Online-Handel in Europa – Einkauf und Verkauf in allen Mitgliedsstaaten der EU

Beginnend mit der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft im Jahr 1968, wurde sukzessive unter Abschaffung von Zollschranken, Einfuhrsteuern und anderen Barrieren, ein florierender, unproblematischer und leistungsfähiger Binnenmarkt in Europa geschaffen. Zusätzlich unterstützt wurde er dabei durch gemeinsame Regelungen, Bestimmungen und einer allgemeinen Harmonisierung von den politischen Organen der EU.

Dennoch herrscht gerade unter Online-Händlern noch immer eine gewisse Zurückhaltung, was den internationalen Ein- und Verkauf innerhalb der EU betrifft. Im Jahr 2009 waren einer Studie der EU Kommission zufolge mehr als 60 Prozent der Online-Verkäufer nicht bereit, ihre Produkte auch ins Ausland zu versenden. Obwohl gerade die Online-Händler für gewöhnlich empfänglich sind für neue Märkte, Techniken und Strategien, herrschen in Bezug auf den EU Binnenhandel Barrieren, Hürden und Problemstellungen.

Teilweise liegen diese einfach nur in den Köpfen der Marktteilnehmer (durch falsche oder veraltete Vorstellungen), teilweise erfordern diese Barrieren aber auch markt- und praxisgerechte Lösungen, die von den Händlern derzeit nur sehr verhalten umgesetzt werden.

Die Vorteile des Online-Handels in Europa

Stellen wir uns nur einmal die Dimensionen vor: In den 27 EU Mitgliedsstaaten leben derzeit mehr als 500 Millionen Menschen. Das sind mehr als sechs Mal so viele, wie in Deutschland! Und damit bedeutet die Ausweitung auf den europäischen Markt auch eine Ausweitung des potentiellen Kundenstamms um das Sechsfache!

Zieht man dann noch ins Kalkül, dass auch immer mehr Verbraucher bereit sind a) über das Internet und b) auch aus dem europäischen Ausland einzukaufen, so tun sich hier in der Tat neue Möglichkeiten auf.

Der Bundesverband des Deutschen Versandhandels prognostiziert für das Jahr 2011 erstmals für Deutschland einen Jahresumsatz von mehr als 20 Milliarden Euro bezogen auf den Online-Handel. Im Vergleich mit anderen Distanzkäufen wird der Internethandel erstmals in diesem Jahr einen Anteil von 66 Prozent oder mehr erreichen.

Warum also die große Zurückhaltung im Online-Handel in Europa, was den Ein- und Verkauf von Produkten angeht?

Die größten Hürden

Als die größten Hürden gelten vor allem sprachliche und kulturelle Barrieren. Es herrscht einfach Verunsicherung darüber, wie die Händler mit ihren ausländischen Verbrauchern, Geschäftspartnern und Lieferanten kommunizieren sollen.

Hinzu kommen rechtliche und auch steuerrechtliche Unsicherheiten sowie Bedenken in Bezug auf die Kosten und den Aufwand einer international ausgerichteten Versandlogistik.

Der Europäische Außenhandel wird fast automatisch mit Risiken und Unwägbarkeiten für das eigene Unternehmen in Verbindung gebracht. Besonders gefürchtet sind hohe Transportkosten bei niedrigpreisigen Produkten, die ohnehin schon geringe Gewinne abwerfen. Auch Rücksendungen und die damit verbundenen hohen Kosten sind gefürchtet.

INTERNETHANDEL nimm sich der Problematik ausführlich an

Titelblatt INTERNETHANDEL Ausgabe 94 08-2011In der aktuellen Ausgabe (Nr. 94, 08/2011) hat sich das Online-Magazin INTERNETHANDEL ausgiebig mit dieser Thematik befasst.

Vornehmlich kleine und mittlere Unternehmen sollen dazu ermutigt werden, sich den Herausforderungen des europaweiten Handels zu stellen und die Voraussetzungen für die aktive Teilnahme an interessanten Märkten zu schaffen. Beleuchtet werden die Chancen und Vorteile des internationalen Handels, vorherrschende Barrieren werden betrachtet und bewährte und erprobte Lösungen und Strategien werden vorgestellt. So kann jeder Schritt für Schritt nachverfolgen, wie das eigene Unternehmen fit gemacht werden kann für Europa.

– Um die Transparenz dieses Blogs zu wahren, weise ich darauf hin, dass es sich bei diesem Artikel um eine Auftragsarbeit handelt. –

Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.
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Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.

1 Comment

  • Artur Nietsch

    1. September 2011

    Wenn ich diesen Artikel kommentieren darf: Der Binnenmarkt in Europa ist zwar ein lukrativer Markt, aber eher den „großen“ Unternehmen vorenthalten, die sich auch rechtlich auf den Markt einstellen und absichern können. Kleinunternehmer und Einzelhändler schaffen es selten erfolgreich im Ausland zu handeln. So lange es Brüssel nicht schafft, für alle Handelspartner eine rechtliche Basis für den europaweiten Handel in Sachen: Widerrufsrecht, Datenschutz. Produktangaben etc. aufzustellen, werden Abmahnungen die Regel sein. Kleinunternehmer können sich eine Abmahnung im Inn- und Ausland oftmals nicht leisten und geben schlussendlich auf.