Experte werden ohne „klauen“ – Wie geht das?

Vor einiger Zeit tauchte in den Kommentaren von GeldSchritte die Frage auf, wie es denn rechtlich so aussieht, wenn man sich zum „Experten“ machen möchte. Immerhin macht man sich dann ja zu dem jeweiligen Thema schlau, liest Bücher oder sonstiges Material und gibt dieses Wissen dann wieder.

Wie verhindert man dabei Plagiate oder ähnliche Abmahnungs-Fallen?

Jeder ist ein Experte!

Experte werdenNun, im Grunde genommen ist doch jeder von uns ein Experte. Jeder hat irgendein Gebiet, auf dem er einfach mehr (viel mehr) weiß als die meisten anderen. Und schon ist man in den Augen der anderen ein „Experte“.

Wodurch wird man denn solch ein „Experte“? Nur dadurch, dass man mehr weiß als die meisten anderen?

Nein, nicht nur.

Aber das Wissen macht viel aus!

Ein „richtiger“ Experte wird man vor allem dann, wenn man sein großes Wissen auf einem bestimmten Gebiet anwendet und dann in diesem Gebiet zusätzlich Erfahrungen sammelt!

Man könnte also sagen: Wissen + Erfahrung = Experte

Diese beiden Dinge gehen allerdings gewissermaßen Hand in Hand und lassen sich nicht ohne weiteres voneinander klar abgrenzen. 

Zu „Ihrem“ Thema sammeln Sie fast zwangsläufig immer mehr Wissen an. Ganz einfach dadurch, dass Sie sich mit dem Thema (gern) beschäftigen und viele Infos dazu bereitwillig aufnehmen. 

Zu „Ihrem“ Thema sammeln Sie aber auch Erfahrung, weil Sie in der Regel gewillt sind, neue Dinge auch anzuwenden oder auszuprobieren. 

So wissen Sie immer mehr über „Ihr“ Thema, machen immer mehr Erfahrungen und werden alles in allem immer besser und immer mehr (in den Augen anderer) zum Experten.

Nischensuche und Experte werden

Was ist jetzt aber, wenn „Ihr“ Thema sich nicht zum Geld verdienen im Internet eignet, z.B. ganz einfach, weil kein Markt da ist?

In einem Newsletter-Video hatte ich davon gesprochen, dass Sie sich auch in einem anderen Bereich zu einem Experten machen können. Natürlich brauchen Sie dazu etwas Zeit und das neue Thema muss Ihnen auch irgendwie liegen. Sie brauchen immerhin die Bereitschaft neues Wissen zu sammeln und anzuwenden (wenn irgend möglich).

Wenn Sie anfangs noch nicht viel (oder gar keine) eigenen Erfahrungen haben, dann besteht auch die Möglichkeit auf die Erfahrungen anderer zurückzugreifen. Z.B. dadurch, dass Sie sie interviewen oder gezielt nach Erfahrungsberichten suchen. Aus mehreren Erfahrungsberichten können Sie sich dann einen „Durchschnitt“ bilden und diesen verwenden.

Sicher nicht der optimale Weg, aber auch das geht.

Aber besteht denn nicht die Gefahr, dass man nur bei anderen abkupfert und Gefahr läuft „ertappt“ zu werden? Abmahnungen hagelt es doch immer wieder…

Nein, diese Gefahr besteht nicht, wenn Sie nicht buchstäblich abkupfern!

Sie dürfen niemals einfach Inhalte anderer eins zu eins kopieren und für Ihre Zwecke einsetzen oder gar unter Ihrem Namen verkaufen!

Aber niemand kann Ihnen verbieten das, was Sie über ein bestimmtes Thema von anderen gehört oder gelesen haben, in eigenen Worten wiederzugeben – und, ja, vielleicht auch zu verkaufen!

Es gibt immer mehrere Menschen, die in irgendeinem Gebiet „Experten“ sind und Ihr Wissen wird sich wahrscheinlich mehr oder weniger gleichen. Trotzdem kann keiner mit Recht behaupten, der andere hätte bei ihm selbst einfach nur „abgekupfert“.

Wenn Sie sich informieren, belesen und versuchen eigene Erfahrungen zu sammeln oder die Erfahrungen anderer zusammenzutragen und auszuwerten und dieses alles dann wiedergeben, dann kupfern Sie nirgendwo ab und laufen nie Gefahr für etwaige Plagiate abgemahnt zu werden!

Ihre Dienstleistung, die Sie sich vielleicht auch bezahlen lassen, besteht eben genau in dieser Form der Recherche! Deswegen können Sie ja überhaupt nur E-Books, Video-Kurse oder andere Informationsprodukte verkaufen. 

Ihr Kunde spart sich die Zeit, die er sonst selbst aufbringen müsste, um sich diese Infos alle zusammenzusuchen. Das haben Sie für ihn getan.
Und nicht nur das: Sie haben die Infos sogar in ansprechender Weise für ihn zum einfachen und schnellen „Verdauen“ aufbereitet (als E-Book oder in Form von Videos o.ä.). 

Ach ja, denken Sie auch noch einmal daran, dass Sie zu einem bestimmten Thema niemals alles wissen können. Haben Sie also keine Angst ein Produkt herauszubringen, auch wenn Sie vielleicht das Gefühl haben noch nicht alles zu wissen…

Wie sehen Sie das Ganze? Habe ich einen wichtigen Aspekt übersehen? Habe ich etwas vergessen zu erwähnen? 

Ich freue mich über Ihre Kommentare 🙂

Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.
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Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.

11 Comments

  • Stefan

    11. März 2011

    Hallo Gordon,

    mal wieder sehr gut aufgearbeitet. 🙂

    Zum letzten Absatz. Es ist für viele Anfänger eben gerade zu Beginn eine Hürde, die es zu überwinden gilt.
    Viele sagen sich: „Hach, ich weiß doch noch gar nicht so viel oder sogar alles über mein Thema. Deshalb warte ich lieber noch bis ich mehr weiß…“.

    Nur dieser Zeitpunkt wird dann nie kommen. Deshalb: einfach anfangen! ist die Devise mit Mut zur Lücke.

    Gruß
    Stefan

  • Edelgard Hennicke

    11. März 2011

    Hi Gordon,
    das ist alles richtig und toll und ich würde gerne die Zeit investieren, um mich über ein Nischen-Thema zu informieren, mich damit auseinanderzusetzen usw. usw., um dann ein Ebook zu schreiben. Das Problem liegt im Thema… Nur allein über google herauszufinden, welches Thema eine große Nachfrage hat, ist zu einfach, das machen alle. Was gibt es noch für Möglichkeiten um herauszufinden, ob es sich lohnt, über ein Thema zu berichten und vor allem, um viel Zeit zu investieren, damit man ein „Experte“ wird. Bisher habe ich noch keine Nische gefunden, die nicht schon von anderen vermarktet wurde…
    Thema Nr. 1 ist meiner Meinung nach immer noch das Geld verdienen, Thema Nr. 2 ist das passive Einkommen, also wieder einmal Geld verdienen und Thema Nr. 3 ist die Vermehrung des vorhandenen Geldes = schon wieder Geld verdienen…
    Irgendwie witzig… Ich brauche kein Geld – die anderen wollen es immer von mir – aber ich habe keines – da wären wir wieder am Anfang…

    • Gordon Kuckluck

      11. März 2011

      Hallo Edelgard,

      diese Probleme kenne ich selbst zur Genüge…

      „Nur allein über google herauszufinden, welches Thema eine große Nachfrage hat, ist zu einfach, das machen alle.“

      Das verstehe ich nicht. Man kann sehr gut über Google einschätzen, ob ein Markt da ist oder nicht.
      Warum ist das zu einfach?

      Oder anders: Wieso muss es komplizierter sein? 🙂

      Vielleicht werde ich dem Thema, warum alle „Neuen“ im Internet in die „Geld verdienen“ Nische einsteigen, werde ich eventuell mal ein Artikel widmen. Denn ich denke, das hat durchaus Ursachen 😉

      Liebe Grüße
      Gordon

  • Thomas

    11. März 2011

    Hallo Gordon,

    schöner Artikel, den ich mal wieder 100% unterstreichen kann!

    Nun, niemand weiß alles über ein Thema – die wenigsten Leute denken aber daran und blockieren sich damit selbst und gar nicht erst fangen nicht an!

    @ Edelgard
    Wenn Sie eine Nische finden, die noch nicht von anderen vermarketet wird, wie wollen Sie dann wissen, dass sich darin Geld verdienen lässt??
    Suchen Sie sich eine Nische, in der es zwar Konkurrenz gibt, diese aber überschaubar ist!!

    Ihr angesprochenes Zeitproblem, kann ich voll und ganz nach vollziehen, nur ne Lösung weiß ich leider auch nicht!

    Nochmal an dich Gordon…

    Schreib diesen Artikel mit dem Thema „Wieso alle Einsteiger im InternetMarketing in der „Geld verdienen im Internet – Nische“ agieren!

    Bin sehr auf deine Einschätzung gespannt!!

    Liebe Grüße
    Thomas

  • Ruth Groll

    12. März 2011

    Hallo Gordon,
    das ist wirklich wieder ein sehr guter Artikel.
    Dieses Nieschenthema steht bei mir auch ständig an. Das Problem liegt im „nicht anfangen.“ Ich bin auch immer der Meinung, eigentlich weiß ich noch nicht genug. Oder das gibt es doch schon alles, soll ich da auch noch drüber schreiben. Der Anfang ist das Schlimmste, ich stehe mir, glaube ich, selbst im Weg. Ich habe eine schöne Niesche gefunden, der Blog ist angelegt. Ich muss „nur noch anfangen“ zu Schreiben. Ich komme mir nach meinen Recherchen auch wie ein Abkupferer vor.
    Es ist schön zu wissen, das andere es ja auch so machen. Keiner oder nur Wenige erfinden das Rad neu.
    Liebe Grüße
    Ruth

  • Bernd

    13. März 2011

    Hallo Gordon,
    sicherlich darf man keine Artikel einer Zeitschrift 1 zu 1 übernehmen. Es ist aber nicht verboten, wenn man einen guten Satz / Absatz in einem Artikel findet, diesen zu zitieren. Nur muss man das auch richtig machen. Fußnote im Blog ist ein wenig umständlich, um nicht zu sagen, bei den meisten Themes nicht möglich! Deshalb am Besten mit Kursivschrift in eckiger Klammer die Quelle angeben.

    Ich möchte aber noch auf eine Sache hinaus, die wirklich sehr schwierig ist. Das richtige zitieren von Produkten.
    Ich darf eigentlich nicht einfach Outlook schreiben, denn Outlook ist ein Warenzeichen der Firma Microsoft. Deshalb muss ich immer ein &tm; an den Namen setzen. Tue ich das nicht, kann mich die Firma abmahnen.
    Wie soll ich aber wissen, ob das Produkt jetzt ein eingetragenes Warenzeichen der Firma xy ist? Da ist Suchen gefragt. Manchmal genügt ein Blick auf die Verpackung der CD der Software, oder einen Blick in die Herstellerseite, um das herauszufinden.

    Es genügt aber auch einen Absatz am Ende des Artikels zu setzen, der besagt das Produkt xy ist ein Warenzeichen der Firma xy! Es wird zwar von jedem überlesen, doch es steht da! Und ist somit OK!

    Gerade weil Blocks so öffentlich sind, sollte man sich da in Acht nehmen.

    Gruß
    Bernd

  • Ralf Engels

    16. März 2011

    Es ist immer die Sichtweise, wie man ein Thema angeht. Klar 1 : 1 Kopien sind nicht korrekt und zeugen von Nichtwissen. Es ist doch sehr Intressant wenn man sich auf den Weg macht, sich Wissen von einen Thema an zueignen. Die Reise dorthin ist, wie ein Morgen wo man noch nicht weiss, was man heute erleben wird. Auch Experten die ein eBook geschrieben haben und weiter als Experten anerkannt bleiben möchte, muss sich auch immer noch Weiterbilden die Entwicklungen gehen stets weiter.

    Gruß

    Ralf

    • Gordon Kuckluck

      16. März 2011

      Hallo Ralf,

      Du hast Recht: Weiterbildung ist sehr wichtig, besonders im schnelllebigen Internet!

      Viele Grüße
      Gordon

  • Klaus Stumpe

    20. März 2011

    Hallo Gordon,

    hier bin ich mal wieder.
    Jetzt habe ich einen Stand in meinem Internet-Marketing-Verständnis erreicht, der es langsam sinnvoll macht, mich mit den Interessierten dieser Branche auch öffentlich zu verständigen. Ich habe endlich meine eigenen Webseiten (… und …) ins Leben rufen können. Es ist ein Blog (Partner von H. Häusler) und je eine Hauptseite für meine Unternehmensberatung und eine für mein Internetmarketing-Geschäft (aktuell immer am 1. eines Monats).
    Aus diesem Grund habe ich mich auch heute einmal mit Ihrer Webseite etwas intensiver auseinandergesetzt (hätte künftig nichts gegen das „Du“ zwischen uns beiden, wenn Sie einverstanden sind). Wäre gern Mitglied Ihrer Newsletter-Runde, nicht um zu kupfern und abzuschreiben, sondern um mich intensiver mit der Internet-Darstellungsproblematik auseinander setzen zu können. Vielleicht kann ich auch hin und wider auf Ihrer Webseite einen Kommentar zum Besten geben.
    Wie ich gesehen habe, macht z. B. das Finden einer Nische nach wie vor große Schwierigkeiten. Ich denke, ich werde diese Themen für Internetmarketer auch auf meiner eigenen Webseite darstellen, allerdings möglicherweise nur für Interessenten. Habe da schon so bestimmte Vorstellungen. Das könnte ich mir übrigens für Ihr Konzept auch ganz gut vorstellen.

    Für die Entwicklung Ihres Marketing-Geschäftes wünsche ich Ihnen viel Erfolg. Und wie heißt es immer so schön: „Das Gute setzt sich durch“.

    In diesem Sinne noch einen schönen Sonntagabend.

    Mit freundlichen Grüßen

    Klaus Stumpe

    • Gordon Kuckluck

      21. März 2011

      Hey Klaus,

      na dann lass uns uns mal duzen 🙂

      Liebe Grüße
      Gordon

  • Claudia

    16. Januar 2012

    Einfach etwas zu kopieren, ist nie empfehlenswert – weder im Internet noch im echten Leben. Wer nur aus zweiter Hand lebt, wird damit aber auch nicht glücklich sein. Wer sich mit Herz in ein Themengebiet einarbeitet, wird schon bald selber Entdeckungen machen und darüber berichten können – sozusagen Wissenschaft im kleinen. Einfach das, was andere geschrieben haben, zusammenzutragen, ohne etwas dazuzugeben, ist (aus meiner Erfahrung) gar nicht so einfach, dafür denke ich viel zu gerne nach.