BackupBuddy: Vollständige Backups und Duplikate von WordPress-Blogs

Wenn man ein WordPress-Blog betreibt und auch regelmäßig mit Inhalten füttert, dann muss man sich früher oder später über Sicherungen der eigenen Inhalte machen.

Für solche Backups gibt es verschiedene Möglichkeiten, angefangen von der regelmäßigen händischen Sicherung mittels FTP-Download aller Dateien der Domain und dem Exportieren der zugehörigen Datenbank mittels phpMyAdmin über diverse WordPress-Plugins bis hin zu externen Tools und Softwares, die die Backups für einen übernehmen.

Vor- und Nachteile der verschiedenen Backup-Alternativen

1. Möglichkeit: Manuelle Backups

Die erste Möglichkeit scheidet ziemlich schnell aus. Für kleine Blogs und Projekte oder solche, die nicht regelmäßig mit neuen Inhalten versorgt werden, mag das noch möglich sein. Aber selbst da wird es schwierig, wenn man mehr als ein Projekt betreibt. 

Denn der Zeitaufwand ist enorm.

Auf der anderen Seite ist das Erstellen manueller Backups jedoch auch so ziemlich die sicherste Variante 🙂

2. Möglichkeit: WordPress-Plugins

Das Problem bei vielen WordPress-Plugins (insbesondere kostenlosen Backup-Plugins) ist, dass die Sicherungen, die hier erstellt werden oft nicht vollständig sind. Das Problem ist nämlich häufig die vom Webhoster zur Verfügung gestellte Ausführungszeit von Skripten. Braucht das Backup-Plugin länger (bei größeren Datenmengen) als vom Server zur Verfügung gestellt, dann wird das Skript automatisch abgebrochen. Das Backup ist dann unvollständig und unbrauchbar – was man leider oft erst merkt, wenn man es dann mal bräuchte…

Hier muss man also wählerisch sein und sich vorab informieren, wie ein Backup-Plugin genau funktioniert und wie es reagiert, wenn die Ausführungszeit überschritten wird. Dieses Problem besteht sehr häufig aber eben mehr auf Seiten des Hosters, als auf Seiten des Plugins selbst und ist meist ein Problem auf Shared Servern (also Servern, auf denen man sich seinen Webspace mit noch weiteren Kunden des Hosters teilt).

Ein Problem bei den Plugins selbst ist aber häufig auch, dass – selbst wenn es mit der Ausführungszeit hinhaut – die Backups unvollständig sind. Zum Beispiel sichern einige Plugins wirklich nur die WordPress-Dateien, nicht die Einstellungen oder Dateien der Themes, Plugins, Widgets und so weiter. Wenn es dann wirklich mal hart auf hart kommt und man wirklich ein vollständiges Backup braucht, steht man dann auch da…

Oder was ist mit dem Speicherort der Backups? Speichert das Plugin die Backups nur online in einem bestimmten Ordner auf dem Server, dann nutzt einem das bei einem völligen Server-Crash auch nichts, da man nicht mehr an die Dateien herankommt.

Auch hier gilt es also, sich vorher ausgiebig zu informieren.

3. Möglichkeit: Externe Tools & Software

Ein externes Tool ist beispielsweise der MySQLDumper. Der MYSQLDumper ist eine mächtige Backup-Lösung, mit der man Ausführungszeit-Probleme umgehen kann, sich Backups automatisch per E-Mail zuschicken lassen kann (für die lokale Sicherung des Backups) und auch wirklich vollständige Backups der gesamten Datenbank bekommt.

Der Nachteil beim MySQLDumper ist, dass er schon deutlich aufwendiger zu konfigurieren ist und durchaus ein gewisses technisches Know-How erfordert. Für die regelmäßige Ausführung gilt es beispielsweise Cronjobs zu nutzen. Wenn man sich damit nicht auskennt – das erfordert schon Zeit dann alles einzurichten.

Erschwerend kommen einige Besonderheiten im Zusammenhang mit All-Inkl (also manchen Hostern) hinzu. Ich bin bei All-Inkl und habe einige Zeit den MySQLDumper genutzt. Doch bis für neue Projekte alles richtig konfiguriert war, vergingen (auch nach ein wenig „Übung“) durchaus schon mal so 2, 3 Stunden. Das war einfach ätzend und alles andere als optimal.

Meine neue Lösung: BackupBuddy

Die Macher des von mir eingesetzten Headway-Themes haben schon hier und da mal auf das WordPress-Plugin „BackupBuddy“ hingewiesen. Allerdings hatte ich mich nie sonderlich dafür interessiert.

Als neulich eine Mail von Headway kam, in der ein Rabatt zum Erwerb von BackupBuddy angeboten wurde, dachte ich, dass ich mir das nun doch mal genauer ansehen müsste.

Ich bin froh, dass ich es getan habe! 😀

Moment mal: BackupBuddy ist doch auch ein Plugin?! Was soll hier besser sein?!

Stimmt. Auch BackupBuddy kann die Probleme bei Shared Servern natürlich nicht umgehen. Wenn also riesige Datenmengen vorliegen sollten (in der Regel erst bei über 1GB ungefähr), dann kann es auch bei BackupBuddy zu Timeouts kommen (also den erwähnten Zeitüberschreitungen beim Ausführen des Skripts). Hier hilft nur: Ein Umzug auf einen eigenen Server (weg vom Shared Server) oder aber eventuell eine Absprache mit dem Hoster die Ausführungszeit zu erhöhen.

Das Tolle an BackupBuddy für kleine und mittlere Blogs ist aber:

  • BackupBuddy erstelle wirklich vollständige Backups – auf Wunsch mit allen Dateien der Domain, mit der vollständigen Datenbank und somit auch mit allen Einstellungen (zu Plugins, Themes, Widgets…)
  • BackupBuddy erstellt die Backups auf Wunsch nach einem Zeitplan, das heißt regelmäßig zu festgelegten Zeiten (und wesentlich einfacher einzustellen, als ein Cronjob, wenn man sich nicht auskennt)
  • BackupBuddy speichert die Backups wo immer man will: Auf dem Server, irgendwo via FTP oder er verschickt das Backup auch per E-Mail (Achtung bei großen Dateien!). Ich habe es derzeit (wegen der Dateigröße) so eingestellt, dass ich eine Nachricht per Mail bekomme, wenn ein neues Backup erfolgreich erstellt wurde. Dann gehe ich nur noch in den WordPress-Adminbereich und lade das Backup manuell herunter.
  • BackupBuddy ist – auch wenn die Webseite englisch ist – auf deutschen WordPress-Blogs komplett in deutsch!
  • Wenn man viele Blogs immer nach dem gleichen Schema installiert, dann kann man mit BackupBuddy ein vollständiges Backup eines solchen Blogs erstellen und dieses dann auf neuen Domains ganz leicht aufspielen – komplett eingerichtet und fertig konfiguriert (mit Theme, Plugins, Widgets und allem drum und dran!)

Ich denke BackupBuddy ist extrem interessant, gerade für viele nicht so technisch versierte Nutzer oder auch für solche wie mich, die einfach keine Lust haben ein Tool wie den MySQLDumper zu konfigurieren.

Was kostet BackupBuddy?

Das Plugin kostet für zwei Seiten 75$, für bis zu 10 Seiten 100$ und für eine unlimitierte Anzahl Seiten 150$. Für diese Beträge hat man dann für ein Jahr Updates und Support inklusive.

Hier kannst du BackupBuddy kaufen.

Eine Anmerkung aber noch zu All-Inkl und BackupBuddy:
Bei All-Inkl kann BackupBuddy keine ZIP-Funktion auf einem Shared Server wie meinem nutzen. Dadurch wird (bei größeren Backups) die Durchführung eines Backups unter Umständen etwas verzögert. Mehr aber auch nicht. BackupBuddy erstellt bei mir also auch ohne diese ZIP-Funktion artig vernünftige Backups.

Wenn du wissen möchtest, ob auf deinem Server BackupBuddy laufen würde, dann nutze das kostenlose Plugin „ServerBuddy“, das das für dich überprüft. 

Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.
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Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.

2 Comments

  • Melinda

    25. Oktober 2011

    Ein Backup ist immer wichtig bei einem Blog! Es kann immer mal etwas passieren…

    Ich mache die Backups direkt im Host, dann mit einem Plugin (automatisch) und einmal in der Woche ein komplettes Backup manuell.

    Sicher ist Sicher…wenn mal was passiert und man hat nicht vorgesorgt, ist die ganze Arbeit hin…

    LG, Meli