Blog-Monetarisierung – Affiliate-Marketing

Gestern habe ich eine Übersicht über verschiedene Möglichkeiten veröffentlicht, wie man seinen Blog oder seine Webseite monetarisieren kann.
Hier nun soll also der erste Teil mit dem Thema Affiliate-Marketing/Partnerprogramme folgen.

Affiliate-Marketing/Partnerprogramme – Was ist das?

Eine eigentlich recht simple Möglichkeit mit seiner Seite oder seinem Blog Geld zu verdienen, stellt das sogenannte Affiliate-Marketing dar. Hierbei kommt Ihnen die Aufgabe des Vermittlers zwischen Kunde/Interessent und Verkäufer zu: Sie machen Werbung für die Produkte eines anderen und verdienen dafür an dessen Umsätzen mit.

Dabei kann das Vergütungsmodell unterschiedlich sein.

Manche Advertiser bezahlen Ihre Affiliates pro Sale, d.h. für jeden erfolgreich vermittelten Verkaufsabschluss (Pay per Sale).
Andere zahlen bereits pro Lead, also für jeden potentiellen Kunden, der mit dem Advertiser in Kontakt getreten ist und dabei für gewöhnlich einen Teil seiner Daten hinterlassen hat (Pay per Lead).
Wieder andere Vergütungsmodelle zahlen einen bestimmten Betrag pro Anzahl eingeblendeter Werbeanzeige (Pay per View). Dieses Vergütungsmodell ist jedoch eher ein Auslaufmodell.
Schließlich gibt es noch einige weitere Formen der Vergütung. Bei der Werbung für Abo-Systeme, ist z.B. auch die Lifetime-Provision sehr beliebt: Jeder Affiliate, der einen neuen Abonennten wirbt, erhält monatliche Folgeprovisionen – eben so lange, wie der neue Abonennt auch Abonennt bleibt, idealerweise lebenslang 😉

Okay, aber jetzt mal konkret…

Das ist ja jetzt alles schön und gut, aber wie kann solch ein Affiliate-Marketing denn an einem konkreten Beispiel aussehen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten:

  1. Banner-Werbung
    Schauen Sie einfach mal hier auf GeldSchritte rechts in die Sidebar. Dort finden Sie eine Rubrik „Anzeigen“. Alle dort gezeigten Werbebanner stellen ein Werbemittel von solch einem Partnerprogramm dar.
    Im Klartext: Klicken Sie als Besucher auf eine solche Anzeige und kaufen das beworbene Produkt, dann erhalte ich als Schalter dieser Anzeige (Affiliate) einen kleinen Betrag an Provision (je nach Partnerprogramm unterschiedlich). Bei den hier geschalteten Anzeigen, handelt es sich jeweils also um Pay per Sale-Anzeigen.
  2. In-Text-Werbung
    Ebenfalls hier auf GeldSchritte eingesetzt, wird die sogenannte In-Text-Werbung.
    Allerdings werde ich auf diese Form des Affiliate-Marketings in einem weiteren Artikel dieser Serie etwas ausführlicher eingehen. Daher seien Sie an dieser Stelle auf später vertröstet…
  3. Textlinks
    Schließlich ist da auch die herkömmliche Methode der „einfachen“ Textlinks. Dabei wird einfach ein ganz normaler Link im Text gesetzt, der allerdings nicht einfach so auf die entsprechende Webseite verweist, sondern mit Ihrem Partnerlink „geschmückt“ ist. Diesen Partnerlink erhalten Sie vom jeweiligen Advertiser oder Affiliate-Netzwerk.
    Die Macht dieser vermeintlich „einfachen“ Textlinks sollte dabei nicht unterschätzt werden! Viele Internet-Nutzer mögen allzu offensichtliche Bannerwerbung nicht so gerne; aber bei einem harmlos aussehenden Textlink, sind sie schon zutraulicher 😉

Natürlich sollte es jedoch niemals darum gehen, jemanden „über’s Ohr zu hauen“: Bei mir dürfen Sie ruhig wissen, womit ich versuche Geld zu verdienen und was bei mir Partnerlinks sind und was nicht. Sie können dann einfach selbst entscheiden, ob Sie einen solchen Partnerlink anklicken und mir damit quasi Geld zukommen lassen möchten oder lieber nicht.

Übrigens: Die Aufforderung zum Anklicken von Werbung, ist bei einigen Affiliate-Netzwerken laut AGB mittlerweile untersagt! Falls Sie also planen ins Affiliate-Marketing einzusteigen, dann sollten Sie dies unbedingt beachten!

Welche Partnerprogramme gibt es denn und wo finde ich sie?

Mittlerweile bieten die meisten Internetmarketer ein eigenes Partnerprogramm an. Schauen Sie einfach auf der jeweiligen Seite. Meistens finden Sie einen Link namens „Affiliate“, „Partnerprogramm“ oder einfach „Partner“.

Größere Firmen hingegen betreuen Ihre Affiliate-Marketing-Kampagnen meistens nicht selbst. Häufig finden Sie diese innerhalb von Affiliate-Netzwerken.

Einige größere Affiliate-Netzwerke sind:

  • Zanox
    Zanox ist ein großes, deutsches Affiliate-Netzwerk, ja laut eigener Aussage sogar deutscher Marktführer im Bereich „performance basierten Online-Marketings“. Über 2.000 große Firmen aller Branchen tummeln sich hier.
    Durch die Möglichkeit einen sogenannten AdServer einzurichten, kann auf dem eigenen Blog auch contentsensitive Werbung eingeblendet werden, die immer wieder automatisch gewechselt wird.
  • Contaxe
    Contaxe ist ein schweizer Unternehmen. Es bietet kontextsensitive Werbeformen und diverse weitere Möglichkeiten, u.a. auch eine eigene In-Text-Werbung.
    Ich persönlich finde, dass es bei Contaxe noch zu wenig Advertiser gibt. Besonders die In-Text-Werbung zeigt immer nur wieder die gleichen Keywords und Werbeanzeigen an.
  • Belboon
    Belboon ist ein deutsches Unternehmen und stellt ein recht großes Netzwerk dar. Auch hier werden AdServer geboten, die zusätzlich mit einem „Performance-Joker“ gekoppelt werden können. Dieser sorgt voll automatisch für eine Analyse der eingesetzten Werbemittel und wählt dann dasjenige häufiger aus, das auf Ihrer Seite vergleichsweise gut funktioniert (Umsatzoptimierung).
  • ADCELL
    ADCELL ist wieder ein deutsches Unternehmen. Auch hier gibt es AdServer, die kontextsensitive Werbung schalten oder von Ihnen vorher festgelegte Partnerprogramme abwechselnd bewerben. Die Anmeldung zu den Partnerprogrammen kann automatisiert werden.
  • Superclix
    Ein deutsches Unternehmen. Das Besondere ist hier, dass Sie sich praktisch nur bei Superclix selbst anmelden brauchen – Sie sind dann automatisch berechtigt die insgesamt über 700 Partnerprogramme zu bewerben!
    Für meinen Geschmack ist Superclix immer noch etwas unübersichtlich und umständlich in der Bedienung, bietet aber wirklich einen großen Vorteil, indem man sich nicht, wie bei anderen Netzwerken üblich, bei jedem einzelnen Partnerprogramm separat bewerben muss.
  • AFFILOmedia
    Ein schweizer Unternehmen. AFFILOmedia ist ein ziemlich kleines Netzwerk, d.h., es bietet (noch) nicht viele Produkte zur Bewerbung an. Dennoch mag es für solche interessant sein, die besonders an Produkten rund ums Internetmarketing interessiert sind.
    Es kommt ja bekanntlich nicht immer auf die Größe an… 😉 😛
  • AffiliCrawler
    AffiliCrawler ist ein deutsches Unternehmen. Es ist noch relativ klein und ich selbst finde es auch – zumindest anfangs – etwas unübersichtlich. Aber auch hier mag es sich lohnen, wenn man sich ein wenig „einfuchst“.
  • Affilinet
    Nicht fehlen darf in solch einer Auflistung Affilinet. Es handelt sich um ein deutsches Unternehmen und es zählt sicherlich mit zu den größten überhaupt: Über 1.200 Partnerprogramme aus den unterschiedlichsten Branchen sind vorhanden.
    Übrigens bezeichnet sich Affilinet als die Nr. 1 im Affiliate-Marketing… Zanox bezeichnet sich – wie oben erwähnt – ja auch als „Marktführer in Deutschland“. Allerdings letztere im Bereich „performance-orintierten Online-Marketings“, was immer das heißen soll… 😉 Wer mir jedenfalls hier den Unterschied genau erklären kann, der darf das mal in den Kommentaren tun 😉
    Allerdings ist zu beachten, dass Affilinet keine „Geld-verdienen-im-Internet“-Seiten oder -Blogs aufnimmt! Sollte Ihre Seite also in diese Richtung gehen, wird’s mit der Aufnahme wohl nix werden…

Das ist natürlich jetzt eine willkürliche und unsortierte Aufzählung von Affiliate-Netzwerken. Sie erhebt keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit.

Die Vorteile des Affiliate-Marketings

Die Vorteile des Affiliate-Marketings liegen eigentlich auf der Hand:

Als Advertiser bezahlen Sie die Affiliates erst, wenn auch wirklich eine Leistung (in welcher der oben erwähnten Form auch immer) erbracht wurde.
Bei dem Pay per Sale-Modell fallen z.B. für den Advertiser erst dann Werbekosten an, wenn auch tatsächlich ein Verkauf seiner Ware stattgefunden hat! Besser geht’s einfach nicht! Bei allen sonstigen Werbeformen, muss der Advertiser zunächst gehörig in die Tasche greifen, ohne dass er genau wissen kann, ob eine bestimmte Werbung funktioniert – hier zahlt er erst dann, wenn sie bereits funktioniert hat! 😉

Als Affiliate haben Sie die Möglichkeit, schnell und einfach sehr passende Werbung auf Ihrer Seite zu schalten und dadurch Geld mit Ihrem Webauftritt zu verdienen. Die Anmeldung zu solchen Partnerprogrammen ist dabei immer kostenlos! Außerdem bieten Sie (bei zum Inhalt Ihrer Seite passender Werbung) auch einen echten Mehrwert an: Sie machen Besucher Ihrer Seite unter Umständen auf besondere Angebote z.B. aufmerksam! Also ich weiß so etwas immer zu schätzen 😉

Im Prinzip also eine echte Win-Win-Situation – jeder kann nur von solchen Partnerschaften profitieren!

Morgen werde ich mich dann Google AdSense etwas eingehender zuwenden.

Ach ja, eins noch:
Wenn ich Ihrer Meinung nach ein wichtiges Netzwerk vergessen haben sollte, dann schreiben Sie es doch bitte in den Kommentaren! Danke!

Bis dahin, machen Sie’s gut,
Ihr Gordon Kuckluck

Eine Übersicht über alle Artikel, die in der Serie „Blog-Monetarisierung“ erschienen sind, finden Sie im Artikel „Blog-Monetarisierung – Eine Übersicht„!

Zu einigen, der hier verwendeten Begriffe, finden Sie weitere (bzw. im Wortlaut etwas andere) Erläuterungen im Glossar!

Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.
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Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.

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