Das richtige Vorgehen bei Follow Up E-Mails

Wenn Sie sich eine E-Mail Liste aufbauen möchten, dann sollten Sie sich von vornherein ein paar grundsätzliche Gedanken über den Einsatz und den Aufbau von Follow Up E-Mails machen.

Warum das so wichtig ist, das merke ich selbst gerade bei GeldSchritte…

Was sind Follow Up E-Mails?

Zunächst wollen wir die Frage klären, was genau Follow Up E-Mails sind.

Follow Up E-Mails sind E-Mails, die vorbereitet sind und automatisch an Personen verschickt werden, die sich neu in den entsprechenden E-Mail-Verteiler eintragen.

Den genauen Zeitpunkt des Versands kann man dabei gesondert angeben, z.B. 2 Tage nach der Eintragung in den Verteiler. Die Art und Weise der Bestimmung des Versandzeitpunktes, unterscheidet sich dabei von Mailservice-Anbieter zu Mailservice-Anbieter.

Bei Aweber wird der Versandzeitpunkt immer in Bezug auf die vorherige Follow Up Nachricht bestimmt. Also zum Beispiel kann eingestellt werden, dass Nachricht zwei 2 Tage nach Nachricht 1 verschickt werden soll, die wiederum sofort versandt wird. Nachricht drei wird dann wieder in Bezug auf Nachricht zwei konfiguriert, also z.B. 3 Tage nach Nachricht zwei usw.

Getresponse hat das anders gelöst: Hier werden die Zeitpunkte des Versands immer in Bezug zum Eintrags-Datum in den Verteiler festgelegt. Also z.B. Nachricht eins wieder sofort, Nachricht zwei dann 2 Tage nach der Eintragung (nicht nach Nachricht eins!) und Nachricht drei dann 5 Tage nach der Eintragung usw.

Klick-Tipp schließlich bietet beide Möglichkeiten.

Warum man sich vor dem Aufbau einer E-Mail-Liste Gedanken über die Follow Ups machen sollte…

Ich sehe das gerade bei mir selbst. Ich möchte gerne in Zukunft mit Follow Up Mails hier auf GeldSchritte arbeiten. Dadurch, dass ich das von vornherein jedoch versäumt hatte, ist es nun etwas schwieriger das umzusetzen.

Bisher erhalten alle, die sich in meine Liste eintragen (nicht gerade wenige) Videos zu sehen. Alle auf einmal und teilweise schon veraltet.

Um dem Abhilfe zu schaffen, möchte ich in Zukunft weniger Videos in den E-Mails einsetzen. Videos sollen (wenn überhaupt) in diesem Bereich nur noch bei gesicherten und relativ unveränderlichen „Allgemein-Themen“ zum Einsatz kommen.

Wieso?

Weil es sehr schwierig und zeitaufwendig ist, Videos zu aktualisieren. Viele Dinge, die ich in der Dokumentation meiner Schritte in den Newsletter-Videos erwähnt habe, vertrete ich so gar nicht mehr bzw. ich habe deutlich hinzugelernt.

Aber jetzt alle Videos neu drehen? Wofür? Damit in einigen Wochen oder Monaten meine Ansichten wieder andere sind und ich wieder die Videos neu drehen muss?

Nein, das wäre einfach zu aufwendig. Daher nur noch Videos zu „feststehenden“ Themen.

Follow Up E-Mails kann ich hingegen leicht und schnell inhaltlich immer wieder anpassen und so aktuell halten.

Warum ist das Erstellen der Follow Up E-Mails aber jetzt komplizierter?

Nun, bei meinem Mailservice-Anbieter, Aweber, wird – wie gesagt – jede Follow Up Nachricht mit Bezug auf die vorhergehende Follow Up Nachricht verschickt.

Bei mir gibt es aber nur eine einzige Follow Up Nachricht zur Begrüßung, die sofort nach der Bestätigung des Eintrags versandt wird und die ganzen Videos enthält.

Füge ich nun weitere Follow Up Nachrichten hinzu, dann werden diese SOFORT an alle Personen in meinem Verteiler herausgeschickt, die bereits die erste Nachricht erhalten haben.

Stelle ich also ein, dass Nachricht zwei 2 Tage nach Nachricht eins versendet werden soll, dann erhalten alle diese Nachricht, die schon länger als zwei Tage in meinem Verteiler sind.

Das möchte ich jedoch nicht, sondern nur NEUE sollen die Follow Up Mails erhalten (die ja zusammengefasst und etwas allgemeiner die Inhalte der Videos in schriftlicher Form enthalten).

Aweber wäre nicht der Marktführer, wenn es keine Lösung dafür gäbe…

Ich muss zunächst ALLE Follow Up E-Mails vorbereiten.

Dann kontaktiere ich den Aweber Support und diese schalten alle Personen in meinem Verteiler in den „keine Follow Up Nachrichten empfangen“ Modus.

Nun pflege ich alle Follow Up Mails mit den gewünschten Abständen ein und modifiziere auch die bisherige erste Begrüßungsnachricht, die ja den Hinweis auf die Videos enthält.

Fertig.

Diejenigen, die bereits in meinem Verteiler sind, erhalten diese Follow Up Nachrichten nicht. Wohl aber alle, die sich neu eintragen – so wie ich mir das vorgestellt habe.

Fazit

Was habe ich, was haben Sie daraus gelernt?

Machen Sie sich am besten immer schon gleich zu Anfang Gedanken darüber, ob und wenn ja welche (und wie viele) Follow Up Nachrichten Sie einsetzen möchten.

Im Nachhinein ist das immer etwas komplizierter (auch wenn es grundsätzlich funktioniert, wie mein Beispiel ja zeigt).

Daraus ergibt sich auch eine Antwort auf die oft gestellte Frage:

Wann soll ich anfangen E-Mails an meinen Verteiler zu verschicken?

Wollen Sie Follow Up E-Mails einsetzen, dann machen Sie das sofort – und folglich erhalten alle, die sich in Ihre Liste eintragen auch sofort diese Nachrichten, auch wenn es vielleicht nur eine einzige Person ist.

Denken Sie daran, dass es um die Menschen geht, nicht um irgendeine abstrakte „Liste“. Liefern Sie Mehrwert für die Menschen in Ihrer Liste – warum nicht sofort, vom Start auf an? Die Anzahl der Empfänger darf bei dieser Einstellung keine Rolle spielen.

Dennoch: Wollen Sie das aus irgendwelchen Gründen nicht, dann sind Sie natürlich flexibler, wenn Sie keine Follow Up Nachrichten nutzen. Sie können einfach zu einem von Ihnen gewählten Zeitpunkt mit dem Versand der E-Mails loslegen.

Warten Sie aber nicht zu lange, sonst sind Personen, die sich eingetragen haben vielleicht irritiert und können mit Ihnen gar nichts mehr anfangen, weil sie nicht mehr zuordnen können, wer Sie sind.

Und hier haben Sie ganz klar die zusätzliche Herausforderung, dass Sie regelmäßig und kontinuierlich für Inhalte sorgen sollten. Etwas, was Ihnen die Follow Up E-Mails zunächst mal (für’s erste) abgenommen hätten…

Bedenken Sie auch:
Schicken Sie nur „normale“ Newsletter und verwenden Sie keine Follow Up Mails, dann sollten diese Newsletter bestenfalls aufeinander aufbauen. Nur so sind sie interessant für Personen, die schon länger in Ihrer Liste sind.

Was aber, wenn sich eine neue Person einträgt? Diese weiß gar nicht worum es geht, weil sie die ersten Mails ja verpasst hat…

Follow Up Mails können hingegen jeden gut auf Ihre weiteren „normalen“ Mails „vorbereiten“. Kombiniert mit der Listensegmentierung bei Aweber ein unschlagbares Team!

Wie Sie sehen, ist ein Konzept von Anfang an sehr hilfreich 🙂

Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.
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Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.

8 Comments

  • Thomas

    25. März 2011

    Hallo Gordon,

    wieder mal ein TOP Artikel!
    Auch ich habe nicht von Anfang an mit Follow UP Mails gearbeitet und das nervt mich ziemlich!!

    Bei mir musste es damals schnell gehen, hauptsache ein Newsletter anbieten und integrieren!

    Nun ja, schon vorbei…
    Das man bei Aweber nicht „x Tage nach Eintragung“ wählen kann, ist ja mal ziemlich „bescheiden“. Bei meinem Anbieter CleverReach funktioniert das astrein!
    Müsste ich mal überprüfen ob der auch die Funktion vom Getresponse – Service hat!!

    Hatte eigentlich überlegt zu wechseln… aber das werd ich mir nun doch noch mal überlegen 😉

    Schönes Wochenende
    Beste Grüße
    Thomas

    • Gordon Kuckluck

      25. März 2011

      Hey Thomas,

      ist es so schlimm, dass man den Versand in Bezug auf die vorherige Nachricht festlegt?

      Bei X Tagen nach der Eintragung muss man u.U. ja ganz schön rechnen 😉

      Liebe Grüße
      Gordon

  • Marco Stengel

    26. März 2011

    Hi Gordon, wieder ein super Artikel von Dir. Ich kann leider nicht viel zu Aweber und Getresponse sagen da, ich von Anfang an gleich Klick Tipp genutzt habe und bin damit sehr zufrieden.
    Beste Grüße Marco Stengel

  • Stefanie Schmidt

    30. März 2011

    Hi Gordon, interessanter Artikel mal wieder.
    Oft sind es ja wirklich die scheinbaren „Kleinigkeiten“ die einem im Nachhinein das leben schwer machen…
    Listensegmentierung ist natürlich auch eine Möglichkeit, damit habe ich mich ehrlich gesagt noch gar nicht beschäftigt.
    Ich arbeite aktuell mit zwei Listen, also Leute die meinen Report anfordern tragen sich in Liste 1 eins bekommen den Report und einige Follow Up Emails mit Infos und wenn sie die Follow Up Emails alle bekommen haben werden sie automatisch in meine Liste 2 verschoben an die ich dann immer aktuelle Newsletter raussende.

    Liebe Grüße
    Stefanie

  • Bernd

    31. März 2011

    Hallo Gordon,
    interessant und offen dieser Artikel! Dachte aweber hätte eine API mit der man seine Datenbank bearbeiten könnte, ohne den Support zu bemühen? API: Möglichkeit, Felder anzuhängen und andere anders zu bewerten, via programmgesteuerten Aufrufen!
    Nein? Kann aweber nicht? Dann Minuspunkt! Nobody is perfect!

    Gruß
    Bernd

    • Gordon Kuckluck

      31. März 2011

      Meines Wissens nach gibt es bei Aweber auch eine API. Wie das damit genau geht weiß ich dann aber nicht.

      Felder anhängen und so geht definitiv.

      Liebe Grüße
      Gordon

  • Patrick Engel

    5. April 2011

    Hey Gordon,

    wieder ein schöner Artikel von Dir. Was das Thema E-Mail Marketing betrifft, gebe ich Dir vollkommen recht.

    Ich selbst bin manchesmal auf die Sch… gefallen, weil ich dieses Instrument und die dahinter verborgene Macht seeehr unterschätzt habe. Ich hörte immer nur, das Geld steckt in der LISTE, bau dir eine LISTE auf… und das war´s!

    Was es aber wirklich damit auf sich hatte, dazu hatte „fast“ keine eine richtige Lösung parat. Nach laaanger Zeit und intensiver Recherchen, bin ich dann endlich dahinter gekommen.

    Follow-Ups sind nicht nur bei der Einführung eines neuen Produkts sehr wichtig, sondern in erster Linie, um eine Vertrauensbasis zum Interessenten zu schaffen. Darüber hinaus kann man immer wieder hinterfragen, was dem Interessenten überhaupt interessiert bzw. wo man ansetzen muss, um Schwachstellen zu eliminieren. Dadurch lernt man sich näher kennen und weiß ganz genau, welche Produkte in Frage kommen!

    Denn, was bringt es mir eine 1.000er, 2.000er oder gar 5.000er Liste zu haben, wenn nur läppische 50 Personen meine Produkte kaufen???? Ich glaube nicht´s!

    Und deshalb kann ich nur JEDEM ans Herz legen, sich INTENSIV mit E-Mail Marketing auseinander zu setzen und zu befassen!!!

    Viele Grüße und weiterhin VIEL ERFOLG!

    Patrick