Zeitplan und Ablenkungen als Selbständiger im Netz

Gerade in diesen Tagen meines Umzugs in eine neue Wohnung, merke ich aktuell wieder extrem, wie wichtig ein Zeitplan als Selbständiger im Netz ist.

In den letzten Monaten meiner Tätigkeit als Blogger und nach meinen ersten Erfahrungen im Bereich des Affiliatemarketings, habe ich hier mal ein paar Tipps für euch zusammengestellt, damit ihr eure Zeit vielleicht von Beginn an besser planen könnt.

Zeitplan aufstellen

Zeitplan und Ablenkungen als Selbständiger im NetzEin Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wir brauchen so eine Art „Alltag“, eine gewisse Routine, damit wir uns so richtig wohlfühlen.

Für mich zumindest war und ist es wichtig, mir einen gewissen Zeitplan aufgestellt zu haben.

Mein Tag ist folgendermaßen geplant:

  • Morgens:
    E-Mails bearbeiten, soziale Netzwerke checken und ggf. auf Nachrichten etc. antworten, eventuell neuen Blog-Artikel schreiben. Falls kein neuer Blog-Artikel anliegt, dann nutze ich den vormittag bereits, um etwas für mein Business zu tun (siehe unten).
     
  • Später Vormittag:
    Business voranbringen. Marketing pflegen. Geplanten Blog-Artikel veröffentlichen und „ausstreuen“ in die sozialen Netzwerke. Aber in diese Zeit gehören auch Dinge wie z.B. mich zu informieren, was aktuell so in der Szene läuft. Hat jemand ein neues Video rausgebracht oder einen neuen, interessanten Blog-Artikel geschrieben? Jetzt ist die Zeit für mich, das zu lesen, informiert zu bleiben und ggf. schon neue Ideen zu sammeln.
     
  • Nachmittags:
    Nachmittags arbeite ich in der Regel dann an Affiliateprojekten, sammle weiter neue Ideen, recherchiere dazu oder erledige Dienstleistungsaufgaben. Hier ist mein Ziel wirklich produktiv meine Projekte voranzubringen. In diese Zeit fällt für gewöhnlich auch, beispielsweise mein weiteres Vorgehen mit GeldSchritte zu planen. Aktuell z.B. überlege ich, wie ich die Direktvermarktung in Angriff nehmen kann oder Webinare nutzen könnte. Das Umsetzen solcher Dinge, fällt in diese Zeit.
     
  • Abends:
    Ich versuche nicht zu lang zu machen, da ich auch für meine Familie da sein möchte. Aber spät nachmittags bzw. abends ist gewöhnlich die Zeit, zu der ich meinen Plan für den nächsten Tag festlege. Was habe ich noch nicht geschafft, wo möchte ich weiter machen? Entsprechende Notizen landen in iCal, Bookmarks direkt auf dem Desktop.

Das ist natürlich nur ein Beispiel für meinen Zeitplan. Deiner muss natürlich nicht genauso aussehen 😉

Und natürlich bin ich auch flexibel und arbeite nicht unbedingt ganz strikt nach diesem „Plan“. Aber so in etwa habe ich mir die Zeit des Tages schon eingeplant.

Allerdings gibt es bei all dem noch ein Problem…

… und das sind Ablenkungen!

An diesem Punkt arbeite ich immer noch 🙂

Was für Ablenkungen gibt es?

  • Ablenkungen zu Hause
    Durch die Arbeit von zu Hause aus, ist man auch durch das Zuhause abgelenkt. Da klingelt das Telefon, hier braucht der Partner Hilfe, dann klingelt der Postbote und bringt ein Paket vorbei – das kann schon nerven und einen immer mal wieder „aus dem Rhythmus“ bringen.
     
  • Ablenkungen durch E-Mails
    Wenn man (wie ich) für gewöhnlich sein Mail-Programm immer geöffnet hat, dann bekommt man automatisch eine Benachrichtigung, wenn eine neue Mail da ist.
    Zumindest mir geht es so, dass ich gewöhnlich sofort schaue, wer da geschrieben hat. Das lenkt wieder ab und auch hier leidet der Rhythmus.
     
  • Ablenkungen durch soziale Netzwerke
    Ich habe bei mir TweetDeck installiert, um immer zu sehen, was so in Twitter und Facebook los ist. Und wenn dann mal was Interessantes auftaucht, klicke ich das gern mal an – und bin abgelenkt und nicht mehr im Flow.
     
  • Ablenkungen durch Skype
    Könnte man auch mit zu den sozialen Netzwerken zählen. Läuft Skype, wird man immer mal wieder angeschrieben oder angeklingelt. Auch das kann störend wirken, da man hier noch viel eher geneigt ist sofort zu reagieren, als bei einer Mail z.B.

Wie kann man nun seinen Zeitplan und Ablenkungen unter einen Hut bekommen?

Ich bin nicht perfekt. An vielen der Tipps arbeite ich selber daher noch.

Aber zu verbessern gibt es ja eh immer etwas, oder? 🙂

Hier also mal ein paar Tipps:

  • Feste Bürozeiten einplanen und in der Familie klar absprechen. So werden häusliche Ablenkungen minimiert. Vielleicht kann der Partner ja einfach mal ans Telefon oder an die Tür gehen, wenn’s klingelt?
     
  • E-Mail-Programm einfach mal abschalten. Das gilt besonders für die Zeit, in der man wirklich produktiv vorankommen will. In meinem Fall ist das also der Nachmittag. Mir fällt es nicht leicht, mein E-Mail-Programm abzuschalten. Immerhin weiß ich auch, dass sich eventuell einige Mails „ansammlen“, die ich dann gebündelt durcharbeiten muss. Das schreckt auch irgendwie ab. Aber besser, man kann produktiv sein…
     
  • Gleiches gilt für Skype und die sozialen Netzwerke: Einfach mal ausmachen bzw. ruhen lassen. Man muss nicht immer da sein.
     
  • Gerade die Bearbeitung von E-Mails oder die Pflege der sozialen Netzwerke könnte man direkt in den eigenen Zeitplan einbinden. Zum Beispiel gleich morgens die E-Mails prüfen und dann noch einmal beispielsweise um 16 Uhr. Dazwischen wirklich das Mail-Programm in Ruhe lassen. So kann man in der Zwischenzeit voll konzentriert arbeiten.

Wie gesagt: Ich arbeite auch noch dran.

Wie wichtig ein Zeitplan und das Minimieren von Ablenkungen ist, merkt man besonders in Zeiten, wo man aufgrund gewisser Umstände noch weniger Zeit hat als sonst.

Zum Beispiel in Zeiten eines Umzugs 😛

Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.
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Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.

8 Comments

  • Nathanael

    25. Mai 2011

    Oh danke Gordon, ich merke das auch. Das Problem bei mir ist, dass ich zur Zeit noch Schichten arbeite. Da ist ein fester Arbeitsplan bezüglich meiner Internetaktivitäten leider nicht möglich. Deswegen kommt dann halt auch manchmal der eine oder andere Blog zu kurz. Das möchte ich dann wenn das Studium beginnt ändern. Mal schauen und auch hoffen, dass ich alles unter einen Hut kriege. Freundin ist ja auch noch da… 🙂
    LG Nathanael

  • Mario Burgard

    25. Mai 2011

    Hallo Gordon,
    ich finde ein unglaublich wichtiger Beitrag.

    Denn die freie Zeiteinteilung birgt ganz große Risiken. Es ist nicht immer Freiheit was damit auftaucht, sondern die gemeine Aufschieberitis.

    Deswegen kurz und knapp meine Empfehlung jetzt an dieser Stelle.
    Obwohl ich den Kommentar gerade um 08.50 Uhr schreibe, ist mein Vorgehen mittlerweile ein anderes, als zuerst meine Email zu checken und meine Social Media Plattformen zu besuchen.

    Heute ist wieder eine Ausnahme, aber das hat seine Gründe.

    Ich habe einen Wochenplan, der sich von der Struktur her nicht unterscheidet. Die Inhalte sind aber natürlich immer unterschiedlich.

    Konkret heißt das, das ich meine Tage festgelegt habe, an denen ich bspw. Akquise mache, an denen ich lese, an denen ich Schreibe.

    Meine Aufgaben die sich gleichen sind alle gebündelt.

    Aber das Wichtigste: Ich mache das jetzt schon länger nicht mehr, dass ich:

    1. Morgens Facebook anmache (wie gesagt heute Ausnahme, da Arbeit für einen Kunden)
    2. Skype öffne
    3. Mail öffne

    Vor allem Skype und Mail lasse ich bis kurz vor 12.00 komplett off, denn ich habe festgestellt hier entstehen die meisten Ablenkungen. Ablenkungen sind eine wirklcih große Gefahr, denn sie verleiten zum Aufschieben und im Grunde sucht jeder eine Möglichkeit zum Aufschieben.

    Kommt immer darauf an, wie gut man sich diszipliniert.

    Pro Tag lege ich die zwei wichtigsten Punkte fest… und erledige diese SOFORT und bis 11.00 Uhr!!!

    Dabei bedeutet wichtig alles das, was mir GELD bringt. Also was mein Geschäft voran bringt. Das kann die Ausführung für einen Kunden sein, oder das Vorbereiten eines Marketings, oder das schreiben einer Email-Serie.

    Alles was im direkten Zusammenhang mit Einnahmen stehen.

    Bis 11.00 Uhr also: keine Anrufe, keine Emails, keine SMS, kein Skype, kein Social Media!!!!

    Um 12.00 Email checken, 10 Min Zeit zum Antworten.
    Bis dahin stelle ich eine Autoreply ein mit Erklärung.

    Das ganze ist natürlich nicht ganz auf meinem Mist gewachsen. Inspiriert durch die 4-Stunden Woche, kann ich jedem nur empfehlen.

    Eine ORGA ist das Fundament eine jeden erfolgreichen Business. Fokussierung ist unbedingt notwendig.

    Ich mach mal einen eigenen umfassenden Beitrag dazu.

    Gerade bin ich Follower deiner Blog bei networkedblogs geworden. würde mich freuen, wenn du gleiches tust;-) War längst überfällig..

    Gruß
    Mario

    • Gordon Kuckluck

      25. Mai 2011

      Hey Mario,

      das ist auch eine gute Möglichkeit:
      Das Wichtigste des Tages als ERSTES erledigen!

      Danke für den Tipp!

      Liebe Grüße
      Gordon

  • besser_geld

    25. Mai 2011

    Hallo Gordon,

    ein sehr guter Artikel, denn das Thema geht uns wohl alle an.
    Ich denke, mit das Wichtigste ist es, sich selbst zu kennen und einschätzen zu können.
    Jeder Mensch hat einen anderen Biorhythmus, während der eine Morgens früh am fittesten ist, wird ein anderer erst Abends richtig munter. Will heißen, am besten ist es, wenn wir die wichtigen oder kreativen Arbeiten dann erledigen, wenn wir am besten „drauf“ sind.
    Und ansonsten gilt: Multitasking ist nett, funktioniert aber nicht (auch nicht bei Frauen, die ja bekanntlich mehrere Dinge gleichzeitig erledigen können). Wer konzentriert arbeiten will, muss alle störenden Elemente ausschalten – also: Keine Email, kein Skype, kein Chat, kein Twitter, Facebook, etc. und auch keine Offline-Störungen durch Familie, Freunde, etc. Klingt hart, aber für eine gewisse Zeit muss man sich dann wirklich abschotten und das „do-not-disturb-Schild“ an die Tür hängen.
    So haben es die großen Literaten früher auch gemacht. Bei Thomas Mann durfte die ganze Familie stundenlang nur auf Zehenspitzen durchs Haus schleichen. Mag exentrisch klingen, aber der Erfolg gibt ihm recht.

  • Patrick Engel

    29. Mai 2011

    Zeitmanagement sowie Organisation ist das A und O – gerade im heimischen Büro! Klasse Beitrag, Gordon.

    Arbeiten von zu Hause aus – ein Schritt in die richtige Richtung ;-)! ABER VORSICHT, vor dem „Zeitkiller“. Überall lauern gefahren, die von der eigentlichen Arbeit ablenken können. Die Devisie lautet daher: KONSEQUENT sein!

    Meine Tipps, wie man Zeitdiebe erkennt und wie man sich dagegen schützt:

    – voll und ganz auf die Arbeit konzentrieren. Zeit ist Geld!
    – konkrete Arbeitszeiten festlegen, in denen man ungestört arbeiten kann.
    – Arbeitszeiten ausschließlich zum produktiven arbeiten nutzen (zur Umsetzung der Geschäftsidee).
    – Hausarbeiten, private Anrufe o.ä. sollten in der Arbeitszeit unbedingt vermieden werden (lenkt sehr sehr doll ab).

    Zum Thema Selbsmanagement habe ich natürlich auch noch etwas ;-):

    – Unterstützung der Familie sichern (klare Absprachen).
    – zu erledigende Aufgaben nicht auf die lange Bank schieben. SELBST DRUCK MACHEN!
    – unangenehme oder schwierige Dinge gleich morgens früh erledigen, wenn es noch relativ ruhig ist und wenige Telefonate zu erwarten sind.
    – am frühen Nachmittag – im biologischen und kreativen Tief des Tages – einen Zeitblock für Routinearbeiten (Telefonate, E-Mails, Rechnungen) reservieren.
    – ein wichtiger Punkt im heimischen Büro: Arbeits- und Privatleben zeitlich und möglichst auch räumlich trennen.
    – Pufferzonen für die persönliche Entspannung einbauen (z.B. Kino, Radfahren, Sport etc.).
    – EIN MUSS: Arbeitspausen! Aber nicht verwechseln mit Haushalt, Aufräumen, Abwaschen, Kochen etc. BESSER: ein kurzer Spaziergang wirkt wahre wunder (frische Luft ist immer gut)!

    Ich hoffe, ich konnte noch einige wichtige Punkte mit einbringen ;-).

    Gordon, weiterhin viel Erfolg und alles Gute.

    LG
    Patrick

  • Marco Stengel

    4. Juni 2011

    Hi Gordon,
    stimmt es ist extrem wichtig einen Zeitplan zu haben. Ih bin jetzt seit 14 Jahren Selbständig und für mich war das heftigste nach meiner Bundeswehrzeit ( wo ich alles geplant bekomme) dann mein Business zu managen ( am Anfang von zu Hause aus). Es gab da nicht nur die „allgemeinen Ablenkungen“ sondern oft hatte ich auch noch mit meiner Freundin zu „kämpfen“ die da der Meinung war das ich ja eh zu Hause bin und mal schnell dies oder jenes zu erledigen hätte.
    Also gar nicht so „einfach“ von zu Hause zu arbeiten…

    Beste Grüße aus dem Vogtland
    Marco Stengel

    • Gordon Kuckluck

      4. Juni 2011

      Jepp, das sind die „internen“ Ablenkungen durch die Familie, wo man klare Absprachen treffen muss… 😉

  • Florian

    18. Juni 2011

    Zum Thema „Planung des eigenen Morgens“ kann ich auch einiges sagen 🙂 Bzw. das kann man Video eigentlich ganz gut. Vor zwei Wochen hab ich das Motivations-Tipp No 12: Den morgen richtig Planen veröffentlicht, was hervorragend zu deinem Beitrag passt 🙂

    Wie dem auch sei. Ich geb dir vollkommen recht. Der Tag muss geplant sein. Ich mache das immer einen Abend vorher (z.B. vor dem Zu-Bett-gehen). Das hilft dann auch, dass man besser einschlafen kann, wenn man weiß, was am nächsten Morgen so alles los ist 🙂