Social Networks und Blog verknüpfen: Automatisiertes Ausstreuen eigener Artikel im Web 2.0

Präsenz im Web 2.0 ist heutzutage sehr wichtig geworden. Backlinks zu erhalten ebenfalls, wenn man von Google & Co. möglichst gut bewertet und in den Suchergebnissen gelistet werden möchte.

Das beides lässt sich mit einem eigenen Blog sehr gut unter einen Hut bringen. Denn es gibt mittlerweile zahllose Tools, die einem helfen, eigene Blog-Artikel im Web 2.0 auszustreuen und dadurch Präsenz zu zeigen und Backlinks zu generieren.

Das Tool, das ich selbst dazu nutze, ist der Online-Dienst Pixelpipe – und den möchte ich dir heute mal etwas genauer vorstellen.

Was ist Pixelpipe?

Zunächst mal wollen wir klarstellen, was Pixelpipe überhaupt genau ist und wozu es gut ist.

Auf der Homepage von Pixelpipe findet man eine kleine Grafik, die im Grunde die Tätigkeit von Pixelpipe sehr gut zusammenfasst:

Pixelpipe

Pixelpipe dient also zur (schnellen) Verbreitung von Inhalten über verschiedene Web 2.0 Plattformen, wie etwa sozialer Netzwerke (Facebook, Twitter), Videoseiten (YouTube) oder auch Blogs.

Du brauchst also deine Statusmeldung, deinen Link, den du teilen möchtest, deinen Blog-Artikel, dein Video, dein Foto oder was auch immer nur ein Mal posten – nämlich bei Pixelpipe. Pixelpipe leitet dann deinen Post automatisch an die von dir hinterlegten Social Network Konten weiter – auf Wunsch sogar passend, das heißt: Videos gehen an Videoseiten wie etwa YouTube, Statusmeldungen an Microblogs wie etwa Twitter und so weiter.

Was muss ich tun um Pixelpipe zu nutzen?

Klar, du musst dich bei Pixelpipe anmelden. Geht aber schnell und einfach, da du dich z.B. mit deinem bestehenden Twitter-Account einwählen kannst (so mache ich das immer). Natürlich kannst du dich über „Sign Up“ aber auch einen eigenen, separaten Account anlegen.

Anschließend fügst du nun deine sogenannten „Pipes“ (also Social Network Konten) hinzu. Selbstverständlich musst du bei den Diensten, die du hinzufügen möchtest, selbst bereits angemeldet sein – und das dauert natürlich, wenn du wirklich alle Pipes hinzufügen möchtest (derzeit 44)…

Nehmen wir jetzt mal an, du hast einen neuen Blog-Artikel geschrieben und möchtest in all deinen Pipes (sozialen Netzwerken) darauf hinweisen. Was tust du?

Pixelpipe

  1. Du gehst in der linken Menüleiste auf „Quick Post“ und
  2. wählst oben zwischen „File Upload“, „Status/Microblog“ oder „Blog“. Da du in diesem Beispiel einen Blog-Artikel bekanntmachen möchtest, wählst du „Status/Microblog“ aus.
  3. Bei „Status“ gibst du die gewünschte Statusmeldung ein. Im Beispiel eine Meldung, wie ich sie hier für GeldSchritte verwende – ein Hinweis auf den Titel des Artikels, gefolgt von der (mit bitly) gekürzten URL.
  4. Unten kannst du nun noch bei „Select Destinations“ die gewünschten Ziele auswählen. Beim Anlegen deiner Pipes kannst du diese mit einem Tag versehen. Du könntest z.B. „status“ für Microblogs wie Twitter verwenden, „video“ für Videoseiten wie YouTube und so weiter. Gemäß dieser Tags kannst du jetzt noch einmal deine Ziele gesondert wählen und könntest hier z.B. „status“ aussuchen. Pixelpipe nimmt aber schon eine sehr gute Sortierung automatisch vor. Wenn ich also in „Status/Microblogs“ etwas poste, dann „weiß“ Pixelpipe auch automatisch, dass YouTube beispielsweise außen vor gelassen werden sollte. Ich ändere hier also in der Regel nichts.

Jetzt klickst du auf „Update Status“ und Pixelpipe sendet deine Meldung an alle gewählten Pipes voll automatisch heraus.

Warum keine vollständige Automatisierung mit dem Blog?

Das ist also das System, das ich selbst derzeit für GeldSchritte nutze.

Vielleicht fragst du dich jetzt, warum ich keine vollständige Automatisierung nutze. Immerhin gibt es viele Plugins und andere Lösungen, die die automatische Verbindung von Blog und Social Networks ermöglicht. Heißt: Erstellst du einen neuen Blog-Artikel und veröffentlichst den, dann wird der voll automatisch auf alle sozialen Netzwerke rausgesendet, die du bestimmt hast.

Warum nutze ich so etwas nicht?

Ich habe es anfangs eine zeitlang benutzt. Aber ich habe es sein lassen.

Was ich nicht mochte, war die mangelnde Kontrolle dabei. Teilweise kam es beispielsweise zum Heraussenden neuer Statusmeldungen, obwohl ich nur einen Artikel geändert habe. Oder es kommt vor, dass ich eine Seite erstellt habe, die aber nur für interne Zwecke (beispielsweise eine Dankeseite nach dem Eintragen in das Optin-Formular) gedacht war – und schwupps wurde die URL in Twitter veröffentlicht.

Ich mag es also lieber, wenn ich die volle Kontrolle habe – und behalte.

Vorteile hat die Nutzung von Diensten wie Pixelpipe also vor allem, weil es eine Art Kompromiss darstellt: Nicht vollständig automatisiert, aber doch einfach in viele, viele soziale Netzwerke seine Links ausstreuen mit wenigen Klicks. Für mich die ideale Lösung.

Nachteile von Pixelpipe

Nachteile gibt es bei Pixelpipe aber auch.

So funktionieren mittlerweile (nach einiger Zeit der erfolgreichen Nutzung) einige der Pipes nicht mehr – und ich habe keine Ahnung, warum und bekomme das auch nirgends angezeigt. Meine Posts werden dort einfach nicht mehr veröffentlicht.

Hier mangelt es also an Transparenz und klaren Hinweisen. Wenn sich an einem sozialen Netzwerk etwas geändert hat, so dass ich die Verbindung zu Pixelpipe etwa neu herstellen muss, dann würde ich das einfach gern in einer kurzen Rückmeldung erfahren.

Außerdem kam es in der Vergangenheit auch immer mal wieder gerne zu Timeouts, also Zeitüberschreitungen. Irgendwie schien Pixelpipe meine Meldung nicht richtig empfangen zu haben oder Probleme bei der Weiterleitung an die sozialen Netzwerke zu haben und sich „aufzuhängen“. Wenn ich dann noch einmal meine Statusmeldung gepostet habe, dann tauchte sie plötzlich doppelt in meinen Social Network Accounts auf. Ärgerlich!

Auch hier: Mangelnde Rückmeldung.

Pixelpipe ist also sehr einfach gehalten. Aber das ist nicht immer nur positiv… manchmal wären ein paar mehr Infos ganz nützlich.

Fazit und Alternativen

Ich bin mit Pixelpipe soweit zwar zufrieden, aber die Nachteile nerven schon.

In den letzten zwei bis drei Wochen sind die Zeitüberschreitungen zwar nicht mehr vorgekommen und ich hoffe schon langsam, dass die nun definitiv der Vergangenheit angehören, aber der Nachteil mit nicht funktionierenden Pipes besteht nach wie vor.

Ich denke mittlerweile sogar darüber nach, Pixelpipe gar nicht mehr weiter zu nutzen, sondern meine Artikel über AddThis bekannt zu machen. Das ist der kleine „Share“-Button unterhalb meiner Artikel. Dieser hier:

AddThis

Vorteil: Die Netzwerke, die ich darüber ansteuern würde, würden wohl definitiv auch funktionieren, da ich nicht den „Umweg“ über Pixelpipe gehe.

Nachteil: Ich müsste quasi in jedem sozialen Netzwerk einzeln posten 🙁

Deswegen mal meine Frage an dich: Nutzt du solche automatisierten Dienste? Wenn ja, welchen?

Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.
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Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.

11 Comments

  • stef

    27. Juni 2011

    Hallo Gordon,

    sehr guter Artikel und danke für den Hinweis zu Pixelpipe. Kannte ich noch nicht.

    Ich habe vom Tool Onlywire gelesen, welches ähnliches tut: Einen Link mit einer Kurzbeschreibung auf sehr viele Social-Dienste zu verteilen. Natürlich muss man auch dort vorher überall angemeldet sein. Gibt es als free oder Abo-Variante.

    Da ich es selbst (noch) nicht nutze, kann ich dir keine eigenen Erfahrungen mitteilen. Aber vielleicht wäre das eine Alternative.

    Hinweis: Du erwähnst, dass teilweise Dienste nicht automatisch posten. Vielleicht liegt es an der Captcha-Abfrage des Dienstes, bevor ein Artikel veröffentlicht werden kann/darf. Hier liefert wohl OnlyWire den Captcha-Service mit. Lies einfach mal auf deren Webseite onlywire.com

    • Gordon Kuckluck

      27. Juni 2011

      Hey Stef,

      danke für den Hinweis! Von OnlyWire habe ich schon öfter gehört. Das werde ich mir mal genauer ansehen!

      Herzliche Grüße
      Gordon

      • stef

        27. Juni 2011

        Einem Erfahrungsbericht darüber wäre ich nicht abgeneigt. 😉

        • Gordon Kuckluck

          28. Juni 2011

          Den liefere ich dann nach. Vorausgesetzt ich komme klar und halte Onlywire für wert ein kleines Review zu schreiben 😉

          Aber erstmal muss ich es halt dann auch ein wenig einsetzen und nutzen, um das bewerten zu können…

  • Florian

    27. Juni 2011

    Hallo Gordon,

    ich nehme zwar addthis her, jedoch nur zum anbieten der Social-Bookmarks….und den dazugehörigen Statistiken.

    Zum „publishen“…verwende ich Feedburner und RSS-Graffiti (in Facebook)…poste ich etwas…holt sich RSS-Grafitti automatisch das ganze von Feedburner „ab“ und verteilt es weiter an z.B. Twitter…

    • Gordon Kuckluck

      27. Juni 2011

      Ja, ok, solche Dinge mag ich halt nicht so gerne, die sind mir allzu automatisch, da habe ich zu wenig Kontrolle. Finde ich.

  • Stefanie

    27. Juni 2011

    Hi Gordon,
    du könntest dir mal TweetDeck anschauen, damit kannst du selbst verfasste Statusmeldungen auch an verschiedene Dienste gleichzeitig übermitteln lassen.

    Nachteil: Es sind nicht besonders viele Netzwerke integriert (Twitter, Facebook, Google Buzz, LinkedIn, Foursquare und MySpace).

    Ich nutze TweetDeck aktuell nur für Twitter um einen besseren Überblick zu haben, kann also nichts dazu sagen wie das bei den anderen Netzwerken funktioniert – vielleicht einfach mal einen Blick drauf werfen.

    Liebe Grüße
    Stefanie

    • Gordon Kuckluck

      28. Juni 2011

      Hallo Stefanie,

      ich nutze Tweetdeck schon 😉

      Vielleicht werde ich dazu aber auch mal einen Artikel verfassen. Ich wusste bisher gar nicht, dass Tweetdeck auch anderes kann als Facebook und Twitter (dafür nutze ich es)… Interessant! 😉

      Liebe Grüße
      Gordon

  • Nathanael

    28. Juni 2011

    Sehr schöner Artikel, jetzt muss ich mir mal Onlywire und Pixelpipe anschauen. Bisher habe ich immer nur bei Twitter und Facebook von Hand einen Link eingefügt. Vergiss die anderen Netzwerke und Seiten. Eigentlich Zeitverschwendung das alles komplett von Hand zu machen.

    Danke Gordon für das Review! 🙂

    • Stefan

      29. Juni 2011

      Ich lasse meine Artikel über die Twittertools bei Twitter verteilen und bei Facebook nutze ich graffiti um den RSS-Feed dort einzubinden. Ich hatte mal einen externen Verteilungsservice, aber der hatte ab und an nicht meine Artikel veröffentlicht. Daher meine schlechte Erfahrung mit den externen Diensten.

      Stefan

  • Hans-Peter Oswald

    23. September 2011

    Interessierte sollten sich einmal ping.fm und
    twitterfeed.com anschauen.
    Vorteil, wie auch bei onlywire.com:
    Diese Dienste lesen automatisch RSS Feeds aus und posten sie.
    Man kann diese Dienste auch für das normale Posten an mehrere Social Networks benützen.
    Interessant ist evt. auch noch friendfeed.com.

    Hans-Peter Oswald