Videos selbst erstellen: Videos verbreiten (Teil 5)

Wenn Sie nun ein Video (ob nun Screencast- oder Camcorder-Video) erstellt haben, dann wollen Sie es natürlich auch im Internet verbreiten. Und natürlich gehört in eine "Videos selbst erstellen"-Artikelserie auch hierüber ein kleiner Bericht.

Denn wenn es um das Verbreiten der eigenen Videos geht, dann fragen Sie sich selbst vielleicht auch:
Wie mache ich das? Welche Plattformen gibt es dafür? Und muss ich wirklich auf jeder einzelnen Video-Plattform mein Video per Hand hochladen?!

Video-Plattformen vorgestellt am Beispiel von YouTube

Ich möchte einfach mal den total simplen "Video-Hochlade-Prozess" an der wohl bekanntesten Video-Plattform überhaupt vorstellen: YouTube. Im folgenden Video zeige ich, wie ich ein kleines Test-Video in meinen Account hochlade.

Grundlegende Video-SEO

Tatsächlich ist es wichtig, bereits beim Dateinamen auf korrekte Bezeichnungen zu achten. Erstellen Sie also ein Video über "Camtasia for Mac", dann sollte Ihr Video auch in etwa so heißen; hieße Ihr Video "neues_video_nr_7.mov", dann wäre das nicht so toll… 😉

Außerdem ist es dann wichtig einen Titel für Ihr Video zu wählen, in dem das Haupt-Keyword bereits vorkommt – im Beispiel also "Camtasia" und am besten auch noch "for Mac".
Im Beschreibungstext sollten Sie das Haupt-Keyword abermals erwähnen. Spicken Sie den Text hier noch etwas mit weiteren relevanten Keywords (im Beispiel etwa "screencasts", "screen captures" oder "bildschirmaufnahmen"). Achten Sie darauf, alle Keywords in der PLURAL-Form zu schreiben – auf diese Weise wird Ihr Video auch angezeigt, wenn jemand nach dem Singular (also z.B. "Screencast" statt "Screencasts") sucht.
Bei den Tags sollte wirklich alles rein, was Ihnen an Stichworten einfällt: Das Haupt-Keyword, sowie alle Keywords, die im Beschreibungstext vorkommen und noch einige mehr. Überlegen Sie hier wirklich, welche Keywords jemand wohl eingeben würde, wenn er etwas zum Thema Ihres Videos suchen würde. Versetzen Sie sich in die Lage des Suchenden: Wenn SIE nach etwas suchen würden, dass Sie in Ihrem Video behandeln, wonach würden SIE suchen?

Toll für Suchmaschinen sind neben diesen Einstellungen aber auch Links. Wenn Ihr Video also auf ganz vielen Video-Plattformen auftaucht und nicht nur bei YouTube, dann wird Ihr Video höher gewertet in den Suchergebnissen – und damit auch höher gelistet! Das funktioniert so ähnlich wie die Backlinks bei einer "normalen" Internetseite.

Das Video aber auf zig Plattformen per Hand hochzuladen, dauert eine halbe Ewigkeit… geht das denn nicht auch schneller?!

Ja, das geht 😉

Videos gleichzeitig bei mehreren Plattformen einstellen

Es gibt mittlerweile einige Dienste, die das automatische Verbreiten auf mehrere Video-Plattformen nach einmaligem Hochladen für Sie übernehmen.

Zu den kostenlosen Varianten zählt der Service von VideoCounter. Kostenlos, solange Sie 100 Uploads im Monat nicht überschreiten und Ihre Videos nicht größer als 100MB sind – aber das sollte für's Erste doch reichen, oder? 😉 😀
(Beachten Sie allerdings, dass es nicht um VIDEOS, sondern um UPLOADS geht! Melden Sie sich also bei ALLEN zur Verfügung stehenden 15 Video-Plattformen an bzw. verknüpfen diese mit Videocounter, dann sind mit EINEM hochgeladenen Video 15 Uploads weg! Somit könnte man ca. 6 Videos über Videocounter im Monat auf 15 Plattformen verteilen.)

Diesen Service benutze ich selbst seit einiger Zeit schon. Daneben habe ich aber vor nicht allzu langer Zeit einen weiteren interessanten Dienst gefunden, der ähnlich funktioniert und bei dem es keine Beschränkungen gibt: Pixelpipe.

Das Prinzip ist bei all diesen Services gleich:
Sie laden Ihr Video bei dem Service hoch, geben Titel, Beschreibung und Keywords ein (und wählen vielleicht noch eine Kategorie) und brauchen folglich nur einmal auf "Upload" klicken. Sobald Ihr Video nämlich zu dem Service hochgeladen wurde, wird es von dem Service automatisch an alle vorher verknüpften Video-Plattformen weitergeleitet. Das dauert einige Zeit, aber Sie müssen wenigstens nicht alles von Hand machen und können in der Zeit bereits wichtigere Dinge erledigen!

Natürlich gibt es neben den hier erwähnten Diensten noch weitere Dienste, z.B. TubeMogul (englisch), was aber eher international ausgerichtet ist und besonders auch englischsprachige Video-Plattformen integriert.

Videos selber hosten

Bleibt noch eine Frage zum Schluss:
Nicht JEDES Video soll bei YouTube oder anderen Plattformen hochgeladen werden. Manche will man vielleicht auch einfach selber hosten.
Wie oder wo kann man das am besten tun?

Für das Hosten von Videos selbst eignet sich am besten der Service von Amazon S3. Dort kann man wirklich günstig seine Videos (und auch andere Dateien, wenn man will) hochladen. Man zahlt für das Speichern und den Traffic wirklich nur Cent-Beträge (wenn man nicht gerade hunderttausende Abrufe im Monat hat; aber wenn das der Fall ist, wird man das bisschen mehr Geld auch aufbringen können, schätze ich ;)).

Amazon S3 ist aber nicht ganz einfach zu bedienen; die Benutzeroberfläche ist nicht unbedingt die anwenderfreundlichste…

Das haben die Kollegen von eZs3 (sprich: "Easy S Three") erkannt und einen Service um den Amazon S3 Service herum aufgebaut. Bei eZs3 findet man also eine einfach zu bedienende Oberfläche und kann sein eZs3-Konto mit dem Amazon S3-Konto leicht verbinden. Fortan kann man somit via eZs3 alle Dateien bei Amazon hochladen. Aber nicht nur das: Man kann ganz leicht Video-Player zu Video-Dateien erstellen und mit einigen Gimmicks (z.B. einer Kommentar-Funktion, einem integrierten Download-Button u.ä.) ausstatten.
Ich selbst nutze eZs3 auch. Der Service ist allerdings auf englisch.

Nachteil:
eZs3 kostet 20 Dollar im MONAT!
(Plus natürlich die Hosting-Kosten bei Amazon S3, die aber – wie gesagt – im Cent-Bereich liegen.)

Ich finde das ist in Anbetracht dessen, was man geboten bekommt, ziemlich überteuert. Na klar, man kann beispielsweise auch PDF-Dateien und andere Sachen per eZs3 zur Verfügung stellen, aber dazu kann man auch einfach den eigenen "normalen" Server nutzen, sooo groß sind diese Dateien ja meist nicht.

Daher mein Tipp:
Nutzen Sie NICHT eZs3, sondern greifen Sie auf den EasyVideoPlayer2 zurück!

Für diesen Player sprechen meiner Meinung nach gleich mehrere Gründe:

  • Allen voran der Preis!
    Klar, Sie zahlen zunächst mal mehr (ca. 90€). Aber diese Zahlung ist EINMALIG! Sie zahlen nicht wieder und wieder 20 Dollar im MONAT, sondern EINMAL 127 Dollar – das war's.
  • Außerdem bietet der EasyVideoPlayer2 zahlreiche Funktionen, die besonders für Internetmarketer konzipiert sind:
    Sie können ein Optin-Formular am Ende eines Videos einblenden lassen.
    Sie können einen "Jetzt kaufen"-Button am Ende eines Videos einblenden lassen.
    Sie können eine automatische Weiterleitung nach Abspielen eines Videos durchführen lassen.
    Und vieles mehr.
  • Kinderleichte Bedienung.
  • Genauso englisch, wie eZs3 auch… 😉

Also wirklich ein Player, der ganz auf das Internetmarketing und das Verkaufen von digitalen Infoprodukten ausgelegt ist.

Sobald ich das Geld für diesen Player "über" habe, werde ich den (langfristig zu teuren) Service von eZs3 kündigen und mir den EasyVideoPlayer2 zulegen. Machen Sie das lieber gleich 😉

Fazit

Ihr Video zu verbreiten und bekannt zu machen ist sehr wichtig! Nur so können Sie schließlich den so wertvollen Traffic von den verschiedenen Video-Plattformen erhalten!

"Nebenbei" werden Ihre Videos auch in Suchmaschinen besser gelistet, wenn Sie auf mehreren Plattformen zu finden sind. Und DAS wiederum sorgt indirekt für mehr Besucher auf Ihrer Seite oder Ihrem Blog.

Videos bei Video-Plattformen wie YouTube per Hand hochzuladen, ist gar nicht schwer, das haben wir gesehen. Noch besser sind aber die diversen "Verbreitungs-Dienste", die sich zudem sehr gut ergänzen: VideoCounter verfügt über angeschlossene Plattformen, die bei Pixelpipe fehlen – und andersherum.

Tja… das war's dann für's Erste mit der Artikel-Serie "Videos selbst erstellen". Ich hoffe, Sie konnten das Ein oder Andere daraus mitnehmen. Natürlich freue ich mich über Feedback in Form von Kommentaren! 🙂

Beachten Sie bitte, dass in dem geplanten My-Video-Marketing-Kurs natürlich mehr und bessere Infos enthalten gewesen wären. Ich hätte im Zuge der Kurs-Erstellung z.B. auf jeden Fall auch die Windows-Versionen einiger Programme getestet und vorgestellt, sowie diverse weitere Dienste für Sie auf Herz und Nieren geprüft. Da ich den Kurs aber aufgegeben habe, bestand auch keine Notwendigkeit mehr, hier übermäßig Zeit und Geld zu investieren. Ich denke Sie verstehen das.

Ich wünsche abermals viel Erfolg bei IHREN selbst erstellten Videos und wünsche weiterhin eine schöne Woche
Ihr Gordon Kuckluck

Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.
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Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.

3 Comments

  • ivanGALiLEO

    27. Oktober 2010

    Wieder viele gute Tipps Gordon.
    Das sind alles ganz nützliche Sachen.

    Zu kostenlosen Video-Verbreitungsportalen kann man noch TubeMogul erwähnen,
    ähnlich wie VideoCounter.

    Den EasyVideoPlayer 2.0 habe ich mir letzte Woche geleistet.
    Man muss da ein wenig aufpassen.
    Das Teil ist einerseits hervorragend, besonders wenn man eben nicht selber
    Adobe Flash und Quellcode-Einstellungen beherrscht.

    Was man anfangs aber NICHT weiß beim Kauf (127 Dollar) ist,
    dass dort dann ein Wasserzeichen als Link im Player drin ist, der NICHT dein Affiliate-Link ist.
    Um diesen Provisionskiller wieder loszuwerden, muss Du dann nochmal 77 Dollar
    zahlen. Dann darfst Du erst mit der sogenannten Commercial-Lizenz,
    Deinen eigenen Clickbank-Link zeigen IM Player plus eigenes Wasserzeichen, wenn erwünscht.
    Und Du bist gleich automatisch in einer Membership drin,
    und wenn du dich nicht abmeldest kostet’s halt monatlich 37 Dollar oder so.
    Sind schon Füchse die Amis…

    Ich werde demnächst eine deutsche Anleitung dazu schreiben,
    denn die Installation ist nicht ohne, wenn man wenig englisch kann.
    Es ist zwar nicht schwerer als einen WordPress-Blog aufzusetzen,
    aber wenn man mit FTP, Datenbanken erstellen, usw., noch nie was zu tun hatte
    vielleicht verwirrend.

    Mach weiter so Gordon, bin gespannt auf welches Thema du deine Videos aufbauen wirst.

    • Gordon Kuckluck

      27. Oktober 2010

      Hallo Ivan
      und danke erstmal für Deinen Kommentar 🙂

      TubeMogul erwähne ich ja kurz im Artikel. TubeMogul ist ja aber eher international ausgerichtet, weshalb ich für den deutschen Raum VideoCounter explizit erwähnt habe.

      Vielen Dank für die sehr wertvollen Ergänzungen zum Easy Video Player! Das wusste ich auch noch nicht! Und lässt einen ja jetzt fast schon wieder überlegen, ob man das dann nutzt oder doch bei eZs3 bleibt… 😉 37 Dollar im Monat wäre ja sogar mehr, als bei eZs3!

      Bin mal gespannt auf Deine Anleitung 😉

      Liebe Grüße
      Gordon

  • ivanGALiLEO

    27. Oktober 2010

    Hi, nochmal kurz: Die Membership ist nicht Pflicht. Also Du kannst den EasyVideoPlayer nutzen ohne diese Membership. Das ist ein „freiwilliges“ Abo mit Tipps und Tricks zum Internet Marketing.

    Konkret: mit 127+77 Dollar hast Du Dein EasyVideoPlayer, ohne Wasserzeichen und neutralem Kauf-Link.