Akismet kostenpflichtig – Was nun? Kostenlose Alternativen?

Jeder, der einen WordPress-Blog betreibt, kennt und hasst es:

SPAM!

Das Plugin schlechthin, ja das Plugin, dass mit jeder neuen WordPress-Installation gleich mitgeliefert wird, heißt „Akismet“.

Doch seit neuestem ist dieses Plugin für geschäftlich genutzte Blogs kostenpflichtig geworden.

Es stellt sich nun die Frage:
Sollte man für Akismet bezahlen?

Akismet – Zahlen oder nicht?

Die Kosten sind nicht gerade hoch. Sie beginnen bei 5 Dollar pro Monat.

Allerdings zahlt man diese 5 Dollar nur, wenn man alleine das Unternehmen führt.

Bei mehreren Mitarbeitern wird es teurer. Und natürlich auch bei mehreren Blogs.

So kommen für Selbstständige im Netz schnell mal 50 Dollar oder mehr im Monat zusammen!

Diese Tatsache hat mich dazu bewogen, ernsthaft nach Alternativen Ausschau zu halten.

Akismet hat bei mir zwar immer tadellos funktioniert und alles geblockt, was es an Spam zu blocken gab, aber das ist mir wirklich zu teuer.

Was gibt es für Alternativen?

Es gibt bestimmt viele Alternativen, wenn es um Spamschutz geht – die einen gut, die anderen mehr schlecht als recht.

Gerade heute habe ich Akismet hier auf GeldSchritte deaktiviert.

Die Alternativen, für die ich mich entschieden habe und die ich nun die nächsten Tage testen werden, sind die folgenden:

Antispam Bee

AntispamBee

Antispam Bee ist der Spamschutz Ersatz für die Kommentarfunktion und die Track- bzw. Pingbacks des Blogs. Die Prüfung von Track- und Pingbacks gibt es bei Akismet übrigens nicht.

Besonders cool finde ich das Feature, dass Antispam Bee Kommentare mit der öffentlichen Spammer-Datenbank Project Honey Pot abgleicht. In dieser Datenbank werden IP-Adressen bekannter Spammer gespeichert. Durch den Abgleich ermittelt Antispam Bee schnell und zuverlässig, ob man Opfer eines solchen bekannten Spammers geworden ist – und blockt alle Kommentare dieser IP Adresse zuverlässig.

Selbstverständlich kann man das Plugin auch seinen Wünschen anpassen. 

Bekannten Kommentatoren, die regelmäßig Kommentare im Blog hinterlassen haben und denen man folglich vertraut, können sofort im Plugin freigeschaltet werden.

Antispam Bee speichert übrigens keine Daten im Ausland, wie das bei Akismet der Fall ist und dort schon häufiger für Schlagzeilen gesorgt hatte…

Zudem ist das Plugin vom Code her sehr klein und demnach angenehm ressourcenschonend. Das macht es auch für große und „pluginlastige“ Blogs interessant.

Ganz nebenbei sei noch erwähnt, dass der Entwickler des Plugins kein geringerer als Sergej Müller ist. Er ist bekannt geworden durch wpSEO und daher vielleicht einigen ein Begriff.

NoSpamNX

NoSpamNX

Das zweite Plugin im Bunde, ist NoSpamNX.

Dieses Plugin konzentriert sich voll auf sogenannte Spam-Bots, die systematisch das Web nach Möglichkeiten Werbung in Form von Kommentaren zu hinterlassen, durchsuchen.

So fügt NoSpamNX bei den Kommentaren einige Extra-Formularfelder hinzu. Diese sind nur im Quellcode vorhanden und für normale, menschliche Besucher völlig unsichtbar und irrelevant.

Spam-Bots durchforschen aber den Quellcode. Roboter können nicht so lesen, wie wir Menschen. Stößt also so ein Bot auf Kommentarfelder im Quellcode, dann werden diese ausgefüllt. Alle. Auch die, die für Menschen unsichtbar sind.

Und was soll das jetzt?

Ganz einfach:
Sind die unsichtbaren Felder ausgefüllt, dann war der Kommentator mit Sicherheit kein Mensch!

Und so filtert NoSpamNX Spam-Kommentare heraus bevor sie überhaupt gepostet wurden…

Warum zwei Plugins?

Bleibt noch die Frage, warum Akismet gleich mittels zweier Plugins ersetzt werden soll.

Die Antwort:
NoSpamNX konzentriert sich voll auf Spam-Bots und eliminiert entsprechende Kommentare im Grunde schon bevor sie abgegeben werden. Ping- oder Trackbacks können nicht überprüft werden und auch solche Kommentare, die nicht auf Spam-Bots zurückgehen, aber dennoch Spam darstellen, werden nicht erfasst.

Hier kommt Antispam Bee ins Spiel. Alles, was bei NoSpamNX „durchrutscht“ soll Antispam Bee wegputzen.

Ich werde berichten, wie sich die beiden Plugins schlagen 🙂

Ich wünschen Ihnen einen spamfreien Blog!
Ihr Gordon Kuckluck

Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.
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Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.

16 Comments

  • Stefanie

    12. Januar 2011

    Hi Gordon, dann bin ich ja mal gespannt auf deine Ergebnisse.
    Ich nutze Aksimet schon lange nicht mehr und bin vor einiger Zeit auf SI CAPTCHA Anti-Spam umgestiegen. Das Plugin fügt einen kleinen Captcha Code ein der bestätigt werden muss, bevor ein Kommentar abgegeben werden kann.

    Bis jetzt bin ich mit diesem Plugin absolut zufrieden.
    Liebe Grüße
    Stefanie

    • Gordon Kuckluck

      12. Januar 2011

      Hallo Stefanie und vielen Dank für Deinen ersten Kommentar nach Aktivierung der neuen Plugins 🙂

      Schade, dass Dein Kommentar nicht gleich freigegeben wurde… immerhin hast Du hier schon kommentier und ich vertraue Dir 😉

      Das hat also schon mal nicht geklappt… 🙁

      Joa, Captcha-Antispam kenne ich auch. Ich finde die aber immer doof und will deshalb so wenig wie möglich davon einsetzen.

  • Thomas Joachim Richter

    12. Januar 2011

    Hallo Gordon,

    also dass Akismet jetzt kostenpflichtig sein soll, hab ich ehrlich gesagt noch gar nicht mitbekommen. Allerdings bin ich dennoch mal auf das Ergebnis mit den Alternativen gespannt. Akismet filtert mir in letzter Zeit einfach zu viel Non-Spam raus.

    Gruß
    Thomas

    • Gordon Kuckluck

      12. Januar 2011

      Hey Thomas,

      ich hab’s ehrlich gesagt auch nur mitbekommen durch einen Kundenauftrag. Da habe ich das plötzlich gesehen. Ich glaube aber das ist schon seit Oktober 2010 oder so.

      Vielleicht gilt das ja auch nur für alle Accounts, die jetzt neu angelegt werden.

      Habe aber keine Lust das auszuprobieren und vielleicht ne Strafe zu riskieren 😉

  • Volker

    12. Januar 2011

    Hallo Gordon,
    tja, kaum mal die WordPress Blog´s "Links liegen gelassen", schon ist man nicht mehr up-to-date 🙂
    Danke für den tollen Beitrag, man lernt nie aus.

    Wünsche Dir auf diesem Wege für das frische Jahr noch alles Gute.

    Liebe Grüße
    Volker

  • Karin

    12. Januar 2011

    Hallo,
    ich setze auf allen meinen Blogs Antispam Bee ein und bin sehr zufrieden. NoSpamNX werde ich mal zusätzlich installieren und testen.

  • Paul

    12. Januar 2011

    Guten Abend Gordon,
    Akismet nutze ich schon seit einigen Wochen nicht mehr und benutze stattdessen auch Antispam Bee und ich muss sagen, dass Antispam Bee sehr zuverlässig arbeitet. Bei mir blockiert das Plugin genau die richtigen Kommentare. Noch wurde nichts durchgelassen was nicht in den Blog gehört. Meiner Erfahrung nach reicht Antispam Bee alleine vollkommen aus.

    Trotzdem bin ich auf deine Testergebnisse gespannt. 🙂

    Gruß
    Paul

    • Gordon Kuckluck

      13. Januar 2011

      Hey Paul!

      Schade, Dein Kommentar ist z.B. im Spam gelandet. Keine Ahnung, warum 🙁

      Naja, kein System ist 100%ig korrekt 😉

  • Paul

    13. Januar 2011

    Moin Gordon!
    Vielleicht solltest du, nachdem du beide Plugins gleichzeitig getestet hast diese dann nochmal einzeln testen. 😉

    • Gordon Kuckluck

      13. Januar 2011

      Joa, Problem ist nur, dass ich zumindest das Gefühl habe, dass sich beide super ergänzen.

      Bei NUR Antispam Bee denke ich, dass eher mal ein Bot durchrutscht. NUR NoSpamNX blockt kein Ping- und Trackback Spam…

      Mal sehen 😉

  • Bernd

    15. Januar 2011

    Hallo Gordon,
    das geht jetzt scheinbar um, das Gespenst der "Kostenpflichtigkeit"!  Erst WP_SEO  jetzt Akismet!
    Danke für die Info!
     
    Gruß
    Bernd

  • Frank Zimper

    19. Januar 2011

    Antispam Bee finde ich ja auch interessant, aber wie genau funktioniert das mit dem Project Honeypot ohne Übertragen der IP?

    Nach meinem Verständnis ist das auch nicht besser als bei Akismet.

    • Gordon Kuckluck

      19. Januar 2011

      Hallo Frank,

      dazu steht folgende Aussage auf der Plugin-Seite:
      „Hinweis: Die IP-Adresse des Kommentators wird in modifizierter Form an den Server des Services zweck Abgleich kommuniziert. Anderweitige Daten werden weder gesendet noch gespeichert.“

      Liebe Grüße
      Gordon

  • Nicklas

    22. März 2011

    Das ist nun wirklich eine verrückte Neuigkeit. Ich halte mich halbwegs auf dem Laufenden, aber dass Akismet kostenfplichtig ist, höre ich heute zum ersten Mal.

    Ich werde die von dir vorgeschlagenen Alternativen mal testen. Sofern es einen gleichwertigen Service „für umme“ gibt, werde ich ganz sicher nicht für Akismet bezahlen. Sollte Akismet sich jedoch als haushoch überlegen erweisen, entrichte ich gerne einen kleinen Obolus.

    • Gordon Kuckluck

      22. März 2011

      Hallo Nicklas,

      also ich bin mit den Alternativen durchaus zufrieden 😉

      Liebe Grüße
      Gordon