Blog-Monetarisierung – Bezahlte Artikel schreiben

Heute gibt es den letzten Artikel der Serie über die Blog-Monetarisierung. Als Blogger sind Sie ein „Meinungsmacher“; Unternehmen können von Ihrem Einfluss profitieren. Aber der Reihe nach.

Bezahlte Artikel schreiben – Was ist das?

Haben Sie ein Blog, das über gehobenere Besucherzahlen verfügt, dann üben Sie durchaus einen gewissen Einfluss auf Ihre Leser aus. Liefern Sie gute Artikel und sinnvolle Beiträge ab, dann bauen Sie ein Vertrauensverhältnis zu Ihren Besuchern auf. Sie sind ein „Meinungsmacher“ – Ihre Meinung kann plötzlich sehr viel wert sein!

Nun gibt es Unternehmen, die diesen Einfluss längst erkannt haben. Diese beauftragen Blogger, bestimmte Produkte oder Dienstleistungen Ihres Unternehmens zu testen. Diese Tests, auch Reviews oder Rezensionen genannt, werden von dem Unternehmen vergütet.

Bezahlte Artikel schreiben – Wie?

Es gibt Plattformen, die gewissermaßen eine Schnittstelle zwischen Unternehmen und Bloggern herstellen. Unternehmen, die Interesse daran haben, Blogger mit bestimmten Reviews zu beauftragen, können sich an diese Plattformen wenden. Blogger, die Interesse daran haben, bezahlte Reviews zu schreiben, melden sich Ihrerseits bei diesen Plattformen an.

Nun geschieht folgendes:
Ein Unternehmen macht eine Ausschreibung zu einem bestimmten Produkt oder einer Dienstleistung und beschreibt, worum es geht. Welches Produkt oder welche Dienstleistung soll getestet werden? Was wird von dem Review insbesondere erwartet, sprich: Auf welche Funktionen oder Aspekte soll besonders eingegangen werden? Wie hoch fällt die Vergütung aus? In welchem Zeitfenster soll das Review fertig gestellt werden? Und so weiter und so fort.

Die „Schnittstellen-Plattform“ informiert nun passende Blogger über die neue Ausschreibung. Es werden dabei nur Blogger angeschrieben, deren Blogs thematisch zu dem Produkt oder der Dienstleistung passen. Die Themen, die für einen interessant sind, können vorher selbst festgelegt werden.

Der Blogger hat dann die Möglichkeit, sich die Ausschreibung genau anzusehen. Dabei überlegt er: Interessiert ihn das Produkt oder die Dienstleistung selbst? Passt es wirklich zu seinem Blog-Thema? Werden sich die Leser seines Blogs voraussichtlich dafür interessieren?
Falls ja, dann hat er die Möglichkeit, sich für die Ausschreibung gesondert zu bewerben. Andernfalls hat er auch immer die Möglichkeit abzulehnen.
Man muss also als Blogger keine Aufträge annehmen, wenn man nicht will!

Hat man sich für einen Auftrag beworben, ist das jedoch andererseits noch lange nicht gleichbedeutend mit einer Auftragserteilung! Zunächst prüft die Firma alle eingegangenen Bewerbungen und wählt Blogger aus, die sie mit dem Auftrag betrauen will. Das kann nur einer sein, das können aber auch mehrere sein, je nachdem.

Erst wenn man die Auftragsbestätigung von dem Unternehmen hat, hat man den Auftrag erhalten und kann sich ans Werk machen. Erhält man eine Ablehnung, dann sollte es dieses Mal halt nicht sein…

Die Vorteile

Für beide Seiten gibt es Vorteile:

  • Als Blogger profitieren Sie gleich doppelt:
    Sie verdienen Geld durch diese bezahlten Artikel UND Sie liefern Content für Ihr Blog! Idealerweise natürlich Content, der auch wirklich zum Thema Ihres Blogs passt und Ihre Leser interessiert – aber welche Aufträge Sie annehmen liegt ja (wie oben bereits erwähnt) ganz allein in Ihren Händen!
  • Als Unternehmen profitieren Sie (hoffentlich) von einem positiven Review. Sie erhalten Aufmerksamkeit, nicht nur von dem testenden Blogger, sondern auch von seinen Lesern. Das ist natürlich besonders bei großen Blogs besonders lohnenswert! Sie machen hierbei nicht einfach nur Werbung für Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung, sondern profitieren u.U. von der positiven Meinung des testenden Bloggers! Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung wird ausführlich von einem „Meinungsmacher“ vorgestellt 😉

Muss ich denn immer positive Reviews schreiben?!

Nein, das müssen Sie nicht.
Als Blogger sollen Sie einfach das Produkt oder die Dienstleistung so objektiv wie möglich testen.
Fallen Ihnen dabei positive Aspekte auf, so berichten Sie sachlich darüber.
Fallen Ihnen negative Aspekte auf, so berichten Sie auch hier sachlich darüber.

Ihr Review darf aber keinesfalls das Unternehmen verunglimpfen oder gar mit Falschaussagen oder Lügen gespickt sein! Sie müssen in jedem Fall sachlich und konstruktiv bleiben!

Vergreifen Sie sich doch im Ton, kann es vorkommen, dass Ihr Review nicht akzeptiert wird, sie umsonst gearbeitet haben und Ihr Honorar nicht erhalten. Auf solch eine Weise zerstören Sie schnell Ihren Ruf und es wird immer schwieriger Aufträge zu erhalten. Sie sollten sich also auf alle Fälle schon um vernünftige Reviews bemühen und die Sache immer ernst nehmen!

Sachliche und konstruktive, aber eben vom Grundtenor her doch negative Reviews, dürfen hingegen nicht abgelehnt werden! Sie werden schließlich nicht für eine positive Kritik bezahlt, sondern für das Testen – wie immer das Ergebnis Ihres Tests dann auch ausfallen mag!
Also: Keine Angst schlechte Aspekte eines Produkts oder einer Dienstleistung auch ruhig beim Namen zu nennen! Man kann ehrlich UND dabei taktvoll und respektvoll sein…

Übrigens gibt es je nach Plattform, verschiedene Regeln, die bei der Erstellung eines Reviews zu beachten sind (z.B. darf keine weitere Werbung im Artikel vorkommen, also keine In-Text-Werbung und kein AdSense, der Artikel muss als Review deutlich ausgewiesen werden o.ä.).

Welche Plattformen für bezahlte Artikel gibt es?

Ich habe bisher folgende Anbieter gefunden:

  • trigami
    trigami ist vielleicht die größte deutsche Plattform, die bezahlte Artikel vermittelt. Viele Unternehmen bedeuten viele Aufträge. Viele Blogs hingegen natürlich auch viel Konkurrenz. Trotzdem hat trigami das erklärte Ziel, dass man unter 4-5 Bewerbungen mindestens einen Auftrag erhält.
    Persönlich habe ich bisher erst ein Angebot erhalten, welches ich aber als unpassend abgelehnt habe.
    Ich bin bereits auf neue Angebote gespannt… 🙂

  • hallimash
    Auch hallimash ist eine relativ große Plattform. Die Freischaltung des GeldSchritte-Blogs hat schon ein paar Tage gedauert (wie bei trigamiauch), war aber erfolgreich. Bisher habe ich hier jedoch noch keine Angebote erhalten. Bin gespannt, wie lange es dauert, bis ich mal einen Auftrag vorgeschlagen bekomme…

  • blogpay
    Schließlich ist da noch blogpay. Hierbei handelt es sich um eine noch relativ kleine Plattform. Es scheint nicht viel los zu sein und besonders irritierend finde ich persönlich, dass nach dem Login ein großer Banner erscheint mit dem Hinweis, dass man sich für einen bestimmten Auftrag bewerben könnte und dafür einen 50€ Gutschein in einem Online-Shop erhalten würde. Klickt man diese Werbung an, dann sieht man, dass diese Gutscheine jedoch nur bis zum 10.12.2007 (!) gültig waren.
    Also wenn das letzte Angebot auf 2007 datiert (oder die Startseite so lange nicht gepflegt wurde), dann dürfte hier wirklich tote Hose herrschen… aber das wird sich zeigen 😉

Fazit

Bezahlte Artikel zu schreiben, finde ich persönlich sehr, sehr interessant! Das man dafür ein Honorar bekommt, ist ja schon klasse! Aber ich verspreche mir davon auch, dass ich auf interessante Produkte und Dienstleistungen aufmerksam gemacht werde und diese kostenlos (!) testen kann 😉

Um wirklich Geld über diese bezahlten Artikel zu verdienen, müssen allerdings natürlich Aufträge her. Und ich schätze mal, je bekannter und größer das eigene Blog ist, desto eher wird man nach Bewerbungen auch angenommen.

Also: Ich halt mich ran, hier was Großes aufzubauen 😉 😛

Soviel zu dieser kleinen Artikelserie.
Wie immer gilt: Schreiben Sie mir doch einen Kommentar, wenn ich einen wichtigen Anbieter bezahlter Artikel vergessen habe oder schreiben Sie mir einfach, wie Ihnen die Artikelserie insgesamt gefallen hat!

Vielen Dank!

Eine schöne Woche wünscht Ihnen
Ihr Gordon Kuckluck

Eine Übersicht über alle Artikel, die in der Serie „Blog-Monetarisierung“ erschienen sind, finden Sie im Artikel „Blog-Monetarisierung – Eine Übersicht„!

Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.
About The Author

Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.

6 Comments

  • Mad

    23. November 2010

    Ich habe mit Trigami bisher wirklich gute Erfahrungen gemacht. Interessante Aufträge und gute Unterstützung, wenn man etwas unklar ist.
    Bei Hallimash habe ich mich diverse Male beworben, aber noch nie einen Auftrag bekommen. Störend finde ich auch, dass man bei der Bewerbung keinen Text schreiben kann, im Gegensatz zu Trigami.
    Aber es gibt Leute, die schwören auf Hallimash.

    • Gordon Kuckluck

      23. November 2010

      Ich habe gestern tatsächlich zum ersten Mal ein passendes Trigami-Angebot erhalten und mich beworben. Bisher habe ich aber noch keine Rückmeldung. Bin gespannt, ob es wirklich zum ersten Mal klappen sollte 😉

  • Karin

    25. November 2010

    Ich habe von Hallimash bisher 2 Kampagnen vorgeschlagen bekommen, war jetzt aber nichts dabei. Bin gespannt ob mal was passendes kommt wo ich mich bewerbe

    • Gordon Kuckluck

      25. November 2010

      Von Hallimash habe ich persönlich gerade etwas vielleicht Interessantes bekommen. Muss ich mir nochmal genauer ansehen 😉

      Von Trigami kam endlich mal etwas Passendes, hab mich beworben – und bin sogar genommen worden! 🙂
      Geht doch! 😉