Webbusiness mit Infoprodukten

Warum bin ich bisher immer wie selbstverständlich davon ausgegangen, dass Sie Ihr Webbusiness mit Infoprodukten aufbauen wollen – genau wie ich (vergleiche den Artikel über Zeit, outsourcen und virtuelle Assistenten sowie den Artikel Arbeiten mit „Erfüllung“)?

Das liegt daran, dass ich davon überzeugt bin, dass es keine bessere Geschäftsmöglichkeit gibt als die, Informationen zu verkaufen.

Warum ein Webbusiness mit Infoprodukten?

Image: Catherine Hadler / FreeDigitalPhotos.net

Wenn Sie ein Business planen, dann haben Sie im Grunde genommen drei Optionen:

  1. Sie verkaufen ein bestehendes Produkt weiter.
    Mit anderen Worten: Sie steigen ins Affiliatemarketing ein. Oder – wenn es um ein physisches Produkt geht, dass Sie z.B. über einen Online-Shop verkaufen möchten – Sie kaufen ein bereits bestehendes Produkt im Großhandel ein und verkaufen es dann weiter.
  2. Sie lizenzieren ein Produkt.
    Als Lizenzgeber haben Sie ein Produkt oder eine Marke oder sind Künstler und haben tolle Bilder gemalt oder Musikstücke komponiert. Sie lassen sich dieses Erzeugnis (welcher Art nun auch immer) lizenzieren und geben an andere das Recht weiter, es für ihre Produkte einzusetzen.
    Als Lizenznehmer profitieren Sie dann von einer bekannten Marke oder der ausgewiesenen Qualität des Lizenzgebers.
  3. Sie entwickeln Ihr eigenes Produkt.
    Sicherlich der schwierigste, aber dafür auch der lukrativste Weg von allen!

Ich möchte jetzt nicht weiter auf die ersten beiden Optionen eingehen, sondern mich auf die dritte konzentrieren. Das ist besonders auch unter Berücksichtigung des ZOFF-Prinzips wichtig, wie Sie gleich noch sehen werden.

Denken wir nun an die Herstellung physischer Produkte, dann fallen uns wahrscheinlich alle möglichen Dinge ganz spontan ein:

  • Ich brauche einen Geschäftsraum oder sogar mehrere Räume um die Dinge fertigen zu lassen und ggf. auch verkaufen zu können.
  • Ich brauche Maschinen oder Werkzeug für die Herstellung.
  • Ich brauche die Fähigkeit mein Produkt herstellen zu können oder muss mich um entsprechende Fachkräfte bemühen.
  • Ich muss mich mit so etwas wie Stückkosten, Mindestbestellmengen und anderen wirtschaftlichen Größen auseinander setzen.

Das klingt nicht nur ziemlich aufwändig und teuer, das ist es meistens auch. Zumindest muss man für gewöhnlich einen gewissen Geldeinsatz vorschießen um das Ganze ins Rollen zu bringen.
(Auch wenn sich diese Ausgaben eventuell durch den Einsatz von Fulfillment-Services minimieren lassen!)

Lassen wir also einmal den Bereich der mechanischen Fertigung und teurer Maschinen beiseite, was bleibt dann noch?
Was lässt sich mit geringen finanziellen Mitteln, in einem relativ überschaubarem Zeitrahmen herstellen und erlaubt dazu noch einen angemessenen Preis (oder sogar Preisaufschlag)?

—> Information! <—

Vorteile von Infoprodukten

Selbst wenn Sie eine herausragende und innovative Geschäftsidee für ein physisches Produkt haben und die Sache im Grunde richtig anpacken – eines wird garantiert nicht ausbleiben: Imitate!

Es werden sich mehr oder weniger schnell Personen finden, die Wind von Ihrem Erfolg bekommen haben und beginnen Ihr Produkt nachzubauen oder sogar exakt zu kopieren – und das vielleicht zu einem Bruchteil Ihrer Kosten. Und schon befinden Sie sich mitten in einem Preiswettbewerb wieder…

Informationen sind hingegen zeitaufwändig.
Für Sie, aber vor allem für eventuelle Nachahmer. Viele lassen sich davon abschrecken.
Was meinen Sie, warum so viele angehende Internetmarketer scheitern?

So lange es andere Produkte gibt, die sich leichter kopieren lassen, werden Produktpiraten von der Kopie Ihrer Informationen absehen. Immerhin ist es leichter ein Patent zu umgehen oder irgendwelche rechtlichen Schlupflöcher zu finden als ganze Inhalte neu zu gestalten oder Texte in eigenen Worten umzuformulieren um eine Klage wegen Urheberrechtsverletzung zu vermeiden.

Experte werden

Ein Erfordernis bleibt jedoch: Sie müssen ein Experte werden, wenn Sie mit Ihrem Infoprodukt Erfolg haben möchten.

Nein, falsch. Ich korrigiere: Sie müssen als ein Experte wahrgenommen werden, wenn Sie mit Ihrem Infoprodukt Erfolg haben möchten.

Wo ist der Unterschied?

Dazu müssen wir uns einmal kurz ansehen, was denn eigentlich ein „Experte“ ist.

Ein Beispiel:
Es kam schon einmal vor, dass ich von meinen Eltern oder meiner Oma als „Computerexperte“ oder „Internetexperte“ bezeichnet wurde. Warum? Weil ich Ihnen geholfen habe über das Internet (Google) ein einfaches, kostenloses Programm ausfindig zu machen, das sie gerade gebrauchen konnten. Und weil ich es anschließend sogar noch installieren und zum Laufen bringen konnte!
Sie lachen darüber?
Ich auch.
Das kann doch jeder!

… oder?

Nein! Offensichtlich eben nicht!

In der Wahrnehmung meiner Eltern und meiner Oma, war ich plötzlich ein „Experte“!
Dort draußen gibt es aber Leute, die bezeichne ICH nun wieder als Computer- oder Internetexperten!

Verstehen Sie den Punkt?

Wenn Sie sich für ein bestimmtes Thema interessieren und dazu zwei oder drei (gute!) Bücher gelesen haben, dann wissen Sie über das Thema mit großer Wahrscheinlichkeit mehr als 80 Prozent der „Otto-Normal-Verbraucher“.

Dazu ein anderes Beispiel:
Wie Sie wissen (siehe „Sinn dieses Blogs„) war ich jahrelang Betreiber der Seite www.haiwelt.de.
Wie habe ich diese Seite erstellt? Woher nahm ich das Wissen über Haie, dass ich auf dieser Seite veröffentlicht habe?
Aus (höchstens) zwei bis drei Fachbüchern sowie einigen Internetseiten!
Ich war so eine Art Produktpirat (wie oben erwähnt) und habe bereits vorhandene Infos lediglich auf das Internet übertragen. Mehr nicht.
Und schon war ich plötzlich der „Hai-Experte“ in meinem gesamten Verwandtschafts- und Bekanntenkreis und der Wahrnehmung ALLER Haiwelt-Besucher! Dagegen half auch nicht, dass ich ausdrücklich auf Haiwelt darauf hinwies, dass ich nur ein armer Student war und kein „Hai-Forscher“, der tatsächlich mit den Tieren arbeitet. Nein. Das half gar nichts. Ich war der „Experte“. Punkt. Ende. Basta.
(Übrigens hat das sogar einmal fast bis zu einem Fernsehauftritt geführt! Ich war bei einem Casting für irgendeine Show deren Namen ich schon vergessen habe! Muss man sich mal vorstellen! :))

Fazit

Informationen gibt es wie Sand am Meer.

Nur nutzen muss man sie richtig!

Der beste, einfachste, schnellste und vergleichsweise billigste Weg zum eigenen (Web-) Business ist der über Infoprodukte!
Und „Experte“ in einem bestimmten Gebiet, wird man vergleichsweise schnell – das zeigen meine oben angeführten Beispiele eindrucksvoll. Entweder sind Sie schon Experte (ohne es vielleicht zu wissen), weil Sie sich in einem bestimmten Gebiet besser auskennen als die meisten anderen (und darüber einige Bücher gelesen haben). Oder Sie werden Experte, indem Sie einige Bestseller über das Thema lesen.

Man braucht also nicht meinen, man sei erst ein „richtiger“ Experte, wenn man einen Doktortitel hat (obwohl so etwas durchaus für die Wahrnehmung als Experte förderlich sein kann! ;)). Nein, man muss nur mehr wissen als der „normale“ Durchschnitt.

Also keine Angst! Versuchen Sie doch Ihr Glück 🙂

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg 🙂
Ihr Gordon Kuckluck

Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.
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Gordon Kuckluck

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