Das W3 Total Cache Plugin – Ein Erfahrungsbericht

Wie einige sicherlich mitbekommen hatten, hatte ich vor einiger Zeit versucht GeldSchritte schneller zu machen.

Mittlerweile ist raus, dass die Geschwindigkeitsprobleme weniger am Blog als vielmehr an meinem Hoster lagen. Nach meinem Serverwechsel läuft GeldSchritte jetzt wie geschmiert.

Ein WordPress-Plugin, das ich aufgrund zahlloser Empfehlungen großer Blogs mit massig Traffic in dieser Phase ausprobiert habe, ist das Plugin W3 Total Cache von W3Edge.

In diesem Artikel möchte ich meine Erfahrungen zusammenfassen, weil ich sie durchaus für einige andere Blogs für wichtig halte.

Wieso überhaupt W3 Total Cache?

Geschwindigkeitsoptimierung mit W3 Total Cache?Ich habe in den einleitenden Worten schon erwähnt, dass es um Geschwindigkeitsoptimierung geht. 

Gerade bei größeren Blogs kann einiges zusammenkommen, was beim Seitenaufbau vom Server geladen werden muss:

  • Der Inhalt der Seiten (Text).
  • Grafiken und Bilder.
  • Das Theme und Theme-Einstellungen.
  • Plugins und deren Einstellungen.
  • CSS-Code.
  • JavaScript-Code.
  • RSS-Feed.

Diese Liste erhebt dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit. 

Aber Sie sehen, dass einiges zusammenkommt oder zusammenkommen kann.

Und gerade wenn mehrere Besucher gleichzeitig auf dem Blog unterwegs sind, kann das ziemlich auf Kosten der Server-Performance gehen – auch bei starken Servern (ich spreche von tausenden Besuchern zeitgleich auf dem Blog).

Genau hier kommen sogenannte Cache-Plugins ins Spiel. Vereinfacht ausgedrückt wird das besuchte Blog mithilfe dieser Plugins in den Cache (Zwischenspeicher) des Browsers geladen. Der Besucher bekommt davon nichts mit. Das hat den Vorteil, dass einige Inhalte des Blogs, die ohnehin oftmals nicht verändert werden, aus eben diesem Cache geladen werden können.

Das beschleunigt dann den Seitenaufbau erheblich, da ganz einfach der Server durch weniger Abfragen entlastet wird.

Das W3 Total Cache Plugin behauptet dabei von sich selbst, das vollständigste Optimierungstool für WordPress in dieser Hinsicht zu sein.

W3 Total Cache und seine Tücken

Mittlerweile habe ich das Plugin wieder deaktiviert und gelöscht. Ich hatte leider nur Probleme damit und kann nicht recht nachvollziehen, weshalb so viele "Große" es empfehlen.

Wo lagen die Probleme?

  • Generell:
    Ich hatte bereits im und am Blog selbst Probleme mit dem Plugin. Immer wieder wurden Änderungen nicht (oder nicht sofort) angezeigt, bis ich darauf kam, das Plugin zunächst zu deaktivieren. Zwar weist W3 Total Cache immer wieder bei Änderungen am Blog darauf hin, dass man doch den Cache leeren sollte und bietet dafür auch eine schnelle, integrierte Möglichkeit, aber dieser Hinweis kam eben nicht immer.
     
  • Headway:
    Große Probleme hatte ich auch immer wieder in Kombination mit dem Headway-Theme und besonders dessen visuellem Editor. Durch das Cache-Plugin gab es immer wieder Probleme, wenn ich Änderungen vornehmen wollte und die nicht gespeichert wurden oder sogar den visuellen Editor bzw. Headway komplett "durcheinander" warfen… Frustrierend!
     
  • Andere Software:
    Das W3 Total Cache Plugin war auch für andere Software, die ich in meinem GeldSchritte-Webspace installiert habe und verwende, ein großer Störfaktor. So ließ sich der Easy Video Player 2 immer mal wieder durch das Cache-Plugin "verwirren" und auch der Easy Ebook Seller hatte ganz erheblich Probleme mit den großen Eingriffen, die das Plugin an der .htaccess-Datei auf dem Server vornahm.

All diese Probleme alleine waren schon wirklich ärgerlich. Zusammengenommen haben sie mir aber echt die letzten Nerven geraubt.

Aus diesem Grund habe ich mich von dem Plugin getrennt. 

Und GeldSchritte flutscht wie nie zuvor.

Falls Sie das W3 Total Cache Plugin vor einiger Zeit installiert haben und merkwürdige Probleme an Ihrem Blog bemerken, denken Sie darüber nach, ob die Probleme vom Plugin herrühren könnten. Diese gedankliche Verbindung muss man nämlich erst einmal herstellen… 😉

Wie auch immer freue ich mich über Ihre Kommentare und Ihre Erfahrungen mit diesem (oder andere?) Cache-Plugins!

Vielleicht habe ich ja auch einfach nur etwas grundlegend falsch verstanden oder falsch gemacht?

Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.
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Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.

1 Comment

  • Bernd

    26. Februar 2011

    Hallo Gordon,
    ja zwischenzeitlich war Dein Blog mal wieder sehr langsam in der Ladephase. Der Serverwechsel war bestimmt die beste Alternative, denn im Moment läd der Blog eigentlich sehr schnell.
    Der Performance-Engpass bei Blogs ist sicherlich die Datenbank. Bei viel Traffic natürlich auch der Server selbst. Es kommt immer darauf an, mit wie viel Cache die Datenbank puffert. Und natürlich auch wie sie gerufen wird. Dabei gibt es bei großen Systemen immer 2 Möglichkeiten, entweder man puffert die Anwendung oder die Datenbank. Im Falle des Blogs, ist eine stärker gepufferte Datenbank besser als eine gepufferte Anwendung, weil der eine eben den und der andere einen anderen Satz aus der Datenbank benötigt. Puffert nun die DB, dann kann sie die Anwendung aus dem Puffer befriedigen und braucht nicht auf die Platte. Anders wäre es wenn die Logik in der Anwendung läge. Also DB-Cache vergrößern.
    Oder wie immer die CPU des Servers verschnellern.
    Ein Anwendungscache würde nur bei sehr sehr vielen
    Zugriffen (Millionen pro Std) auf die gleichen Seiten was bringen.
    Ein Cache birgt aber immer die Gefahr, dass das was gecached wird, von Updates überflügelt wird. Dann muss der Cache immer neu gefüllt werden. Siehe Deine Schwierigkeiten mit dem Headway-Editor. Updates sind Gift für einen Cache!

    Gruß
    Bernd