Bin ich als nebenberuflicher Blogger Unternehmer?

Ich hatte mich kürzlich bei meinen Recherchen zu möglichen Blog-Artikeln gefragt, ob man eigentlich als Blogger, der Werbung auf seinem Blog schaltet (also letztlich als Affiliate tätig ist), eigentlich bereits selbständig sein muss, sprich eine Gewerbeanmeldung braucht.

Immerhin hat man ja eine deutliche „Gewinnerzielungsabsicht“, oder?

Wie passend, dass wenige Tage später die Anfrage zu einem entsprechenden Gast-Artikel in meinem E-Mail-Postfach lag 😉

 

— Gast-Artikel von Frank Elsenbruch —

Blogger können zwar Gewerbetreibende sein, wenn sie beispielsweise als Affiliates ihre Texte selbst schreiben, aber auch in die Webpromotion investieren. Ansonsten dürfte das Gewerbeamt sie eher den freien Berufen zuordnen, was bedeutet, dass sie keinen Gewerbeschein beantragen müssen und erfreulicherweise auch keine Gewerbesteuer zahlen. Der Unterschied ist im deutschen Recht durch die Art des Berufes definiert.

Gewerbetreibender und Freiberufler

Zu den freien Berufen werden künstlerische, wissenschaftliche, schriftstellerische, unterrichtende oder ähnliche Tätigkeiten gezählt, die eine besondere Qualifikation und/oder Begabung erfordern.

Der fachliche Unterschied zum Gewerbetreibenden ist mindestens so bedeutsam wie derjenige hinsichtlich der erzielten Umsätze und des darauf entfallenden Kostenanteils. Denn den Gewerbeberufen ist gemeinsam, dass in der Regel ein hoher Kostensockel innerhalb des erzielten Umsatzes entsteht, sodass die Gewinnspanne gewöhnlich bei nur 15 bis maximal 30 Prozent des Umsatzes liegt.

Bei freien Berufen ist es meist, aber nicht ausschließlich, umgekehrt. Die Kosten sind relativ niedrig (10 bis 20 Prozent oder noch weniger), die Umsätze sind zwar vielfach geringer als bei Gewerbetreibenden, der prozentuale Gewinnanteil liegt jedoch viel höher.

Dennoch gibt es Ausnahmen, zum Beispiel niedergelassene Ärzte, Rechtsanwälte und Steuerberater, die eine Praxis einrichten und dabei auch sehr hohe Kosten tragen. Diese werden dennoch zu den freien Berufen gezählt. Das Gewerbeamt legt die Art der Berufsausübung für die Einordnung zugrunde.

Reine Blogger dürften daher nicht zu den freien Berufen gezählt werden. Sollten sie Geld durch das Bloggen verdienen, muss dies auf jeden Fall versteuert werden.

Gewinnerzielungsabsicht versus Liebhaberei

Dieser Punkt wird bei Gewerbetreibenden und Freiberuflern gleichermaßen diskutiert, wenn sie einen Beruf ausüben und Umsätze, aber keine Gewinne erzielen. Gleichzeitig lässt die Art der Berufsausübung auf Liebhaberei schließen. Das wird gern im künstlerischen Bereich vermutet, aber es gibt auch ganz andere Fachgebiete.

So wurden in den späten 1990er Jahren den Investoren in ostdeutsche, denkmalgeschützte Immobilien ihre Verluste nicht mehr anerkannt, die Finanzämter interpretierten stattdessen Liebhaberei und forderten geltend gemachte Verlustvorträge zurück. Dies geschieht im Grunde bei jedem Gewerbe, dass über fünf Jahre Verluste vorträgt.

Das Finanzamt finanziert weder Hobbys noch Verlust bringende Geschäfte gleich welcher Art.

Bei Bloggern dürfte die Gefahr recht gering sein, es sind hier kaum Verluste zu erwirtschaften.

Bei Affiliates könnte das schon eher geschehen, wenn sie beispielsweise in Webseiten, Hosting und auch in Suchmaschinenwerbung investieren und dabei kein Gewinn entsteht.

Die Abrechnung von Umsätzen und Gewinnen

Wer mit einer freiberuflichen oder gewerblichen Tätigkeit weniger als 17.500 Euro pro Jahr an Umsatz erzielt, kann für sich die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG in Anspruch nehmen und erhält dann keine Umsatzsteuer von seinen Auftraggebern, kann aber auch die Umsatzsteuer innerhalb seiner Rechnungen nicht zum Vorsteuerabzug bringen.

Das spielt im Grunde finanziell nur eine sehr geringe Rolle, da die Rechnungen, die ein Blogger geltend machen kann, aus der Internet-Flatrate, gegebenenfalls einem Arbeitszimmer und sehr gelegentlich der Anschaffung eines neuen Computers bestehen.

Wenn die Umsätze in einem Jahr 17.500 Euro übersteigen, muss im nächsten Jahr auf jeden Fall Umsatzsteuer gezahlt werden, Auftraggeber sind darüber zu informieren.

Für die Abrechnung gegenüber dem Finanzamt dürfte eine einfache Einnahmen-/Überschussrechnung genügen, erst ab 500.000 Euro Jahresumsatz und/oder 50.000 Euro Gewinn entsteht die Bilanzierungspflicht.

Selbst auf die Buchführung könnte unter Umständen verzichtet werden, allerdings ist davon abzuraten. Es werden ohnehin die Rechnungen für eine saubere Abrechnung beim Finanzamt benötigt. Für diese Buchführung gibt es preiswerte Buchhaltungsprogramme, die sogar die Mehrwertsteuer – 7 oder 19 Prozent – gesondert erfassen und den zu entrichtenden Mehrwertsteuersatz berechnen. Auch die Einkommenssteuer kann ausgerechnet werden.

Verdienstmöglichkeiten für Blogger

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, als Blogger Geld zu verdienen.

Zum einen gibt es viele Unternehmen, die Texte für ihre Produkte und Dienstleistungen benötigen. Auch Vereine, Behörden, Literatur- und Politikblogs, Kultur- und Kunstblogs oder Blogs um Themen wie Gesundheit, Wellness, Mode, Musik, Malerei und diverse andere Themen suchen ständig Texte.

Diese werden auch bei Textagenturen in Auftrag gegeben, hier finden interessierte Blogger täglich rund 3.000 bis 4.000 Textanforderungen vor, unter denen sie wählen können.

Zum anderen kann ein Blogger selbst als Affiliate tätig werden und auf eigene Rechnung Produkte promoten, er kann auch ein oder mehrere Blogs ganz nach eigenem Gusto betreiben und die Blogs – zum Beispiel über Google AdSense – monetarisieren.

Hier hängt es sehr stark von der Thematik ab, ob damit Erfolge zu erzielen sind. Zudem muss dann auch das eigene Blog promotet werden, was SEO-Kenntnisse erfordert.

Frank Elsenbruch

Frank Elsenbruch arbeitet für die Scopevisio AG im Bereich Online-Marketing und beschäftigt sich mit den Themen Marketing und Online-Unternehmenssoftware für Gründer und Freiberufler. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge zu diesen Themen.

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Frank Elsenbruch

Frank Elsenbruch arbeitet für die Scopevisio AG im Bereich Online-Marketing und beschäftigt sich mit den Themen Marketing und Online-Unternehmenssoftware für Gründer und Freiberufler. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge zu diesen Themen.

10 Comments

  • Peter

    14. März 2012

    Wichtig wäre aber zu sagen sobald ein Blogger die Absicht hat eigene Einnahmen zu erzielen dies beim FA gemeldet werden muss. Hierbei zählt nicht ob überhaupt Einnahmen erzielt werden, sondern alleine die Absicht. Selbst beim Einbau von AdSense besteht diese Pflicht!

    Entweder es wird ein Gewerbe angemeldet(bei Stadt oder Gemeinde) und diese unterrichtet automatisch den FA oder eine freiberufliche wird formlos beim FA gemeldet.

    Auch besteht dann ein Impressumspflicht. Und noch ein Tipp von mir. Besorgt euch ein 2 Konto über den ihr alle Ausgaben/Einnahmen laufen lässt. Somit habt ihr es einfacher beim FA. So ein Konto kann auch bei eine reine Internet Bank sein und somit meist auch kostenlos geführt werden.

  • Daniel

    14. März 2012

    Hey Gordon,

    danke für die Infos. Sehr guter Artikel, gerade am Anfang stellt sich oft die Frage welche Geschäftsform vonnöten ist und wie das alles denn funktioniert.

    Liebe Grüße
    Daniel

  • Sascha

    15. März 2012

    Der Unterschied bei Gewerbetreibenden und Freiberuflern zum Verhältnis der Kosten-/Umsatzanteile ist interessant…

    Zur Liebhaberei… Es gibt Bereiche, in denen das Finanzamt grundsätzlich Liebhaberei vermutet. Hier sprechen meist mehrere Indizien dafür, wie die Ausübung eines Hobbies, die Verrechnung der erzielten Verluste mit anderen Einkommensarten, etc. – Es kommt aber auf die Gewinnerzielungsabsicht an und das ich glaubhaft machen kann, dass ich mit meiner unternehmerischen Tätigkeit langfristig Gewinne erzielen werde. Einfach so kann das Finanzamt nicht auf Liebhaberei entscheiden.

    Zur Abrechnung von Umsätzen und Gewinnen… Ja, in der Regel reicht für die Gewinnermittlung eine einfache EÜ-Rechnung. Aber wenn schon dieser Hinweis gegeben wird, wie passt dann der nachfolgende Satz „Selbst auf die Buchführung könnte unter Umständen verzichtet werden, allerdings ist davon abzuraten.“ hier rein?! Wenn ich Bücher führe, was mit Buchführung im eigentlichen Sinne gemeint ist, und auch, wenn ich dies freiwillig mache, dann kann ich von der EÜ-Rechnung nicht mehr Gebrauch machen.

  • Dr. HJ Karg

    17. März 2012

    Hallo Gordon,

    ein interessantes Thema, das aber bei diesem Gastartikel doch noch einige Frage aufwirft:

    Wieso der Autor zum Schluss kommt, Bloggen sei – durch den Einbau von Adsense oder Bewerbung von Affiliates ist ja die Gewinnerzielungsabsicht gegeben – eine freiberufliche Tätigkeit, ist für mich nicht nachvollziehbar:

    Unter freiberufliche Tätigkeiten werden gem § 18 EStG selbständig ausgeübte wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende, erzieherische oder sehr ähnlich gelagerte Tätigkeiten gezählt, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Und sie müssen noch folgende Merkmale ausweisen: Voraussetzung für die Zuordnung zu einem freien Beruf weiter eine besondere beruflicher Qualifikation oder schöpferischer Begabung. – Und hieran dürfte es bei der Mehrheit der Blogger mangeln, denn hier werden von der Finanzverwaltung sehr enge Grenzen gesetzt. Bloggen dürfte somit im Regelfall als gewerbliche Tätigkeit anzusehen sein, so auch die überwiegende Rechtsprechung.

    Missverständlich sind auch die Ausführungen zur Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG:

    Wer zur Kleinunternehmerregelung optiert, also weniger als 17.500 Euro pro Jahr an Umsatz (!), also nicht Gewinn, erzielt, kann diese Vereinfachung nutzen: Keine Umsatzsteuer ausweisen, keine Vorsteuer im Gegenzug absetzen.

    Problematisch ist der Fall, wenn im laufenden Jahr der Umsatz die magische Grenze von 17.500 Euro übersteigt, denn dann fällt das Kleinunternehmerprivileg bereits für dieses laufende Jahr von Anfang an weg, mit der Konsequenz, dass für alle Umsätze des laufenden Jahres nachträglich die volle gesetzliche Umsatzsteuer abzuführen ist, und nicht erst – wie der Gastautor schreibt, ab dem darauffolgenden Jahr! Hier kam bei vielen Kollegen schon ein böses Erwachen, denn mit dem Überschreiten der Grenze war dann doch schnell ein großer Batzen Geld fällig, der so meist nicht einkalkuliert wurde…

    Irreleitend ist auch der Hinweis auf den möglichen Verzicht auf eine Buchführung: Wahrscheinlich meint der Gastautor hier die sog. „doppelte Buchführung“, auf die – wenn vorhanden – nicht „vielleicht“ verzichtet werden kann, denn da gibt es genaue Gesetzesvorgaben. Für Blogger reicht in der Regel völlig, wenn für die Gewinnermittlung eine einfache Einnahme/Überschussrechnung erstellt wird…

    …meint Dr. HJ Karg

    • Gordon Kuckluck

      19. März 2012

      Vielen Dank für diese Ergänzungen!

      Ich habe den Gastautor mal per Mail angeschrieben und gebeten hier vorbeizuschauen und Stellung zu beziehen.

      Ich denke, es ist am besten, wenn er selbst etwas dazu sagt, statt ich.

      Beste Grüße
      Gordon

  • Frank Elsenbruch

    19. März 2012

    An erster Stelle einmal Dank für das Feedback zu diesem Artikel.

    Zu der Aussage „Selbst auf die Buchführung könnte unter Umständen verzichtet werden, allerdings ist davon abzuraten.“ ist gemeint, dass auf die doppelte Buchführung im klassischen Sinne verzichtet werden kann, wenn man in die Kleinunternehmerregelung fällt. Jedoch sollte jeder, der als Blogger sein Geld verdient (also eine Gewinnerzielungsabsicht hat) seine Einnahmen und Ausgaben aufzeichnen und auch alle relevanten Rechnungen aufbewahren, um diese dem Finanzamt am Jahresende zu melden.

    Zur Kleinunternehmerregelung § 19 UStG:

    Szenario 1: Der Unternehmer erzielt in jedem Jahr weniger als 17.500 € Umsatz, dann gilt die Kleinunternehmerregelung. Eine Meldung an das Finanzamt mit der „Anlage EÜR – Einnahme-Überschuss-Rechnung“ reicht hier aus. Anleitungen, wie man das Formblatt ausfüllt, haben die zuständigen Finanzämter.

    Szenario 2: Wenn der Unternehmer im vergangenen Jahr weniger als 17.500 € Umsatz erzielt hat, kann er für das darauf folgende Jahr die Kleinunternehmerregelung nochmals anwenden, wenn der Umsatz des kommenden Jahres 50.000 € nicht übersteigen wird. Wird die Grenze überschritten, muss für das gesamte Jahr Umsatzsteuer gezahlt werden. Es ist daher wichtig einzuschätzen, ob im kommenden Jahr weniger als 50.000 € Umsatz erzielt wird.

    Wichtig ist für die Anwendung der Kleinunternehmerregelung immer: Rechnungen dürfen nur ohne Umsatzsteuer ausgewiesen werden. Zusätzlich muss ein Hinweis zur Kleinunternehmerregelung gem. § 19 UStG auf allen ausgestellten Rechnungen vermerkt werde. Wird auch nur in einem Fall davon abgewichen und die Umsatzsteuer ausgewiesen, kann die Kleinunternehmerregelung keine Anwendung mehr finden. Und dann kann es teuer werden.

    Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung:

    Jeder Unternehmer kann auf die Anwendung der Kleinunternehmerregelung ggü. dem Finanzamt verzichten. Im allgemeinen wird das zu Anfang der Selbstständigkeit dem Finanzamt mitgeteilt. Er ist dann aber 5 Jahre an diese Erklärung gebunden. Die Regelung kann mit Beginn eines jeden Kalenderjahres widerrufen werden.

    Die Ausführungen zur Kleinunternehmerregelung gem. § 19 UStG sind hier nochmals angeführt: http://www.steuerberaten.de/tag/kleinunternehmerregelung/

    Zum Schluss möchte ich nochmal festhalten. Wer sich nicht sicher ist, ob eine unternehmerische Tätigkeit als Blogger vorliegt oder nicht, sollte das zuständige Finanzamt, die Gründungsberatung der IHK oder einen Steuerberaten zur Klärung der Frage(n) hinzuziehen.

    Grüße
    Frank

  • Peter

    20. März 2012

    Laut eigene gezielte Nachfrage beim Finanzamt (diese sind auch bei Frage durchaus behilflich) kam die Aussage das es als Blogger wohl nur in die seltenes Fällen dazu kommen würde, das eine freiberufliche Tätigkeit akzeptiert wird.

    Begründung wie bei Dr. HJ Karg schon ausgeführt.

    • Gordon Kuckluck

      20. März 2012

      Anmerkung von mir:
      Der vorletzte Satz „Reine Blogger dürften daher zu den freien Berufen gezählt werden.“ im Abschnitt „Gewerbetreibender und Freiberufler“ wurde auf Wunsch des Gastautors in „Reine Blogger dürften daher nicht zu den freien Berufen gezählt werden.“ geändert, um weiteren Missverständnissen vorzubeugen.

  • Dr. HJ Karg

    20. März 2012

    @ Herrn Elsenbruch

    Es ist doch recht einfach:

    Werden in einem Blog Adsense oder Affiliate-Links eingebaut, liegt generell eine nicht zu verleugnende Gewinnerzielungsabsicht vor mit der Massgabe, dass auch unverzüglich ein Gewerbe angemeldet werden muss… (es gibt nur minimale Ausnahmen bei den sog. „höherwertigen“ Berufen, die zur engen Kategorie der Freiberufler gezählt werden)

    Wirklich kein anerkanntes und auch bislang noch nie von der Finanzverwaltung angewandtes Kriterium zur Unterscheidung ob „freiberuflich oder nicht“ ist der von Ihnen angeführte „fachliche Unterschied zum Gewerbetreibenden … mindestens so bedeutsam wie derjenige hinsichtlich der erzielten Umsätze und des darauf entfallenden Kostenanteils. Denn den Gewerbeberufen ist gemeinsam, dass in der Regel ein hoher Kostensockel innerhalb des erzielten Umsatzes entsteht, sodass die Gewinnspanne gewöhnlich bei nur 15 bis maximal 30 Prozent des Umsatzes liegt.“

    Das mag zwar schön und vielleicht auch interessant sein, wird aber bei einer steuerrechtlichen Unterscheidung zwischen „Freiberufler und Gewerbetreibendem“ grundsätzlich nicht herangezogen, denn hier gelten die engen gesetzlichen Vorgaben und nach denen ist ein Blogger mit „eingebauter Werbung“ nun mal – mit wirklich minimalen Ausnahmen – gewerblich tätig…

    Grüsse Dr. HJ Karg