Social Networks: Sicherheit und Datenschutz

Die drei großen Social Networks – Twitter, Facebook, YouTube – sind mittlerweile abgehandelt.
In diesem Teil der Serie über Social Network Dienste möchte ich noch kurz auf die Sicherheit und den Datenschutz zu sprechen kommen.

Immer wieder geraten Social Networks in die Schlagzeilen, weil Datenschützer Sicherheitslücken ausfindig machen und auf Gefahren hinweisen.

Was ist dran, an diesen Gefahren? Was sollte man als Nutzer dieser Dienste beachten?

„Please Rob Me“!

Kennen Sie die Seite „Please Rob Me“ (englisch)?
Mittlerweile scheint dieser „Dienst“ eingestellt worden zu sein. Über einen gewissen Zeitraum aber, wurden hier Twitter– und Foursquare-Nachrichten gesammelt, in denen Nutzer unvorsichtig mit Ihrer Privatsphäre umgingen.

So gibt es Personen, die freizügig mitteilen, wann sie NICHT zu Hause sind!
Sie schreiben z.B. freizügig, wann sie wie lange wohin in den Urlaub fahren!

Dabei machen sich viele gar keine Gedanken darüber, wer denn so alles ihre Nachrichten mitlesen kann.

Eine Einladung für Diebe: Sie wissen genau, wann diese Personen eben gerade nicht zu Hause sind – und wie viel Zeit ihnen für ihren Raubzug bleibt…

Und genau auf diese Gefahr wollte pleaserobme.com hinweisen.

Übrigens kann das jeden treffen und es ist nicht damit getan, dass man sagt „Ich passe ja auf, wer mir folgt“. Über die reguläre Twitter-Suche lassen sich entsprechende Nachrichten leicht finden und sammeln. Dann gilt es nur noch herauszufinden, wo diese Person wohnt – und fertig.

Sicherheit im Social Web – Wie damit umgehen?

Image: FreeDigitalPhotos.net

Es stellt sich natürlich die Frage, wie man mit der Sicherheit im Social Web umgehen sollte. Wie kann man sich schützen?

Die European Network and Information Security Agency (enisa) hat dazu unter dem Titel „Online as soon as it happens“ (engl.) einige Ratschläge veröffentlicht:

  • Seien Sie generell mit der Ein- und Weitergabe persönlicher Informationen (Adresse, Geburtsdatum, Kontoverbindungen) vorsichtig und geben Sie diese idealerweise gar nicht an. Erstellen Sie stattdessen ein anonymes Profil unter einem Synonym.
    Natürlich ist das schwierig bis unmöglich, wenn man ein Geschäft aufbauen will oder bereits hat. Hier sollte man schon unter richtigem Namen auftreten – das schafft Vertrauen. Hier ist also etwas Fingerspitzengefühl gefragt: Wie viel will man wirklich angeben?
  • Bei eigentlich allen Social Networks können Sie mehrere Profile anlegen. Nutzen Sie das, um Geschäftliches und Privates zu trennen!
    Denn wer weiß, was einer Ihrer Freunde so schreiben könnte, was einem Ihrer Geschäftspartner nun gar nicht passt… ?
  • Seien Sie vorsichtig, wenn Sie Fotos veröffentlichen auf denen (auch) fremde Personen abgebildet sind! Es könnte sein, dass es hier zu rechtlichen Problemen kommt, wenn Sie nicht das Einverständnis der auf dem Bild gezeigten Person(en) eingeholt haben!
  • Achten Sie auf Ihre Passwörter! Das gilt insbesondere, wenn Sie vielleicht mal an fremden Rechner oder gar im Internet-Café sitzen! Nutzen Sie Logout-Funktionen und achten Sie darauf, dass auf einem fremden Rechner nicht irgendein Keylogger automatisch Ihr Passwort speichert (viele moderne Browser bieten solche Funktionen)!
  • Nehmen Sie nicht JEDE Freundesanfrage an! Handelt es sich um eine völlig fremde Person? Warum will sie Ihr Freund werden? Steckt hinter der vermeintlichen Person vielleicht jemand ganz anderes, der sich ein „falsches“ Profil angelegt hat?
    Man kann Freundesanfragen auch freundlich ablehnen oder schlicht ignorieren…

Dies sind nur einige Punkte, die man beachten kann oder sollte.

Gerade auf den letzten Punkt, möchte ich im nächsten und abschließenden Artikel dieser Serie noch einmal gesondert eingehen: Was ist beim Freunde- oder Follower-Aufbau zu beachten?

Wie ist Ihre Meinung?

Datenschutz und Sicherheit in Social Networks ist ein brandheißes und kontrovers diskutiertes Thema!

Was ist Ihre Meinung dazu?

Schildern Sie doch in den Kommentare einfach mal Ihre Sicht der Dinge!

Denn es ist und bleibt eine Gratwanderung, wenn man sich ein Webbusiness aufbauen und dabei Vertrauen schaffen will, aber gleichzeitig auch nicht zu viel von sich preisgeben möchte…
Das gilt natürlich auch für Offline-Geschäfte, die sich (zusätzlich) im Internet präsentieren möchten.

Wieviel sollte man preisgeben? Wo hört das „Vertrauen-Aufbauen“ auf? Wo fängt der eigene Schutz und die eigene Sicherheit an?

Welche der hier erwähnten Schutzmaßnahmen finden Sie persönlich praktikabel? Welche wenden Sie vielleicht schon lange an?

Ich freue mich auf Ihre Kommentare 😉

P.S.: Gestern bin ich mit meiner Familie aus Kiel von unserem einwöchigen Besuch bei meinen Eltern („Urlaub“) zurückgekehrt.
Haben Sie meine Abwesenheit bemerkt?
Ich habe versucht einige der hier angeführten Tipps selbst umzusetzen 😉

Eine schöne Woche wünscht
Ihr Gordon Kuckluck

Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.
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Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.

4 Comments

  • Melida Guarin

    30. November 2010

    Very Nice website. I built mine and i was looking for some design ideas and you gave me a few. The website was developed by you?

    Cheers

    • Gordon Kuckluck

      30. November 2010

      Hi Melida,

      yes, indeed it was designed all by myself 😉