Ein neuer Trend im Online-Handel: Schlüsselfertige Online-Shops mit gefüllten Produktregalen

Ich habe in den letzten Wochen hin und wieder bereits über die Selbständigkeit als Online-Händler berichtet. Zuletzt ging es dabei um DropShipping und die Verbindung des DropShippings mit eBay.

In der Tat könnte man behaupten, dass es einen neuen Trend im Online-Handel gibt: Schlüsselfertige Shops mit gefüllten Produktregalen.

Tatsächlich wird die Gründung einer Selbständigkeit im Online-Handel bei den Deutschen immer beliebter. Und das ist auch verständlich, wenn man an die Vorteile dieser Form der Neugründung denkt:

  • Wenige Voraussetzungen sind nötig um hier zu starten.
  • Die Tätigkeit kann in der Regel (zumindest zu Beginn) praktisch ausschließlich von zuhause aus erledigt werden – nahe dem gewohnten Umfeld und der eigenen Familie.
  • Die Kosten sind wesentlich geringer, als bei einer klassischen „Offline-Gründung“ von z.B. einem Ladengeschäft.

Und so weiter und so fort.

Dennoch zögern viele immer noch damit wirklich ernst zu machen.

Warum?

Gründe für das Zögern

Das liegt an dem Bild, das immer noch viele vom Online-Handel haben:

  • Einkauf der Produkte bei Großhändlern, Importeuren oder Herstellern. Diese Ware muss dabei nicht nur finanziert werden, sondern vor allem auch…
  • …gelagert werden. Dazu braucht man wiederum nicht nur große Räume oder Lagerhallen, sondern auch ein ausgeklügeltes System, um die Ware schnell wiederzufinden und ausliefern zu können.
  • Das wiederum macht kostspieliges Personal nötig.
  • Dann braucht man noch einen Online-Shop, der erst einmal programmiert, eingerichtet und gepflegt werden muss. Hier braucht man also gute Internet- und Programmierkenntnisse. Oder muss wieder tief in die Tasche greifen und dieses Wissen extern einkaufen…
  • Was ist mit Bezahlsystemen, rechtlichen Dingen, einer Suchfunktion, einer kundenfreundlichen Navigation…

Man könnte die Liste in dieser Form fortsetzen.

Doch wir wollen uns damit nicht weiter aufhalten. Denn diese Vorstellungen sind allesamt veraltet.

DropShipping als Handelsmodell der Wahl

Setzen Gründer nämlich auf DropShipping als das Handelsmodell ihrer Wahl, so können sie den eigenen physischen Kontakt mit den zu vermarktenden Produkten weitgehend vermeiden.

Zwar werden die Produkte in einem Webshop angeboten, aber sie werden nicht im Vorfeld bereits eingekauft. Die Produkte bleiben bis zur Bestellung durch einen Kunden beim Lieferanten. Dieser übernimmt im Verkaufsfall direkt den Versand an den jeweiligen Endkunden.

Dadurch ist weder ein nennenswertes Startkapital nötig, noch ein eigenes, kostspieliges Lager oder Personal.

Ganz ähnliches gilt auch beim dem Webshop selbst und der Notwendigkeit eigene Programmierkenntnisse mitzubringen. Mussten früher vielleicht entsprechende Lösungen eigenhändig programmiert und/oder finanziert werden, so gibt es heute zahllose Mietshop-Lösungen zur Verfügung. Damit bekommen Gründern bereits fertig konstruierte Online-Shops an die Hand, die über alle notwendigen Funktionen verfügen – Bezahlsysteme, rechtssichere Verbrauchertexte, Suchfunktionen, eine kundenfreundliche Produktnavigation, Kundenbewertungssysteme, Gütesiegel und viele mehr.

Mit solch einem Modell an der Hand, kann sich der Online-Händler voll auf seine eigentliche Aufgabe konzentrieren – die Bekanntmachung und Vermarktung seines Shops!

Die Kombination beider Konzepte (also das Setzen auf DropShipping und das Einsetzen von fertigen Shop-Lösungen) vermindert die Barrieren für den Einstieg in den Online-Handel ganz entschieden!

Übrigens gibt es schon immer mehr DropShipping-Lieferanten, die ihren Handelspartnern ebenfalls fertige Mietshops anbieten. Dadurch kann man nunmehr sogar beide wesentlichen Bestandteile aus nur einer Hand erhalten…

Kombination DropShipping + Mietshop

In der aktuellen Ausgabe des Online-Magazins INTERNETHANDEL (Nr. 92, 06/2011), wird genau diese Thematik aufgegriffen.

Dabei wird zunächst separat über diese beiden neuartigen Modelle berichtet und wichtige Grundlagen gelegt.

Anschließend werden dann fünf namhafte und renommierte DropShipping-Lieferanten detailliert vorgestellt, die das DropShipping und einen fertig eingerichteten Online-Shop gemeinsam anbieten. Das macht die Auswahl eines geeigneten Partners natürlich wesentlich leichter.

„Nebenbei“ werden Leser des Online-Magazins auch noch über folgende Dinge informiert:

  • Die aktuelle Top-Suchbegriffe bei eBay.
  • Die 10 häufigsten Gründe für das Scheitern von Existenzgründern.
  • Ausführliche Interviews mit erfolgreichen Online-Händlern und…
  • … Reportagen über deren Konzepte.
  • Informationen über wichtige Gerichtsurteile für Online-Händler,
  • über die neue eBay Kampagne „Mein Ein für Alles“,
  • über die wachsende Bedeutung von E-Books (die den klassischen Büchern in diesem Jahr den Rang abgelaufen haben) sowie
  • weitere aktuelle News aus der Szene.

– Um die Transparenz dieses Blogs zu wahren, weise ich darauf hin, dass es sich bei diesem Artikel um eine Auftragsarbeit handelt. –

Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.
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Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.

7 Comments

  • KranzKrone

    14. Juni 2011

    Und hast Du schon so einen „Schlüsselfertigen Shop“ ?

    • Gordon Kuckluck

      14. Juni 2011

      Nein, aber ich denke wirklich darüber nach…

      DropShipping klingt unheimlich interessant und ich habe mich schon immer mal wieder so am Rande damit beschäftigt. Allerdings denke ich, dass das zu zeitaufwändig für ein „nebenbei machen“ wäre, daher habe ich mich (bisher) noch zurückgehalten…

  • Thomas

    14. Juni 2011

    Hey, mal abgesehen von einem fertigen Shop oder einem den du selbst „aufbaust“.

    Auch beim Drop-Shipping kommt es auf die richtige Nische an!
    Das Nischen suchen ist heri sogar noch etwas schwerer, weil du ja einen Händler in der Nische suchen musst, der dann auch noch DropShipping anbieten muss!
    Danach kommt natürlich das Marketing! Einen Webshop bekannt machen ist denke ich nicht so leicht, wie einen Blog.
    Ich bin bei der Nischensuche gescheitert…

    Aus den oben genannten Gründen Gordon, ist ein Drop-Shipping Shop nicht „nebenbei“ beitreibbar“.
    Erst nach einer ganzen Zeit intensiven Arbeit…

    Mein Kommentar, zu deinem Kommentar 😉

    Beste Grüße
    Thomas

    • Gordon Kuckluck

      14. Juni 2011

      Hallo Thomas,

      genau. An die Nischensuche hatte ich ehrlich gesagt noch gar nicht gedacht gehabt. Aber Du hast recht, da fängt das ja schon an…

      Liebe Grüße
      Gordon

  • Peter

    23. Juni 2011

    Drop Shipping eine tolle Idee und eine gute Möglichkeit.

    Nur solltest du folgendes überlegen.

    Welche Nische nehmen ich denn?

    Die mögliche Verdienstspannen sind nämlich enorm unterschiedlich. Während es bei Elektronik vielleicht nur 5 % Gewinn möglich ist, ist es bei Nischenprodukte schon deutlich besser. Hier sind Margen bis zu 40% möglich. Zwar ist diese Markt bezogen auf die Zahlen im Umsatz geringer aber letzten endlich meist die bessere Wahl. Auch weil du kaum Konkurrenz hast.

    Wie viel Produkte nehme ich ins eigene Sortiment?

    Ein virtuelle Bauchladen mit vielleicht mehr wie 1000 Produkte ist wenig sinnvoll. Meist ist es besser sich auf maximal 200 Produkte zu konzentrieren und diese entsprechend zu promoten.

    Drop Shipping ist kein Selbstläufer!

    Zwar hat man hier nichts mit die Beschaffung von Produkte und Logistik zu tun und spart sich hier eine Menge wertvolle Zeit. Dies bedeutet aber nicht das man hier viel freie zeit hat. Die gewonnene Zeit muss man dann darin investieren sich um Marketing, Wahrnehmung (PR) und andere Sache zu kümmern.

    Und nicht vergessen keine sollte glauben das es möglich wäre mit vielleicht nur ein paar Bestellungen am Tag eine tragfähige Existenz aufzubauen. Gute Online Händler müssen jeden Tag mindestens eine 3 stellige Zahl an Bestellungen haben.

    Ansonsten ein gute Bericht der zumindest als Einstieg in diesen Bereich tragfähig ist.

    • Gordon Kuckluck

      23. Juni 2011

      Hallo Peter,

      habe zwar persönlich noch keine Versuche in Richtung DropShipping unternommen, kann Dir aber nur zustimmen, dass das ganz, ganz sicher kein „Selbstläufer“ ist!

      Danke für die wertvollen Ergänzungen 🙂

      Liebe Grüße
      Gordon

  • Markus

    28. November 2011

    Wenn jemand denkt im Dropshipping geht es heute los und morgen schon Bestellung im Shop dann hat er sich geihrt. Auch beim Dropshipping gehört KnowHow dazu. Ich sage nur Wer nicht wirbt der stirbt.