Videos selbst erstellen: Grundlegende Überlegungen (Teil 1)

Heute startet eine neue Artikelserie zum Thema „Videos selbst erstellen“. Im Einzelnen behandelt werden:

Es handelt sich um eine gekürzte „Essenz“ aus dem, was ich eigentlich für den Multimedia-Kurs „My-Video-Marketing“ in Planung hatte.

Warum überhaupt Videos?

Erinnern Sie sich noch an meinen Spruch bei My-Video-Marketing (falls Sie es mitbekommen hatten)?

Videos sind die Zukunft!

Mittlerweile würde ich sogar noch ergänzen wollen:

Videos sind die Gegenwart!

Videos kommt eine immer größere Bedeutung zu – obwohl sie heute schon eine immense Bedeutung haben!

Ich möchte mich daher in diesem Blog-Artikel nun mehr einer weiteren Frage zuwenden:

Warum selbst erstellte Videos?

Es gibt mittlerweile viele Firmen, die die Zeichen der Zeit längst erkannt haben und sich voll darauf spezialisiert haben, Videos für andere Personen zu produzieren. Warum also nicht auf diese Firmen zurückgreifen, die das vermutlich eh besser können als man selbst? Aus meiner Sicht sprechen mehrere Gründe dagegen:

  • Der Preis. Für gewöhnlich kostet solch eine professionelle Herstellung eines einfachen Videos viele hundert (wenn nicht sogar tausend) Euro. Haben Sie dieses Geld wirklich „über“? Falls ja, dann sollten Sie tatsächlich diese Option in Erwägung ziehen und sich genauere Angebote einholen!
  • Die Glaubwürdigkeit/Authentizität. Natürlich spielt es eine Rolle, in welchem Bereich Sie mit Ihrem Unternehmen angesiedelt sind. Ein Autohaus wird vermutlich sehr von einem professionellen Video profitieren. Sind Sie jedoch im Onlinebusiness tätig (wie ich), dann sollten Sie wirklich überlegen, ob dieser Grad der Professionalisierung wirklich Sinn für Sie macht. Ich persönlich finde es viel authentischer, ja viel sympathischer, wenn ein Video von einem anderen Internetmarketer nicht so professionell aussieht, dafür aber „echt“.
  • Die Zeit. Erstellen Sie ein Video bei oder mithilfe einer externen Firma, dann können Sie sicher sein, dass Sie nicht der Einzige sind, der diesen Service in Anspruch nimmt. Die Firma wird sicherlich noch weitere Termine haben. Will sagen: Sie werden die Firma vermutlich eine bestimmte Zeit gebucht haben oder wurden für eine bestimmte Zeit eingeplant. In dieser Zeit muss das Video dann im Kasten sein.
  • Die Kontrolle. In Zusammenspiel mit der Zeit, ist auch noch die Kontrolle ein Aspekt, warum ich persönlich das eigenständige Erstellen von Videos bevorzuge. Erstelle ich Videos in Eigenregie, dann kann ich mir nämlich nicht nur so viel Zeit dafür nehmen, wie ich will, sondern habe auch jederzeit die volle Kontrolle über meine Aufnahme. Wenn ich will, kann ich zig Mal eine Aufnahme wiederholen oder mehrere Aufnahmen in unterschiedlichen Locations und zu unterschiedlichen Zeit bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen aufnehmen. Dies könnte bei externen Firmen zum Problem werden.

Generelle Tipps

Wenn Sie tatsächlich selbst Videos herstellen möchten, dann sollten Sie folgende Tipps nicht unbeachtet lassen:

  1. Drehen Sie nicht einfach „so aus dem Bauch“ heraus. Natürlich kann das klappen und manchmal sind Spontan-Videos auch richtig gut. Für gewöhnlich möchten Sie aber nicht einfach so spontan ein Video drehen, sondern verfolgen mit Ihrem Video ein bestimmtes Ziel. Sie sollten sich also genau überlegen, was Sie sagen wollen und wie Sie im Video das geplante Ziel ansteuern wollen.
  2. Erstellen Sie nach der Überlegung aus Punkt 1 ein Skript für das Video und gehen Sie danach vor (das wird Gegenstand von Teil 2 dieser Artikelserie sein).
  3. Achten Sie darauf, dass das Video nicht zu lang wird! Besser ist es, wenn Sie versuchen längere Videos in mehrere kleinere aufzuteilen.
  4. Ziehen Sie bei Camcorder-Aufnahmen Szenenwechsel in Betracht, um „Bewegung“ ins Video zu bringen (mehr dazu in Teil 4 dieser Artikelserie). Versuchen Sie bei Screencasts Bewegung ins Bild zu bekommen, indem Sie z.B. animierte Präsentationen verwenden (mehr dazu in Teil 5). Aber Achtung! Übertreiben Sie es hier nicht! Machen Sie sich bewusst:
  5. Sie müssen nicht Brad Pitt oder Julia Roberts sein um ein gutes Camcorder-Video zu erstellen! Sie müssen nicht „richtig“ schauspielern – im Gegenteil! Sie sollten ganz Sie selbst sein! Setzen Sie daher Szenenwechsel und Bewegungen wohl dosiert ein!
  6. Versuchen Sie ein wenig auf Ihre Sprache zu achten. Hören Sie sich hinterher Ihre eigene Aufnahme an, auch wenn das vielleicht erstmal ekelig ist 😉 Und? Hören Sie sich lahm und monoton an? Dann ändern Sie das doch! Wie gesagt: Keiner bekommt am Ende mit, wie oft Sie eine Aufnahme insgesamt machen mussten, damit Sie zu dem wird, was Sie letztlich ist! Schläfern Sie die Leute nicht ein, sondern seien Sie begeistert und „aktiv“ in Ihrer Stimme!
  7. Schließlich noch ein Tipp: Üben! Üben! Üben! Drehen Sie ein Video nicht einfach nur einmal, sondern machen Sie mehrere Aufnahmen und wählen dann die beste aus! Lassen Sie sich nicht durch Pannen aus dem Konzept bringen und machen Sie sich locker – Ihnen schaut doch erst einmal nur die Kamera zu, sonst keiner! Sie sind nicht live! Seien Sie also ganz ruhig und natürlich – Sie können blöde Aufnahmen jederzeit wieder löschen ohne dass Sie jemand zu Gesicht bekommt!

Soviel für heute. Im nächsten Teil geht es dann konkret um Skripte und wie die bei mir persönlich so aussehen. Ich freue mich jetzt aber erstmal auf zahlreiche Kommentare! 🙂 Viele liebe Grüße und eine schöne Woche Ihr Gordon Kuckluck

Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.
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Gordon Kuckluck

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9 Comments

  • Stefanie Schmidt

    19. Oktober 2010

    Hallo Gordon,
    das klingt mal wieder echt spannend, hoffe mal das ich mir ein paar gute Tipps bei dir holen kann, da ich jetzt auch etwas mehr mit Videos arbeiten möchte (ist ja eigentlich schon länger geplant…).
    Ich denke auch, dass die Aussage „Videos sind die Gegenwart“ am besten zutrifft – Videos haben auch jetzt schon einen hohen Stellenwert und werden gern angenommen.

    Zu deiner Aufzählung, was gegen die Videoproduktion durch professionelle Firmen spricht hätte ich noch eine Ergänzung: Gerade bei Camcorder Aufnahmen hat der Zuschauer die Möglichkeit, einen Eindruck von der Person zu gewinnen, die hinter einem Projekt steht – also wie sieht diese Person aus, wie spricht sie, ist sie mir sympathisch?
    Ich denke das kann ein sehr hilfreiches Mittel zum Vertrauensaufbau sein.
    Bei fremdproduzierten Videos fällt das natürlich weg.

    Liebe Grüße
    Stefanie

    • Gordon Kuckluck

      19. Oktober 2010

      Hallo Stefanie,

      danke für die Ergänzung 🙂
      Man muss natürlich aber auch noch bedenken:
      „Fremdproduziert“ kann auch bedeuten, dass man selbst vor der Kamera steht, aber das ganze professionell in einem Studio aufnimmt bzw. aufnehmen lässt. Ich denke, dass das dann aber gerade für einen Anfänger eine Spur zu aufregend sein könnte 😉 Vielen fällt es bereits schwer GANZ ALLEIN vor der Kamera zu stehen – wie geht’s denen dann erst, wenn Sie in einem Studio sozusagen vor „Zuschauern“ stehen 😉 😀

      Viele Grüße
      Gordon

  • Stefanie Schmidt

    20. Oktober 2010

    Hi Gordon,
    ok, so wäre es natürlich dann doch möglich selbst vor der Kamera zu stehen.
    Aber ich denke auch dass das ziemlich nervenaufreibend sein könnte – für mich wäre das sicher nichts.
    Und für normale YouTube Qualität reicht ja meistens auch eine normale Kamera denke ich oder?

    Liebe Grüße
    Stefanie

    • Gordon Kuckluck

      21. Oktober 2010

      Hi Stefanie,

      da hast Du in beiden Fällen recht:
      Für mich wäre diese Art des Video-Drehs auch extrem aufregend 😉
      Für eigene Videos reichen mittlerweile teilweise schon Handy-Kameras 😉
      Aber das kommt noch andeutungsweise im Laufe dieser Serie.

      Liebe Grüße
      Gordon