Vollständiges RSS-Feed anbieten

Als Neu-Blogger bin ich natürlich zur Zeit auch viel im Netz und auf anderen Blogs unterwegs. Man will ja auch informiert bleiben 😉

Dabei ist mir aufgefallen, dass einige Blogs zwar ein RSS-Feed anbieten (was sehr, sehr gut ist und eigentlich jedes Blog anbieten sollte; siehe Vorteile unten!), welches jedoch nicht vollständig ist. Das heißt, es werden immer nur die ersten 200 Worte oder so angezeigt. Will man den Rest lesen, muss man den Blog zwangsweise besuchen…

Bieten Sie ein vollständiges RSS-Feed an

Ich gehe immer von mir aus und ich merke, dass ich unvollständige Feeds, die mich zwingen den Blog zu besuchen, echt doof finde. Da abonniere ich schon solch ein Feed, damit ich nicht überall rumsurfen brauche, sondern alle News in meinem Mail-Konto sehen kann, und dann das!

Mein Tipp an alle Blogger da draußen:
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es vielen anderen genau so geht, wie mir! Viele schreckt solche ein unvollständiges Feed ab. Daher überlegen Sie sich doch, ob Sie nicht lieber ein vollständiges Feed anzeigen lassen sollten!

Vorteile:
Sie schaffen es einen treuen Leser-Stamm aufzubauen.
Sie vergraulen Besucher nicht durch „Zwangsbesuche“ Ihres Blogs. Das nervt nur. Vielmehr steigt Ihr Ansehen und Sie werden bekannt für einen guten Service!

Nachteile:
Natürlich ist es schwerer ein Feed zu monetarisieren. Auch wenn es hier bereits Möglichkeiten gibt (AdSense bietet solch eine Möglichkeit, sowie einige InText-Werbeanbieter), so ist und bleibt es etwas komplizierter als im Blog selbst.
Sollten Sie also Tausende von Feed-Abonennten haben, dann wird Ihnen das weniger Geld einbringen, als wenn Sie diese Tausende auf Ihrem Blog begrüßen könnten!

Die Nachteile in Vorteile umwandeln

Warum fallen diese Nachteile nicht so sehr ins Gewicht?
Oder anders: Wieso lässt sich mit diesen Nachteilen dennoch gut zurechtkommen? Ja, wie kann man so praktisch sogar in Vorteile ummünzen?

Sie müssen es erreichen, dass Ihre Feed-Leser (die ja treue, regelmäßige Leser Ihrer Artikel darstellen!) zumindest hin und wieder auch Ihr Blog besuchen.

Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten:

  1. Versuchen Sie in Ihren Beiträgen auf mehrere andere, bereits in weiteren Artikeln behandelte Themen hinzuweisen. Je mehr und öfter Sie andere Artikel auf Ihrem Blog verlinken, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Feed-Leser solche Links anklickt um weitere verwandte Artikel zu lesen. Und schon ist er auf Ihrem Blog!
    Zusätzlich helfen Sie Google auf diese Weise quasi nebenbei, auch ältere Posts zu finden und nicht zu „vergessen“ 😉
  2. Nutzen Sie unbedingt FeedBurner für Ihr RSS-Feed! Hier haben Sie nicht nur vielfältige Einstellungsmöglichkeiten für das Layout Ihres Feeds, sondern auch ausführliche Statistiken über Ihre Feed-Leser!
    FeedBurner ist kostenlos – allerdings (zumindest teilweise) auf englisch. Allerdings bin ich zuversichtlich, dass es bald komplett eingedeutscht sein wird.
    Bei FeedBurner haben Sie die Möglichkeit sogenannte „FeedFlares“ für Ihr Feed zu nutzen. Diese Flares bewirken, dass beispielsweise automatisch unter jedem Beitrag einige von Ihnen ausgewählte Symbole oder Links erscheinen. So können Sie Ihren Lesern z.B. ganz einfach die Möglichkeit bieten den Beitrag weiter zu mailen (Flare: „Email this“), den Artikel zu diversen Social Bookmark Diensten hinzuzufügen (Technorati, Digg, Facebookusw.) oder – und jetzt kommt’s – die aktuelle Kommentar-Anzahl anzuzeigen! Auf diese Weise – und besonders, wenn bereits Kommentare abgegeben wurden – mag sich der ein oder andere Feed-Leser dazu bewogen fühlen, einmal auf Ihrem Blog vorbeizuschauen und sich die Meinungen und Kommentare anderer Leser anzuschauen. Und schon ist er (wieder) auf Ihrem Blog! 😉

    FeedFlares bei FeedBurner

    Übrigens: Wenn Sie ein Konto bei FeedBurner einrichten, dann sieht Ihr Feed zunächst so (oder so ähnlich) aus:

    Standard-Feed von FeedBurner als Webseite gerendert

    Wenn Sie das nicht wollen (ich persönlich finde das doof), dann können Sie hier diese Ansicht ändern:

    Einstellungen ändern

    Sie sehen auf diesem Screenshot, wo bzw. auf welcher Seite ich dort bin. Die rot umrandeteten Einstellungen müssen Sie ändern: Wählen Sie das deutsche Theme („ClearFeed (German)“) und nehmen Sie das Häckchen bei „Landeseite wird in allen Browsern als Webseite gerendert“ weg.
    Nun sollte Ihr Feed so in etwa aussehen:

    Feed ohne Webseiten-Aussehen

  3. Fordern Sie die Leser doch einfach auf Ihr Blog zu besuchen! Sie könnten etwa darauf aufmerksam machen, dass es eventuell schon weitere Artikel oder Kommentare geben könnte und wenn die Leser wirklich auf dem Laufenden sein wollen, Sie doch direkt das Blog besuchen sollten. Bei manchen Feed-Readern kann es bis zu 6 Stunden dauern, bis die Feeds aktualisiert werden…
  4. Fordern Sie die Leser Ihres Artikels auf, Kommentare abzugeben. Das sollten Sie vielleicht nicht bei jedem Artikel tun, aber bei manchen, bei denen vielleicht „Mitarbeit“ besonders sinnvoll oder Meinungen gefragt sind, ist das durchaus legitim!
  5. Veröffentlichen Sie z.B. Videos in Ihren Artikeln! Diese können – im Gegensatz zu Fotos – innerhalb des Feeds nicht angezeigt werden. Wer Sie also sehen will, muss das Blog besuchen!
    Achten Sie jedoch darauf in solch einem Artikel auch ein wenig zu dem Video zu schreiben. Erstellen Sie z.B. nur ein Video-Post, also ganz ohne Text, so kann es sein, dass bei Ihren RSS-Abonennten nur ein leerer Beitrag erscheint…
    Schreiben Sie also lieber wenigstens eine Art Beschreibung zu dem Video und machen Sie so „Geschmack“ auf mehr, damit sich gerade die RSS-Leser dazu bewogen fühlen das Blog zu besuchen.

In diesem Sinne hoffe ich nun auf viele vollständige RSS-Feeds 😉 😛

Liebe Grüße,
Ihr Gordon Kuckluck

Gordon Kuckluck

Initiator von GeldSchritte.de, Online-Marketer mit Leib und Seele, vor allem den Bereichen Landingpages, Conversionoptimierung und E-Mail-Marketing verschrieben, stets an der Schnittstelle von Offline- zu Online-Business.
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Gordon Kuckluck

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