch im jeweiligen Intervall folgende) Backup angeben – fertig!

Dadurch, dass ich meine E-Mail-Adresse bei „Empfänger bei Backup nach Zeitplan“ hinterlegt habe (siehe oben, Screenshot), erhalte ich eine Mail mit einem Hinweis, wenn ein neues Update vorliegt. Ich gehe dann in mein WordPress-Dashboard zu BackupBuddy und lade mir das Backup herunter auf meinen Rechner. Aber natürlich könnte man das auch irgendwo auf dem FTP-Server speichern oder gar zu einem Amazon S3 Account schicken lassen…

Konflikt-Potential: BackupBuddy & All-Inkl

Wie einleitend erwähnt, „verstehen“ sich BackupBuddy und All-Inkl leider nicht wirklich.

Von Anfang an gab es Probleme, die auf Sicherheitseinstellungen von All-Inkl beruhen. An sich natürlich eine tolle Sache, diese hochgehaltene Sicherheit, aber auf der anderen Seite auch sehr nervig, wenn die korrekte Funktion einiger Plugins davon betroffen ist (BackupBuddy ist nicht das erste, wo mir „Reibereien“ aufgefallen sind).

So unterstützt All-Inkl standardmäßig auf Shared-Servern die ZIP-Funktion nicht, die das Plugin eigentlich nutzt, um Backups herzustellen. Backups werden folglich bei All-Inkl nur im sogenannten Kompatibilitätsmodus ausgeführt. Sie funktionieren somit trotzdem, aber nicht, wie von den BackupBuddy-Programmieren ursprünglich gedacht…

Die Krönung folgte jetzt aber, als der Zeitplan ein automatisiertes vollständiges Backup vorsah:

BackupBuddy & All-Inkl: Das geht nicht gut...

Fataler Fehler.

Nach einigen Recherchen und Änderungen an den Plugin-Einstellungen, habe ich mich schließlich an den All-Inkl-Support gewandt. In gewohnter schneller und freundlicher Weise kam auch eine Reaktion.

Man sagte mir, dass die Backup-Datei (im Zip-Format) zu groß sei, die das Plugin zu erstellen versuchte und das der Vorgang der Erstellung automatisch und aus Sicherheitsgründen nach einer gewissen Zeit abgebrochen würde. Auf einem Shared-Server sei es auch nicht möglich da etwas zu ändern; ich müsste da schon upgraden auf einen Managed Server (ab 99,- Euro/Monat), wenn ich die volle Flexibilität haben möchte und das Script ausgeführt werden soll.

Im Managed-Server würde wohl auch die Fehlermeldung wegen des Kompatibilitätsmodus verschwinden, aber 99,- Euro pro Monat werde ich (noch) ganz sicher nicht in mein Hosting investieren!

Ich vermutete, dass die Größe der zu sichernden Datei an einigen alten Videos (die ich nicht mehr brauche und verwende) auf dem Server und vor allem an dem Headway- und share*it!-Kurs liegen würden. Die Videos beider Kurse liegen im Easy Video Player Verzeichnis, das mit gesichert wird bei einem vollständigen Backup.

Aber selbst, wenn ich das gesamte Verzeichnis des EVP ausschließe vom Backup, funktioniert es nicht mehr. GeldSchritte (und alles drum und dran) ist einfach zu groß geworden mittlerweile…

Und es kann ja nicht sein, dass ein Projekt ab einer gewissen Größe dann nicht mehr mit BackupBuddy bei All-Inkl gesichert werden kann – unabhängig von dem konkreten Fall GeldSchritte.de!

Auch ein Umstellen auf das “Alternative Zip System” (siehe oben) brachte keine Abhilfe.

Die Lösung also?

Tja, an sich nur ein Wechsel des Webspace-Hosters, denn diese vollständigen Backups möchte ich schon gerne weiterhin haben (und zusätzlich „mal eben“ mit BackupBuddy meine Projekte „klonen“ können).

Oder welche Lösung siehst du?

Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.
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Gordon Kuckluck

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7 Comments

  • martin

    4. Mai 2012

    Hi Gordon,
    danke für den guten Artikel. Manchmal sind es halt Kleinigkeiten die weiter helfen. Viel Erfolg weiterhin.

  • Thoams

    6. Mai 2012

    Hallo Gordon!

    Was ist wenn du die Videos der Kurse zu Vimeo auslagerst?

    lG Thomas

    • Gordon Kuckluck

      7. Mai 2012

      Hallo Thomas,

      hatte ja geschrieben, dass ich den kompletten EVP-Ordner mal nicht mit gesichert habe – trotzdem das gleiche Problem.

      Genaueres konnte All-Inkl mir ja auch nicht sagen. Ich weiß daher nicht woran es liegt.

      Aber wie auch immer, mittlerweile bin ich (wieder) bei HostGator 🙂
      Das cPanel kann man da ja auch auf deutsch stellen und dass die Anmeldung und so englisch ist, stört mich nicht weiter.

      Und der Umzug klappte doch recht gut oder hast Du was bemerkt 😉 😀

      Liebe Grüße
      Gordon

  • Wolfgang

    31. Januar 2013

    Hallo,

    bei funktioniert die Migration nicht. Wenn ich importbuddy.php aufrufe, erhalte ich folgende Fehlermeldung:

    Error #224834. This directory is not write enabled. Please verify write permissions to continue.

    Welche Einstellung ist zu ändern? Ich habe es bisjetzt noch nicht geschafft!

    Mit bestem Dank im Voraus
    Wolfgang

    • Gordon Kuckluck

      31. Januar 2013

      Hallo Wolfgang,

      „This directory is not write enabled“ -> d.h. hier liegt ein Problem vor, dass Sie mit einem FTP-Programm beheben können. Sie müssen den Ordner mit den nötigen Schreib- und Zugriffsrechten versehen (CHMOD 777). Googlen Sie sonst einfach mal danach oder fragen Sie Ihren Hoster, wie Sie das machen oder ob die Ihnen das direkt machen können.

      Herzliche Grüße
      Gordon Kuckluck

      • Wolfgang

        31. Januar 2013

        Hallo Gordon,

        ich meine hier das Root-Verzeichnis. CHMOD 777 hat leider auch nichts gebracht und von meinem Hoster habe ich bis jetzt noch keine Antwort erhalten. Danke auf alle Fälle und melde mich wieder wenn ich dieses Problem gelöst habe.

        LG

        wolfgang