Statt Mäusen erstmal Mausarm

Für viele Selbstständige im Internet stellt die viele Computerarbeit eine ganz besondere Herausforderung bereit: Den „Mausarm“ 🙂

Schonmal gehört?
Schonmal gehabt?!

Mausarm vor dem Verdienen eigener „Mäuse“ – das ist bitter 😉

Da ich solch einen Mausarm nun schon seit einiger Zeit „genießen“ darf, möchte ich diesen Artikel mal diesem eher medizinischen Thema widmen.

Was ist denn bitte ein Mausarm?!

„Mausarm“ ist die umgangssprachliche Bezeichnung für das Repetitive Strain Injury-Syndrom (RSI). „Repetitive Strain Injury“ heißt übersetzt soviel wie „Verletzung durch wiederkehrende Belastung“. Medizinisch gesehen ist das wohl tatsächlich ein klein wenig etwas anderes als z.B. eine Sehnscheidenentzündung oder ein „Tennisarm“ – von den Symptomen her ist es aber ähnlich.

Durch die (zwar nicht sehr hohe aber dafür) stete Belastung durch z.B. Computerarbeit (Tastatur- oder Mausbedienung) kommt es dabei zu unspezifischen Beschwerden im Handgelenk, Ellbogen oder auch der Schulter.

Mich persönlich hat es auch erwischt. Schon seit mindestens vier Wochen habe ich laut meiner Hausärztin solch einen „Mausarm“. Bei mir äußert er sich vornehmlich im Ellbogenbereich durch (teils ziemlich starke) Schmerzen. Besonders das komplette Strecken des Arms gelingt nur unter teils recht großen Schmerzen. Auch morgens, wenn ich in der Nacht z.B. lange mit angewinkeltem Arm gelegen habe, fällt das Strecken des Arms im Ellbogen besonders schwer.

Da es sich um solch eine häufige Erscheinung handelt, die besonders Personen betrifft, die viel am Computer sitzen, halte ich dieses Thema auch für meinen Blog für interessant.

Hat’s einen erstmal erwischt, dann fragt man sich natürlich:

Wie wird man den Mausarm wieder los?

Eine gute Frage. Ich bin ihn immer noch nicht vollständig wieder losgeworden, obwohl es schon viel besser geworden ist.

Die gängigsten Tipps beziehen sich auf den Arbeitsplatz und das Arbeitsverhalten an sich:

  • Eine gute Sitzhaltung ist wichtig.
  • Ein ergonomischer Arbeitsplatz ist wichtig (einschließlich ergonomischer Geräte).
  • Regelmäßige Pausen sind wichtig.
  • Sport scheint vorbeugend zu wirken.
  • Es gibt Salben, die bei solchen Entzündungserscheinungen helfen können. Hier muss Sie aber ein Arzt beraten, davon lasse ich lieber die Finger 😉

Nehmen wir mal die Punkte ein wenig auseinander und fangen wir dabei hinten an.
Zum letzten Punkt möchte ich nichts mehr weiter hinzufügen – hier muss wie gesagt ein Fachmann her!

Sport

In Sachen Sport kann ich nur sagen:
Mag sein, dass er vorbeugend wirkt. Allerdings habe ich (damals) noch viel und regelmäßig Sport getrieben (in letzter Zeit komme ich da kaum noch zu). Und trotz regelmäßigen Fitnesstrainings hat es mich erwischt…

Besondere Schwierigkeit ist auch, wenn man den Mausarm erstmal hat. Mit solch einem Arm ist der Sport nicht nur schmerzhaft, sondern teilweise unmöglich. Auch meine Ärztin riet mir vom Fitnesstraining mit Hanteln ab, solange ich den Mausarm hätte.
Insofern mag Sport zwar vorbeugen, aber hinterher ist er wohl eher nicht ratsam…

Pausen

Pausen sind nicht nur wichtig – sie sind auch noch eine Kunst für sich 😉

Im Ernst:
Als Selbstständiger an regelmäßige Pausen zu denken, ist schwieriger als man sich vielleicht vorstellt. Das ist so schwer und scheinbar so ein großes Thema, dass es schon Software gibt, die einen an regelmäßige (Micro-)Pausen erinnert…

Ein gutes Zeitmanagement und gute Planung ist hierbei natürlich besonders wichtig. Man muss sich da eingewöhnen und das klappt nicht sofort, da spreche ich aus Erfahrung. Aber nach und nach sollte man einigermaßen feste Zeiten für die Arbeit und feste Zeiten für die Pausen (und den Feierabend) planen – und dann natürlich auch einhalten!

Ergonomie

Zu einem ergonomischen Arbeitsplatz gehören Dinge wie z.B. ein (höhen-)verstellbarer Monitor, ein höhenverstellbarer Drehstuhl mit Armlehnen, ein Schreibtisch in der richtigen Höhe, eventuell eine ergonomisch geformte Tastatur (in V-Form) sowie eine ergonomisch geformte Maus mit eventuell vorhandener Handauflage davor (gibt’s auch bei Tastaturen).

Okay, ich muss hier zugeben, dass ich, was die Arbeitsplatzergonomie angeht, eine totale Niete bin. Ich habe weder einen höhenverstellbaren Stuhl, noch eine ergonomische Tastatur oder Maus (hey, Moment mal… hier könnte man auch sagen, dass Apple eine Ergonomie-Niete ist!) 😉

Jetzt stellt sich für mich aber eine Frage:
Ist eine ergonomische Maus wirklich besser? Hat jemand von Ihnen Erfahrung damit? Macht das einen spürbaren Unterschied?

Das ist ganz besonders von Bedeutung, denn es gibt noch eine Möglichkeit den Mausarm erst einmal wieder loszuwerden…

Man nehme die Maus einfach in die andere Hand!

So bediene ich die Maus schon seit geraumer Zeit mit der linken Hand (und bin sogar schon ziemlich gut darin geworden, auch wenn’s anfangs total ekelig war ;)).

Aber das geht natürlich nicht mit einer ergonomischen Maus, die extra z.B. für die rechte Hand „maßgeschneidert“ wurde, oder?

Aus diesem Grund habe ich bisher immer noch an der Magic Mouse von Apple festgehalten – die ist dermaßen unergonomisch geformt, dass man sie problemlos mit der linken oder rechten Hand bedienen kann 😉 😀

Abschließende Bemerkungen

Holen Sie sich bloß nie einen Mausarm – den werden Sie so schnell nicht mehr los, wenn Sie auf regelmäßige Computerarbeit angewiesen sind! 😉

Daher ist mein Tipp an alle:
Beugen Sie so gut es geht vor!

  • Wenn Sie viel am Computer arbeiten müssen, dann sorgen Sie für ausreichend Bewegung (Sport) als Ausgleich!
  • Sorgen Sie von Anfang an für eine angemessene Arbeitsplatzergonomie!
  • Lernen Sie es regelmäßig Pausen einzuplanen – und halten Sie sich an die geplanten Zeiten!

Jetzt im Nachhinein ist es ziemlich schwer für all dies zu sorgen. So etwas wie Sport ist sogar teilweise so schmerzhaft, dass es gar nicht mehr (oder nur eingeschränkt) möglich ist.

Lernen Sie aus meinen Fehlern 😉

Und vielleicht haben Sie ja auch einen Tipp für mich oder sogar eigene Erfahrungen zu diesem Thema? Dann würde ich mich über Kommentare freuen 🙂
Soll ich z.B. lieber auf eine ergonomische Maus umsteigen oder sollte ich die Magic Mouse behalten, die ich rechts wie links bedienen kann?

Ich freue mich auf einen Austausch und wünsche Ihnen alles Gute (nur keinen Mausarm)
Ihr Gordon Kuckluck 🙂

Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.
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Gordon Kuckluck

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3 Comments

  • Matze

    30. November 2010

    Hallo Gordon,
    vielen Dank für diesen Artikel :). Ich musste echt schmunzeln. Allein das Wortspiel „Mausarm“ ist wunderbar *g.
    Mach weiter so!! (Am besten natürlich ohne Mausarm *g)
    Gruß,
    Matze

  • Stefanie Schmidt

    2. Dezember 2010

    Hi Gordon, mal was ganz anderes von dir heute aber ich denke auch, dass das ein Problem ist, dass viele früher oder später trifft.
    Ich muss im Moment auch etwas auf mein Handegelenk achten, das merke ich inzwischen auch hin und wieder.

    Ich denke das beste „Gegenmittel“ sind wirklich Pausen, in denen man dann die Hand gezielt entspannt oder aber ein paar gegenbewegungen macht (hilft bei meinem Handgelenk immer ganz gut).

    Das mit der ergonomisch geformeten Maus ist denke ich so eine Sache – wenn das was bringen soll musst du denke ich einiges investieren. Gibt zwar inzwischen auch günstige aber die liegen teilweise richtig schlecht in der Hand – also genau testen bevor man kauft.
    Im übrigen bin ich was sowas angeht auch total schlecht ausgestattet, geht also nicht nur dir so^^.
    Drük dir auf jeden fall die Daumen das du das bald wieder in den Griff bekommst.

    Liebe Grüße
    Stefanie

    • Gordon Kuckluck

      2. Dezember 2010

      Danke Stefanie!

      Kann man Dir ja auch nur alles Gute wünschen… vor allem, dass es nicht noch schlimmer wird! 😉