SiN-Blogparade: Getting Things Done

Peer Wandiger von Selbständig-im-Netz veranstaltet gerade eine hoch interessante Blogparade, an der ich mit diesem Artikel auch teilnehmen möchte.

Er stellt unter dem Titel „Getting Things Done“ die Frage, wie man denn so seine vielen täglichen Aufgaben erledigt.

Ich finde es sehr spannend die Vorgehensweisen anderer Blogger und Webbusiness-Betreiber kennenzulernen und möchte daher auch selbst einmal ein wenig beschreiben, wie ich mich organisiere. Dabei werde ich auch noch einmal auf ein paar Tools und Helfer eingehen, von denen ich schon einmal ein paar beschrieben hatte.

Die Planung von Aufgaben

Als ich mich im November 2010 selbständig gemacht habe, war mir ja eigentlich von vornherein klar, dass ich fortan selbst und ständig arbeiten müsste 🙂

Das wollte ich ja auch. Trotzdem ist es nunmal so, dass man als Selbständiger keinen Arbeitgeber hat, der einem sagt, was wann zu machen ist. Man muss schon selbst seinen Arbeitsablauf organisiert kriegen.

Damit tat ich mich anfangs auch etwas schwer, habe aber doch recht schnell „mein System“ gefunden. Das selbständige Arbeiten liegt mir grundsätzlich und ich freue mich, dass ich eben keinen Arbeitgeber habe, sondern mein eigener Chef sein kann. Bis zu einem gewissen Grad allerdings…

Denn auch oder gerade als Selbständiger hat man natürlich immer wieder mit Kunden zu tun und gewissermaßen sind dann die Kunden der eigene Chef. Zumindest kurzzeitig. Denn der Kunde sagt, was er wann haben will – und natürlich ist es das Ziel, sich an solche Vorgaben zu halten.

Das heißt bis zu einem gewissen Grad ergibt sich die Planung von anstehenden Aufgaben im Internet-Diensleistungsbereich von selbst: Nämlich nach dem Terminwunsch des Kunden.

Auf der anderen Seite gibt es aber natürlich auch Aufgaben, die nicht direkt von einem Kunden erteilt werden und dennoch erledigt werden müssen. Dazu gehört auch insbesondere die Betreuung des Blogs hier zum Beispiel.

Wie plane ich hier?

Grundsätzlich habe ich mir angewöhnt eine kleine To-Do-Liste zu führen. Darauf kommen alle interessanten Punkte, die ich irgendwann einmal bearbeiten möchte. Mögliche Blog-Artikel werden genannt und manchmal schreibe ich mir auch schon in etwa dazu, was ich in den Artikel aufnehmen möchte. Manchmal ergänze ich auch gefundenes Recherche-Material.

Auf diese Weise erhalte ich zunächst mal eine Liste von interessanten Themen, so dass ich immer etwas schreiben könnte.

Was genau ich dann tatsächlich schreibe, liegt zum Einen an mir selbst: Womit beschäftige ich mich aktuell gerade? Welches Thema passt zu dem, womit ich mich beschäftige? Womit möchte ich mich vielleicht mal intensiver beschäftigen und welches Thema könnte mich quasi „zwingen“ mich selbst mal damit auseinander zu setzen? Oder was ist gerade besonders aktuell im Netz, welches Thema beschäftigt meine Blog-Leser gerade besonders und welches meiner Themen passt dazu?

Auf diese Weise bekomme ich eine gewisse Priorisierung hin, die ich entweder einfach entsprechend sortiere oder aber direkt mit einem Datum für die Erledigung versehe.

Zukünftig mehr Beachtung möchte ich in diesem Zusammenhang auch den Artikeln schenken, die bereits sehr gut bei meinen Lesern ankommen. Die Themen dieser Artikel möchte ich dann einfach mal etwas intensiver behandeln und in ausführlicheren Artikeln erneut aufgreifen.

Nützliche Tools und Helfer

Tools und Helfer für die eigene ArbeitsorganisationDie wichtigsten Helfer bei der Organisation und Bewältigung meiner täglichen Arbeit, sind allen voran zunächst mal mein Mac und alle seine tollen Programme, die er von Haus aus bereits mitbringt.

So nutze ich intensiv Mail, Safari (cool sind die Reader und die Leselisten-Funktion), Pages und iCal für meine täglichen Aufgaben.

Besonders iCal ist für mich ein wesentliches Hilfsmittel bei der Organisation meiner Arbeit. Dort sammle ich nicht nur wichtige Termine, sondern verwalte auch meine erwähnte To-Do-Liste in Form von „Erinnerungen“ (mit oder ohne Datum und gegebenenfalls auch wirklich mit Erinnerungsfunktion per Mail zum Beispiel).

Ansonsten nutze ich eigentlich nichts besonderes. Für Twitter und Facebook habe ich derzeit jeweils eine App hier auf meinem Mac installiert, mit denen ich eigentlich sehr zufrieden bin und die nicht so „nerven“ wie mein zuvor genutztes Tweetdeck. Sie integrieren sich einfach noch besser ins System.

Die größten Hindernisse…

Für mich gibt und gab es zwei große Hindernisse bei der vernünftigen Bewältigung der täglichen Aufgaben:

  1. Die sozialen Netzwerke, Skype und Mail
    Für gewöhnlich habe ich die erwähnten Programme beziehungsweise Apps dazu immer an – und das lenkt natürlich ab (auch wenn die Ablenkung durch die sozialen Netzwerke nach Nutzung der Apps weniger geworden ist, als zuvor bei Tweetdeck).Warum habe ich sie denn an?

    Wenn ich beispielsweise einen neuen Blog-Artikel veröffentliche, dann möchte ich zeitnah Kommentare und Reaktionen in sozialen Netzwerken sehen. Kommentare muss ich gegebenenfalls sogar erst noch freischalten.

    Und da ich es selbst frustrierend finde, wenn ich morgens einen Kommentar gebe, der aber erst abends freigeschaltet wird (vielleicht mal etwas übertrieben), habe ich meine Tools alle laufen und schalte sie in der Regel nicht ab.

    In letzter Zeit nehme ich mir aber immer größere „Auszeiten“, in denen ich also Mail und Apps abschalte, damit ich mich wirklich voll auf das konzentrieren kann, woran ich gerade arbeite.

  2. Das Heimbüro
    Familie und Büro unter einen Hut zu bekommen, ist – denke ich mal – für alle Selbständigen, die von zu Hause aus arbeiten, eine kleine Kunst. So auch bei mir.Hier wirklich feste Bürozeiten zu entwickeln erfordert Disziplin und gute familiäre Kommunikation.

Ich bin schon gespannt auf all die anderen Beiträge zu dem Thema und auf die Auswertung von Peer. Einige Beiträge hatte ich ja bereits gelesen und fand den „Blick durch die Augen anderer“ unheimlich gewinnbringend und förderlich 🙂

Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.
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Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.

5 Comments

  • Nathanael

    29. Juli 2011

    Hey Gordon, toller Artikel. Ich bin auch gespannt was andere noch dazu schreiben. Vor allem interessieren mich die Tools. Ich bin zwar auch mit einem Mac unterwegs, setze da aber fast komplett auf Google im Moment. Das was die anbieten ist irgendwie nicht zu schlagen und ich habe aus überall von der Welt Zugriff.

    • Gordon Kuckluck

      29. Juli 2011

      Stimmt, an Google und all die Tools habe ich auch schonmal gedacht, aber zum Beispiel in Sachen Kalender oder To-Do-Liste noch nicht näher damit auseinandergesetzt.

      In der Richtung hat Google aber auch was, oder? Mit Erinnerungsfunktion?

      • Nathanael

        29. Juli 2011

        Genau Gordon, im Kalender ist eine Erinnerungsfunktion eingebaut und eine To-Do-Liste ist bei Googlemail dabei, wobei ich diese momentan noch etwas zu wenig nutze, irgendwie ungewohnt, aber habe vor diese nun vermehrt zu nutzen.

        Ich habe mir dafür auch schon überlegt von den ganzen Google Diensten weg (wegen Sicherheit, Datenschutz ect.) hin zu den Mac Programmen welche natürlich auch nicht zu verachten sind. Naja, vorerst bleibe ich bei Google! 🙂

  • Joschka | Internet Marketer

    31. Juli 2011

    super artikel… ja die sozialen netzwerke sind schon ein Zeitfresser. Es gibt sogar ein Programm, mit dem man z.B Facebook nur einmal am Tag für beispielsweise 1 Stunde besuchen kann 🙂 danach sperrt sich die seite.