Layout-Arbeiten mit der WordPress Export-Funktion

Was kann man tun, wenn man an seinem Blog Design-Arbeiten vornehmen möchte?

Will man das Layout verändern, ist es manchmal ja nicht einfach mit der Installation eines neuen Themes getan. Oftmals müssen weitere Anpassungen vorgenommen werden. Und überhaupt: Man möchte ja auch ganz gern vorab an seinem eigenen Blog mal sehen, wie das neue Design so im "Ernstfall" aussieht.

Aber wie kann man das testen? Wie kann man das Layout vorbereiten, so dass auch bei gut besuchten Blogs die Besucher am besten gar nichts von den Design-Arbeiten mitbekommen?

Hier mal eine Möglichkeit, auf die mich Paul bei Facebook aufmerksam gemacht hat.

Danke Paul 🙂

WordPress: Export-Funktion

Ich hatte in einem anderen Artikel bereits das Tool WP Twin erwähnt, mit dem Sie schnell und einfach komplette Klone von Ihren Blogs herstellen können – buchstäblich mit allem drum und dran.

Dieses Tool stellt eine Möglichkeit dar, einfach seinen Blog zu klonen und in einem Unterordner neu zu installieren. In dem Blog in diesem Unterordner, stellt man dann unter "Einstellungen" und "Privatsphäre" die Unsichtbarkeit für Suchmaschinen ein – denn man möchte ja nicht, dass dieser "Test-Blog" von Suchmaschinen indexiert wird. 

WordPress Privatsphäre WordPress Suchmaschinen blockieren

WP Twin ist nach wie vor eine echte Empfehlung wert, auch wenn es in gewisser Weise ein Sicherheitsrisiko darstellen kann. In der Tat ist das auch ein Grund, warum ich es nicht mehr selber nutze – nicht jeder Hoster macht den Einsatz dieses Tools nämlich so ohne weiteres mit.

Daher musste für künftige Design-Arbeiten eine andere Lösung her.

Paul erwähnte auf Facebook die Export-Funktion von WordPress, die ich tatsächlich bisher noch überhaupt nicht kannte…

Diese Export-Funktion habe ich genutzt – und bin begeistert!

Sie finden diese Funktion unter "Werkzeuge" und "Daten exportieren". Dort können Sie genau auswählen, was Sie exportieren möchten (Artikel, Seiten oder alles) und nach einem Klick auf "Export-Datei herunterladen" erhalten Sie eine XML-Datei mit den entsprechenden Daten.

WordPress Export-Funktion

In Ihrem neuen Blog (z.B. in dem Unterordner) wählen Sie nun unter "Werkzeuge" einfach "Daten importieren" aus. Wählen Sie hier "WordPress" ganz unten aus der Liste aus und wählen Sie auf dem nächsten Bildschirm die soeben aus dem ursprünglichen Blog exportiere XML-Datei aus.

WordPress Import-Funktion

Das Hochladen der Datei kann einige Minuten dauern – je nachdem welche Daten Sie zum Export gewählt haben und wie umfangreich diese Daten in dem Ausgangs-Blog gewesen sind. 

Ist der Import erledigt, haben Sie alle Inhalte Ihres Ausgangs-Blogs in Ihrem neuen Blog und können nach Herzenslust an Ihrem Layout arbeiten und "live" sehen, wie ein neues Theme oder neue Einstellungen konkret aussehen würden.

Erst wenn Sie zufrieden sind, setzen Sie das neue oder geänderte Layout auf Ihrem eigentlichen Blog ein. 

Laden Sie dazu z.B. einfach den Theme-Ordner aus Ihrem Test-Blog mittels FTP herunter. Hierin befinden sich i.d.R. alle geänderten Dateien und damit alle Design-Anpassungen. Diesen Theme-Ordner laden Sie dann auf Ihrem Haupt-Blog wieder mittels FTP in den Themes-Ordner hoch und aktivieren das Theme im WordPress-Adminbereich. 

Fertig.

Jetzt hat keiner die Anpassungen mitbekommen und Sie konnten nach Herzenslust herumprobieren ohne die Besucher zu stören. 

Fazit

Manchmal muss man gar keine Software kaufen oder Plugins installieren – manche Dinge bringt WordPress einfach schon von Haus aus mit.

Ein weiterer Grund für mich, mich eingehender mit WordPress selbst zu beschäftigen und mich auch hier immer weiterzubilden 😉

Die eingebaute Export-Funktion von WordPress erlaubt es mir jedenfalls, dass ich Änderungen am Blog und am Layout vorab testen kann. Dabei sehe ich die Änderungen "live", mit den Inhalten, die tatsächlich in meinem Blog enthalten sind. 

Auf diese Weise kann ich genau einschätzen, welche Änderungen sinnvoll sind und gut aussehen und welche nicht.

Die Besucher meines Blogs hingegen bekommen davon nichts mit und werden bei Ihrem Besuch meines Blogs nicht weiter "gestört" 🙂

Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.
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Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.

4 Comments

  • Paul

    4. April 2011

    Hallo Gordon,

    danke, dass du mich erwähnt hast. 🙂

    Hier noch ein kleiner Tipp, damit auch wirklich niemand etwas von einem neuen Design oder irgendwelchen Änderungen mitbekommt. Nicht nur die Suchmaschinen blockieren, sondern auch ein Plugin installieren, dass den Blog in einen Wartungsmodus und damit nur für den Admin sichtbar ist, wenn dieser eingeloggt ist. 😉

    Ein gutes Plugin, was ich auch selbst nutze ist z.B. das hier: http://bueltge.de/wp-wartungsmodus-plugin/101/

    Viele Grüße
    Paul

  • Marco Stengel

    4. April 2011

    Jaja „unser“ Paul:-)
    Ich bin wirklich begeistert, das es Leute wie Paul Gossen, ich kenne ihn vom VIP Affiliate Club, gibt. Ich selbst habe die Möglichkeiten, die Gordon oben beschreibt, noch nicht genutzt. Auf alle Fälle ist es hervorragend erklärt und Klasse beschrieben. Ich finde es eine tolle Möglichkeit an seine Theme herumzubasteln ohne das das jemand von den Besuchern gleich was mitbekommt. Ich werd es testen. Danke für die Tipps ihr Beiden.

    Bis bald und beste Grüße aus dem Vogtland
    Marco Stengel

  • Karin

    5. April 2011

    Eine andere Möglichkeit ist den Blog komplett auf eine lokale Testumgebung zu exportieren. Ich nutze hierzu Xampp. Vor allem wenn man kein DSL hat ist es so komfortabler schnell zu arbeiten. Baue ich eine Website oder einen Blog von Grund auf neu, so installiere ich das ebenfalls erst ein mal in diese Testumgebung.